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SWR-Sommerfestival

Stuttgarter TATORT-Premiere unter freiem Himmel

Am Freitag vor Pfingsten hat wieder eine TATORT-Premiere das SWR-Sommerfestival am Stuttgarter Schlossplatz eingeläutet. 5000 Zuschauer konnten den neuesten Stuttgarter TATORT "Der Mann, der lügt" exklusiv vorab sehen. Die Fernsehzuschauer werden dieses Highlight erst Ende November zu sehen kriegen.



Richy Müller und Felix Klare beim Meet & Greet mit Fans und Gewinnern. Bild: Ludwig Asal

Bevor aber die Preview auf dem Schlossplatz startete, waren zahlreiche Fans und Leser so ziemlich aller baden-württembergischen Zeitungsverlage - und des TATORT-FUNDUS - exklusiv zu einem Meet & Greet mit den Hauptdarstellern Richy Müller und Felix Klare geladen worden. Jeder konnte sich mit den TATORT-Kommissaren ablichten lassen, mit ihnen ein Selfie schießen, ein Autogramm bekommen oder einfach ein kleines Pläuschchen halten. 

Dafür waren die beiden Darsteller wieder extrem gut aufgelegt: Sympathisch, humorvoll und geduldig haben Felix Klare und Richy Müller alle Teilnehmer empfangen und ihnen ein schönes Erlebnis beschert. Um bei dem Meet & Greet teilnehmen zu können, mussten alle über die jeweilige Tageszeitungen und den TATORT-FUNDUS die Karten gewinnen.

Im Anschluss an das Meet & Greet konnten die Teilnehmer noch an einer Führung über das Festivalgelände teilnehmen. 


Fotos vom Meet & Greet in Stuttgart

Im "Weißen Saal" des Stuttgarter Schlosses fand das "Meet & Greet" mit den TATORT-Fans statt. (Bild:Ludwig Asal)
TATORT aus Stuttgart mit Knabberzeug und Logo-Tasse gehörte natürlich auch dazu. (Bild:Ludwig Asal)
Viele Fans aus Baden-Württemberg hatten sich zum Meet & Greet eingefunden. Bei einem Getränk freuten sich alle auf die beiden Hauptdarsteller Richy Müller und Felix Klare (Bild:Ludwig Asal)
Das waren die Gewinner des TATORT-FUNDUS: Irene und Jens Steinhilb aus Stuttgart-Feuerbach ließen es sich nicht nehmen, mit Richy Müller und Felix Klare für ein Foto zu posieren.
Später gaben die beiden Darsteller bereitwillig Autogramme und.... (Bild: Ludwig Asal)
... waren auch für Sonderwünsche offen (Bild: Ludwig Asal)
Äußerst gut aufgelegt war Richy Müller bei dem Meet & Greet. Auch aus seiner Heimat Mannheim hatten sich Gewinner zum Meet & Greet eingefunden. (Bild: Ludwig Asal)
Fleißige Autogrammschreiber: Richy Müller und Felix Klare, umgeben von geduldig wartenden Fans (Bild: Ludwig Asal)
Durch das Meet & Greet und später durch die Abendveranstaltung führte SWR-Moderatorin Stefanie Haiber (Bild: Ludwig Asal)

Um 20.30 Uhr dann wurde es richtig spannend. Denn da startete die Preview des neuen Stuttgarter TATORTs "Der Mann, der lügt". Regie bei diesem TATORT führte Martin Eigler, der mit Sönke Lars Neuwöhner auch das Drehbuch schrieb. Sie hatten schon den "Gefängnis-TATORT" "Freigang" im Jahr 2014 gemeinsam realisiert.

"Der Mann, der lügt" ist ein weiteres Highlight, das die SWR-Redakteurin Brigitte Dithard verantwortet. Neben dem im letzten Jahr preisgekrönten "Stau" von Dietrich Brüggemann und den viel diskutierten RAF-TATORT "Der rote Schatten" von Dominik Graf hat sie nun ein Buch für den SWR auf den Weg gebracht, das nicht nur die Folgen zeigt, die es für Menschen haben kann, in den Umkreis einer Mordermittlung zu geraten, sondern auch die Erzählperspektive des Films umkehrt: weg von der Polizeiperspektive der Ermittler hin zur Perspektive des Verdächtigen.

Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht des Verdächtigen Jakob Gregorowicz, der sich zunehmend in Widersprüche verstrickt und die titelgebende Figur ist, eben "Der Mann, der lügt". Aber ist er deshalb der Täter, ist er deshalb schuldig? 


