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Heute ist der: 20.08.2019. --> Bis heute wurden 1114 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Susanne Schneider

Ganz nebenbei...

Am Ostermontag, 9. April flimmert mit der Folge "Engel der Nacht" nach über halbjähriger Pause endlich wieder ein Bodensee-TATORT mit dem Kommissarsgespann Klara Blum (Eva Matthes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) über die Bildschirme. Das Drehbuch zur aktuellen Folge wurde von Susanne Schneider geschrieben und die Idee dazu entstand bereits im Dezember 2004.

Henry Stange, Darsteller des kleinen Manuel, in einer Drehpause mit einer Albinoschlange. Im Hintergrund links Regisseur Thomas Jahn.SWR/Hollenbach
Als der Redakteur Ulrich Herrmann die Drehbuchautorin Susanne Schneider auf neue Ideen anspricht, erzählt diese von einer ganz frischen, erst drei Tage alten Idee: "Neulich hat mir jemand was über Schlafwandeln erzählt. Parallel dazu habe ich von einem Anwalt erfahren, dass ein Kunsthändler hingerichtet wurde. Kunst ist ein illegales Bezahlungsmittel in der Drogenmafia geworden. Und meine Idee ist: Der Kunsthändler lebt alleine mit seinem Sohn. Das Kind wacht am nächsten Morgen auf. Es hat Blut von seinem Vater an den Füßen. Die Polizei stellt fest, dass er in der Nacht schlafgewandelt ist. Die Täter kriegen es mit, es gibt ein Leck bei der Polizei. Sie machen sich auf die Suche nach dem Jungen, weil sie Angst haben, dass er reden wird".

"...und dann wird alles fürchterlich."

Herrmann, als Redakteur und Produzent eigentlich immer auf der Suche nach neuen verfilmbaren Stoffen, bemerkt eher nebenbei, dass dies die Idee für einen TATORT sein könnte, worauf Susanne Schneider gleich spontan eine Kommissarsfigur nennt, für die sie sich die TATORT-Folge vorstellen könnte: Klara Blum. "Der Junge könnte bei der Kommissarin unterkommen", ergänzt Schneider, "sie muss ihn beschützen, er rennt weg... und dann wird alles fürchterlich".
Schneider und Herrmann spinnen die Idee sogar noch weiter: "Der Junge sollte Kontakt zu den Tätern halten. Vielleicht begegnet er Menschen, die er kennt, denen er vertraut. Sie haben mit dem Mord zu tun, was er nicht weiß. Erinnerungsstücke in der Nacht tauchen auf. Jemand, der dem Vater sehr nahe ist. Er rennt zu ihm, dabei wissen wir: 'O, mein Gott, das ist genau der Falsche!" Es ist interessant zu sehen, dass diese relativ spontan entwickelte Grundidee tatsächlich zu einem TATORT-Drehbuch verarbeitet wurde und - nur leicht abgeändert - etwa zweieinhalb Jahre später im Fernsehen zu sehen sein wird - am Ostermontag um 20.15 Uhr in der ARD.

Der nächste TATORT kommt bestimmt...

Susanne Schneider, die ihre Drehbücher mit Vorliebe nachts schreibt, ist als TATORT-Autorin keine Unbekannte: von ihr stammten bereits die Episoden "Heilig Blut" (in Co-Autorenschaft mit Dorothee Schön), "Die schwarzen Bilder" und "Dunkle Wege" (in Co-Autorenschaft mit Thorsten Näter). Im September wird mit der Blum-Folge "Blutsbande" ein weiterer TATORT von ihr zu sehen sein. Darin geht es um den Mord an einem 15-jährigen Mädchen, das tot in der Nähe des Bodensees aufgefunden wird. Schnell ergibt sich für die Kommissare Klara Blum und Kai Perlmann ein Hauptverdächtiger: Holger Bucheck, Freund der Familie des Opfers. Kurze Zeit später verschwindet er spurlos. Er hatte den Mord schriftlich gestanden und seinen Selbstmord angekündigt, doch Klara Blum ahnt, dass Bucheck nur ein Sündenbock ist...

Christian Rohm


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