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 DATEN ZUR TATORT-FOLGE
 874. Folge 

Unvergessen

Sendelänge: 88:58

Drehbuch:
Sascha Bigler
Vorlage:
Bernd Liepold-Mosser
Regie:
Sascha Bigler
Erstsendung:
20.5.2013
Produktions-
sender:
ORF
Arbeitstitel:
Grenzland
Drehort:
Wien, Klagenfurt, Bad Eisenkappel, Kärnten
Bildformat:
16:9
Redaktion:
Alexander Vedernjak
Quote bei Erstsendung:
7.69 Mio. / 22.30%



Inhalt:


I.Moritz Eisner wird in Kärnten angeschossen. Durch die Kopfverletzung hat er eine retrograde Amnesie und kann sich nicht an die Tat nicht erinnern. Niemand weiß, was er dort gemacht hat. Trotz Krankenstandes sucht Moritz in seinem Büro nach Hinweisen, doch sein Chef schickt ihn wieder heim. Schließlich macht sich Eisner auf den Weg nach Kärnten, um herauszufinden, was tatsächlich passiert ist. Er lässt sich im örtlichen Gasthof nieder und wird schon bald von Dorfbewohnern erkannt. Nachdem Eisners Tochter Claudia völlig aufgelöst bei Bibi Fellner anruft, folgt ihm diese nach Kärnten. Gemeinsam gehen Moritz und Bibi auf Spurensuche. Nach und nach tauchen vermeintliche Puzzleteile auf, und als eine Leiche im Steinbruch von Herrn Wiegele, in dem auch Moritz angeschossen wurde, gefunden wird, scheint sich der Fall in die rechte Szene zu verlagern.

In der Hütte der getöteten Filmemacherin Maja finden die Ermittler entsprechende Hass-Kritzeleien an den Wänden. Maja arbeitete gerade an einer Filmdokumentation über ein Massaker in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs und war drauf und dran, davongekommene Täter erneut vor die mediale Anklagebank zu zitieren. Daher war sie einigen Dorfbewohnern zum Dorn im Auge geworden. Musste sie deshalb sterben? Und Moritz, der Maja von früher kannte: Wusste er von der Gefahr und wollte Maja nur schützen?

Als ein vermeintlicher Mitwisser in dem Fall tot aufgefunden und der Jüngste der Familie Wiegele, Toni, am Tatort gesichtet wird, deutet alles darauf hin, dass die Wiegeles etwas mit dem Mord an Maja, dem vermeintlichen Tod von Spezi und dem vergessenen Kriegsverbrechen zu tun haben. Als Rauter von den Problemen in Kärnten Wind bekommt, wird Moritz abgezogen und macht sich mit Richard, dem Mann der ermordeten Maja, auf den Weg zurück nach Wien - als plötzlich der fehlende Puzzleteil auftaucht und eine ganz andere Motivation hinter dem Mord an der jungen Frau erkennen lässt.

II.Ein nächtlicher Notruf aus einem fahrenden Auto alarmiert die Polizei in Kärnten: ,,Eisner, BKA Wien, Dienstnummer 318-12-58. Brauche Unterstützung!" Wenig später wird Oberstleutnant Moritz Eisner durch einen Kopfschuss schwer verletzt und reglos hinter dem Steuer seines Wagens in einem Steinbruch aufgefunden. Als er auf der Intensivstation aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, was geschehen ist. Denn er leidet unter einer ,,retrograden Amnesie", durch die das traumatische Erlebnis selbst ausgeblendet wird. Eine fatale Folge der Schussverletzung.

Vergeblich sucht er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Büro nach Hinweisen auf seine Reise in diesen Wochenend-Urlaub. Auch seine Kollegin Bibi Fellner und Tochter Claudia können ihm nicht helfen. Moritz Eisner will unbedingt herausfinden, was da mit ihm passiert ist. Deshalb dirigiert er das Taxi, das ihn auf Weisung seines Chefs Ernst Rauter nach Hause bringen sollte, kurz entschlossen nach Kärnten um. Die Ankunft Eisners, der unter Sprachstörungen und Aussetzern leidet, spricht sich wie ein Lauffeuer in dem Ort herum, und nicht alle sind erfreut über sein Auftauchen. Sein erster Ansprechpartner ist die örtliche Polizei, weil er u. a. die Spur eines silbergrauen Autos verfolgen will, an das er sich schemenhaft erinnern kann. Inspektor Josef Hudle hatte Eisner gefunden. Doch er weiß nichts von einem solchen Fahrzeug. Als Claudia anruft, dass sie ihren Vater sucht, ahnt Bibi Fellner sofort, wo er ist und reist ihm nach. Über die Kassiererin eines Supermarktes stoßen beide schließlich auf eine erste, konkrete Spur: Die Frau weiß noch genau, dass Moritz Eisner bei ihr rote Rosen und eine Flasche Champagner gekauft und sich nach dem Weg zur Kapplerhütte erkundigt hat. Beim Durchsuchen der Hütte kommen bei Moritz bruchstückhaft Erinnerungen an verschiedene Szenen zurück. Er erkennt auch seine Reisetasche wieder, die in einer Ecke steht. Allerdings wurden von unbekannter Hand der Wohnraum verwüstet und die Wände mit Nazi-Schmierereien besprüht.

