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Heute ist der: 22.10.2019. --> Bis heute wurden 1119 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Editorial


Dr. Jürgen Kellermeier, Bild: ARD
500 Folgen, 500 Filme in einer Reihe - seit mehr als 30 Jahren demonstriert der ARD-TATORT seine Lebensfähigkeit, seine Unverwüstlichkeit und seine Fähigkeit zur Selbsterneuerung. Wenn das Wort vom Kultprogramm überhaupt sinnvoll ist, hier wäre es angebracht: seit drei Jahrzehnten attraktiv in allen Generationen und Altersgruppen, populär und bekannt wie keine andere Serie oder Reihe, zugleich modern und auf der Höhe der Zeit.

Im vergangenen Jahr 2001 waren es insgesamt 44 Millionen Deutsche, die mindestens einen TATORT-Film gesehen haben. Das sind immerhin 62 Prozent aller Bundesbürger. Unter den Krimireihen im deutschen Fernsehen steht der TATORT in der Zuschauergunst weiterhin unangefochten an erster Stelle. Auch massive Angriffe der Konkurrenz haben seine Position nicht erschüttern können.

Die Gründe des Erfolges sind evident: Es ist die Garantie auf spannende Unterhaltung und auf packende Geschichten, die auch brisante Themen und gesellschaftliche Probleme nicht ausklammern. Und es sind die profilierten Kommissarinnen und Kommissare - sehr unterschiedlich in Mentalität und Verhalten, in Worten und Werken, aber allesamt einpr.gsam und wiedererkennbar. Viele sind zu Krimilegenden geworden.

So ist der TATORT heute ein attraktives Gelände auch für die Besten - seien es Schauspieler oder Autoren, Regisseure oder Produzenten. Die Namen und die Gesichter haben in 30 Jahren gewechselt, gleichgeblieben ist - alles in allem - die Qualität. Unverändert ist auch eine auffällige Äußerlichkeit - der Vorspann mit den berühmten anonymen Augen, die seit 1970 im Fadenkreuz der TATORT-Zuschauer stehen, bevor es losgeht.

Dieser Text stammt aus der Jubiläumsbroschüre der ARD zum 500.ten TATORT von 2002
Der TATORT blickt aber nicht nur stolz zurück, sondern ebenso selbstbewusst nach vorn. Mit gleich vier neuen Teams zum 500. Jubiläum beginnt ein neuer Trend: Mit einer Ausnahme sind die Ermittler dem Verbrechen nicht wie gewohnt in den bundesdeutschen Metropolen auf der Spur, sondern in der Provinz und auf dem Lande. Die neuen Kripozentralen liegen in Münster, Vechta und Konstanz.

Gleichzeitig erhöht sich der Anteil der weiblichen Ermittler, der Kommissarinnen. Vor 13 Jahren trat die erste Frau ihre Dienste beim TATORT an: Oberkommissarin Buchmüller alias Nicole Heesters löste damals drei Fälle, bevor sie von ihren männlichen Kollegen wieder verdrängt wurde. Inzwischen haben sich die Frauen auch in dem traditionellen Männerberuf des Kriminalkommissars durchgesetzt: In insgesamt 13 TATORT-Teams ermitteln jetzt sechs Kommissarinnen.

Das Konzept des TATORTs hat sich über die Jahrzehnte hinweg als hochattraktiv für Millionen Zuschauer erwiesen. Als Muster für erstklassige Krimi-Unterhaltung mit Substanz ist es ständig offen für Anpassung, Wandel und Weiterentwicklung. Darin, in seiner Innovationsfähigkeit, liegt der eigentliche Grund für die Unsterblichkeit des TATORTs.
Auf die nächsten 500!

Dr. Jürgen Kellermeier
ARD-Koordinator Fernsehfilm


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