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Interview mit Peter Trabner

"Wir haben geschaut wo die Stärken
der einzelnen Akteure liegen."

Die Dreharbeiten zu „Babbeldasch“ waren chronologisch und ohne ausformuliertes Drehbuch. Die Schauspieler improvisierten die Szenen auf der Basis eines Treatments, ausführlicher Figurenentwicklungen – und ohne Kenntnis davon, wer der Mörder sein würde. Interview mit dem Trainer Peter Trabner

Herr Trabner, Sie waren bei der Entwicklung und dem Drehen der Babbeldasch als Coach für die Improvisation im Einsatz. Wie stellt man denn Schauspieler auf Improvisation vor der Kamera ein, was haben Sie trainiert?

Zuerst haben Axel und ich uns die Darsteller einfach in „ihrem Sein“ angeschaut. Wir haben geschaut wo die Stärken der einzelnen Akteure liegen. Die Stärken haben wir in die Figurenarbeit einfließen lassen. Die Schauspieler haben dann über einen längeren Zeitraum (6 Monate) immer wieder mit mir an der Filmfigur gearbeitet. Dieser Vorgang ging so weit, das jeder einzelne eine Biographie und Beziehungen zu den anderen Figuren hatte. Zusätzlich haben wir mit Entspannungstechniken, simplen Theaterspielen und Spaß an all dem gearbeitet.

Und wie ging dann die Arbeit während der Dreharbeiten weiter?

Während der Dreharbeiten wurde in erster Linie chronologisch, also von Szene zu Szene gearbeitet. Das hat zur Folge, dass der Darsteller „tatsächlich“ das erlebt was im Film passiert. Die Akteure tragen somit die Geschichte fortlaufend mit sich. Vor den Szenen habe ich mir mit den jeweiligen Darstellern (in der Figur) den bisherigen Verlauf der Geschichte angeschaut und noch einmal vergegenwärtigt. Dann habe ich mit den Darstellern ein körperliches und geistiges Aufwärmen durchgeführt. Danach hieß es dann von Axel Ranisch „und bitte“... Wenn etwas nicht so stimmte, habe ich mit Axel darüber gesprochen und wir haben mit Hilfe von Informationen nachjustiert.

Was ist denn in Ihren Augen die Wirkung bei einem improvisierten Film gegenüber einem geschriebenen?

Wenn die jeweiligen Rollen, also die Figurenarbeit, sehr gut vorbereitet ist, dann muss der Darsteller ja nur in der Figur reagieren und seine Realität verteidigen. Das ist schon eine feine Sache, weil der Darsteller so zum kreativen  Macher wird. In meiner Welt, die ja sehr viel mit der Improvisation zu
tun hat, ist das jedenfalls so.

Das Interview stammt aus der SWR Pressemappe zu Babbeldasch



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