Die beiden BKA-Spezialisten finden bald heraus, dass die Journalistin Maja Jancic-Herzog, deren Familie die Hütte gehört, mit ihren bohrenden Fragen zu einem Massaker auf dem ,,Persmanhof" in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges einigen Dorfbewohnern heftig auf die Füße getreten ist. Und dass ihr Ehemann Richard Herzog eine Vermisstenanzeige erstattet hatte. Bei der Untersuchung des Kiesteiches im Steinbruch wird ein PKW geborgen. Im Laderaum liegt die tote Maja Jancic-Herzog - erschossen, offenbar aus nächster Nähe. Auf ihrem Laptop, der unter dem Reserverad versteckt war, ist zu sehen, wie weit sie mit ihrer Dokumentation gekommen war.

Besonders brisant: Die letzte Überlebende des schrecklichen Geschehens, Jozefa Karnicar, verrät der Filmemacherin, dass einer der am Massaker beteiligten Täter offenbar noch unbehelligt unter ihnen lebt. Immer mehr ist Moritz Eisner davon überzeugt, dass die Untersuchung dieser Gräueltat aus den Kriegstagen, wo eine Spezialeinheit von SS und Polizei zur sogenannten ,,Bandenbekämpfung" eine Bauernfamilie - darunter auch sieben Kinder - erschossen hatte, der Hintergrund für den Mord ist. Und dass viele Spuren in die rechte Szene führen. Heftig geraten der Sondermittler aus Wien und der Besitzer des Steinbruchs Franz Wiegele aneinander, der ganz offensichtlich einige Familien-Geheimnisse zu verbergen hat. Sein Sohn Toni wird zum Hauptverdächtigen, weil er sich am mutmaßlichen Tatort aufhielt, als der alkoholkranke Spezi mit gebrochenem Genick aufgefunden wird. Aus verschiedenen Reaktionen schließt Bibi Fellner, dass Moritz Eisner Maja Jancic-Herzog nicht nur schon seit langer Zeit kannte, sondern dass beide auch eine sehr persönliche Beziehung hatten. Hatte sie sich vielleicht bedroht gefühlt und ihn um Hilfe gerufen? Jetzt ist Bibi jedoch überzeugt, dass ihr Partner sich bei seinen Ermittlungen in eine Sackgasse verrannt hat. Weil er überall eine Verschwörung von ewig Gestrigen und Dorfbewohnern sieht.

Zutiefst beunruhigt durch die Ereignisse in Kärnten ist Ernst Rauter bereits auf dem Weg, um seinen Chefinspektor sofort abzuziehen, der sich ja eigentlich im Krankenstand befindet. Der will dieser Konfrontation ausweichen und sich deshalb von Majas Ehemann Richard Herzog im Auto zurück nach Wien mitnehmen lassen. Als Bibi Fellner durch Zufall in der Reisetasche aus der Hütte einen USB-Stick findet, hat sie plötzlich den Schlüssel zu dem Verbrechen in der Hand, der alles in eine völlig andere Richtung lenkt. Verzweifelt versucht sie, Moritz Eisner zu erreichen. Aber der kann nicht antworten, weil er durch die Höhenluft, die seine Verletzung verschlimmert, ohnmächtig geworden ist. Als er wieder zu sich kommt, steht er plötzlich völlig unerwartet vor der Lösung des Falls.


Besetzung:

Sonderermittler Moritz Eisner - Harald Krassnitzer
Major Bibi Fellner - Adele Neuhauser
Claudia Eisner - Tanja Raunig
Ernst Rauter - Hubert Kramar
Kriminaltechniker Stefan Slavik - Stefan Puntigam
Richard Herzog - Merab Ninidze
Franz Wiegele - Juergen Maurer
Anton Wiegele - Peter Mitterrutzner
Monika Wiegele - Margot Vuga
Toni Wiegele - Aaron Karl
Maja Jancic-Herzog - Bojana Golenac
Jozefa Karnicar - Stefka Drolc
Abteilungsinspektor Reinhard Matschnig - Peter Raffalt
Inspektor Josef Hudle - Christopher Ammann
"Spezi" - Gerhard Liebmann





Stab:

Assistent der Set-AL - Sabine Maier
Außenrequisite - Christian Haizinger
Baubühne - Lenz Zeiner
Beleuchter/Beleuchtungstechnik - Jakob Slavicek
Besetzung/Casting - Nicole Schmied
Best Boy - André Mayerhofer
Continuity - Rose Hackl
Digitaleffekte - Flo Lackner
Digitaleffekte - Matthias Mitter
Dolly - Franceso Lorusso
Erster Aufnahmeleiter - Daniel MJ Krause
Filmgeschäftsführung - Heidi Bierbaumer
Garderobe - Alexandra Trimmel
Kamera - Gero Lasnig
Kameraassistenz - Natascha Neulinger
Kameraassistenz - Reno Rieger
Kamerabühne - Francesco Lorusso
Kostümassistenz - Ines Österreicher
Kostüme/Kostümbild - Caterina Czepek
Maske/Maskenbildner - Birgit Beranek
Maske/Maskenbildner - Gerda Pichler
Musik/Filmkompositionen - Matthias Weber
Oberbeleuchter - Herbert Kohlhammer
Produktionsfahrer - Lois Gretzmacher
Produktionsfahrer - Julian Miftari
Produktionskoordination - Henrike Grausgruber
Produktionsleitung - Robert Opratko
Produzent - Klaus Graf
Regieassistenz - Fritz Noltmann
Requisite - Börries Sarbo
Schnitt - Cordola Werner
Set-Aufnahmeleitung - Joachim Flich
Sounddesign - Andreas Biegler
Standfotografie - Toni Muhr
Stunts - Tissi Brandhofer
Szenenbild - Bertram Reiter
Ton/Filmtonassistenz - Philipp Schrems
Ton/Filmtonassistenz - Christian Widerin
Ton/Filmtonmeister - Dietmar Zuson
Tonmischung - Martin Löcker
Videooperator - Jessica Lopez




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