Fotos von der Premiere unter freiem Himmel auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Noch ist kein einziger Zuschauer da - aber die Plätze für die 5000 Zuschauer.... (Bild:Ludwig Asal)
..auf dem Stuttgarter Schlossplatz sind bereit (Bild:Ludwig Asal)
Um 20. 30 Uhr ging es dann los. Kurz vor dem Film kamen die Stuttgarter Kommissare auf die Bühne und begrüßten das Publikum (Bild:Ludwig Asal)
In der Rolle des Verdächtigen von Richy Müller und Felix Klare als Kommissare Lannert und Bootz ist Manuel Rubey zu sehen (Bild: SWR/ Andreas Kluge)
Spätestens als ihm Fingerabdrücke abgenommen werden, ist Jakob Gregoriwicz (Manuel Rubey) klar, dass er für die Polizei zu den Verdächtigen gehört. (Bild: SWR/ Alexander Kluge)
Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) behalten ihren Verdächtigen im Auge … (Bild: SWR/Alexander Kluge)
Nach dem Film kamen die beiden erneut auf die Bühne.... (Bild: Ludwig Asal)
wie auch das Team des SWR: Redakteurin Brigitte Dithard, Filmchef Manfred Hattendorf.... (Bild: Ludwig Asal)
...der ausführende Produzent Nils Reinhardt - und Patrick Götz, der stellvertretend für die Komparserie auf die Bühne gebeten wurde. (Bild: Ludwig Asal)

Und das Ergebnis ist sehr reizvoll. Der Film ist spannend, ja packend geworden. Für den Zuschauer heißt das: Kein Wissensvorsprung, er weiß nicht mal, was die Kommissare ermittelt haben. Herkömmliche Ermittlungsarbeit: Fehlanzeige. Keine Gerichtsmedizin, ganz wenig Kriminaltechnik, ja selbst die initiale Leiche sieht man anfangs nicht.

Stattdessen: unsichere und durch die Polizei zusätzlich verunsicherte Verdächtige und Angehörige. Konkrete Fragen beantworten die Polizisten zudem nicht, sie übergehen sie, ganz nach dem Motto: "Die Fragen stellen wir!". Dabei spielen die sympathischen und besonnenen Lannert und Bootz mit offenen Karten und zeigen sich relativ fair gegenüber dem Verdächtigen Gregorowicz, der schnell ein großes Lügengebäude aufgetürmt hat.

Wie ist "Der Mann, der lügt" geworden?

Anders als sonst, bleibt der Zuschauer immer nur auf dem Wissensstand des Verdächtigen. Das Auftauchen der Polizisten sorgt da schnell für steigende Anspannung, Gesichtsausdruck und -farbe verschlechtern sich über den Film mitleiderregend schnell und das Ende dieser Geschichte stimmt nicht mehr unbedingt positiv. "Der Mann, der lügt" zeigt ganz eindrucksvoll und beängstigend zugleich, wie schnell sich jemand in den Mühlen der Justiz und Polizei auch selbst zermahlen kann. Trotzdem ist das kein schwerer, trüber TATORT geworden, es gibt reichlich Humor bzw Entlastungen in diesem TATORT. Das zeigten  auch die regelmäßigen Lacher und der abschließende Applaus des Premierenpublikums auf dem Schlossplatz. 


Jubiläum bei Lannert & Bootz

"Der Mann, der lügt" wäre im Prinzip ein Jubiläums-Fall für die Stuttgarter Kommissare gewesen. Diese sind seit März ganz offiziell 10 Jahre im Fernseh-Ermittler-Amt und haben schon über 20 Fälle gemeinsam gelöst. Dieser runde Geburtstag wird in dem TATORT jedoch nicht thematisiert. Grund genug für TATORT-FUNDUS, sich mit den beiden Hauptdarsteller zu treffen und über die vergangenen Jahre mit den beiden zu sprechen. Das Interview, das im Vorfeld der Open-Air-Premiere entstand, wird auf diesen Seiten bald nachzulesen sein.


Ausblick

"Der Mann, der lügt" soll der einzige TATORT-Beitrag aus Stuttgart des SWR in diesem Jahr bleiben. Der ebenfalls schon abgedrehte TATORT "Schande" (AT) von Autor Wolfgang Stauch wird neben einem weiteren Fall, den das Stuttgarter Team im September 2018 drehen will, erst 2019 zur Ausstrahlung kommen. 

Francois Werner


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