Zur Startseite tatort-fundus.de
Heute ist der: 12.11.2018. --> Bis heute wurden 1084 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Die Drehorte von "Eine Handvoll Paradies"

Schöne Landschaften entlang der Saar, alte Industrieanlagen wie auch Ausflüge nach Frankreich sind nur einige der Aspekte, die die Drehorte der SR-TATORTe auszeichnen. Timo Bredehöft war im Saarland unterwegs, um die Drehorte der SR-Folgen zu dokumentieren. Den Beginn macht der neuste Fall "Eine Handvoll Paradies", der unter anderem in Homburg-Jägersburg, Sulzbach und Luisenthal entstanden ist. Das Drehort-Special wird in den kommenden Wochen fortgesetzt mit Drehortinfos zu allen bisherigen 32 SR-TATORTen.

Der 2. Fall des neuen Teams Stellbrink und Marx, Eine Handvoll Paradies, wurde vom 05.07. - 31.08.2012 gemeinsam mit dem Einstiegsfall Melinda gedreht. Im Folgenden werden die Drehorte des Films in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Film vorgestellt.

Als Clubheim der Rocker-Gang "Dark Dogs" wurde der alte Bahnhof in Homburg-Jägersburg inszeniert. Seit 1981 der Personenverkehrs der Glantalbahn zwischen Homburg und Glan-Münchweiler eingestellt wurde, ist auch das Bahnhofsgbäude ungenutzt. Zurzeit ist das Betreten des gesamten Geländes wegen Einsturzgefahr verboten.

Das Bahnhofsgebäude ist am Ende der Bahnhofstraße in Homburg-Jägersburg zu finden, keine 300 Meter von der Grenze nach Rheinland-Pfalz entfernt.
Horst Jordan präsentiert Ermittlungsergebnisse auf einer Karte.

Im Film wird als Standort des Clubheims eine ganz andere Stelle angegeben: Laut der Karte auf Jordans Bildschirm würde es im Südosten von Saarbrücken in einem Industriegebiet liegen. Während es die auf der Karte sichtbaren Stadtteile Neuscheidt und Stahlhammer (als alte Bezeichnung des Ortsteils Schafbrücke) tatsächlich gibt, ist der Stadtteil Haldenberg erfunden. Bereits im TATORT Verschleppt spielten Teile der Handlung in diesem fiktiven Stadtteil. Tatsächlich befindet sich an dieser Stelle auf der Karte der Halberg, auf dem der SR seinen Hauptsitz hat.

Das Präsidium befindet sich in einem Gebäude, welches früher der Ausstellungsraum einer Keramikfabrik war. Der Drehort befindet sich zwischen Liebergallshaus und Korziliusweg in Sulzbach.

Da das Gebäude auf Privatgelände liegt, kann hier nur ein Vergleichsfoto der Rückseite angeboten werden. Bild: T. Bredehöft

Das Haus, in dem Tim Rowert und Taya wohnen, befindet sich in der Saarstraße in Völklingen. Der gegenüberliegende Gasometer gehört zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte und diente der Speicherung von Gichtgas, was ein Abfallprodukt der Hochöfen darstellte.

Das Haus, in dem Tim Rowert und Taya wohnen. Bild: T. Bredehöft
Der Gasometer oder auch Scheibengasbehälter der Völklinger Hütte. Bild: T. Bredehöft

Was im Film "Weber's Reifendienst" heißt, ist tatsächlich ein Reifendienst und zwar der "Burbacher Reifendienst" in der Jakobstraße in Saarbrücken-Burbach.

Der Reifendienst, der im Film von Paul Weber betrieben wird. Bild: T. Bredehöft

Das Bordell "Golden Gate" aus dem Film ist in der Realität ein gewöhnliches Wohnhaus und befindet sich in der Poststraße in Brebach. Am Ende der Straße liegen hinter einer Mauer stillgelegte Bahngleise, von dieser Position aus beobachten Stellbrink und Marx das Geschehen.

Musste für den Film nur geringfügig geändert werden: Haus in Brebach. Bild: T. Bredehöft
Stillgelegte Bahngleise, die zurzeit demontiert werden. Bild: T. Bredehöft

Stellbrinks Wohnung ist so außergewöhnlich wie er selbst. Er wohnt in einer ausrangierten Wetterstation hoch über den Dächern von Saarbrücken. Der Glaskasten befindet sich auf dem Dach der Berufsschule Am Mügelsberg in Saarbrücken - die gleiche Schule, die als Drehort für Hilflos diente.

Das Vergleichsfoto ist von der gegenüberliegenden Seite aufgenommen. Bild: T. Bredehöft

Die schönen Landschaften, in denen die Rocker-Gang mit ihren Motorrädern unterwegs ist, liegen rund um die Senderanlage Felsberg-Berus, die sich zwischen Überherrn-Berus und Felsberg befindet. Der Langwellensender gehört der privaten, französischen Rundfunkgesellschaft Europe 1 und ist auch nur etwa 500 Meter von der französischen Grenze entfernt. Die Anlage umfasst 5 Gittermasten, die jeweils zwischen 200 und 300 Meter hoch sind und mehrfach kurz im Film zu sehen sind.

Die ersten Masten der Senderanlage Felsberg-Berus wurden 1954/55 errichtet. Bild: Legrand

Einige Szenen im Film spielen im fiktiven Saarbrücker "Badeparadies". Die Außenaufnahmen fanden auf dem Gelände der Grube Luisenthal statt, wo auch noch weitere Szenen gedreht wurden (siehe unten). Die Innenaufnahmen wurden im ehemaligen Saarbrücker Stadtbad gedreht. Das 1906 eröffnete Bad wurde 2001 geschlossen. Zurzeit werden umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, auf dem Gelände soll nun eine große Wohnanlage entstehen.

Da das Grubengelände nicht öffentlich zugänglich ist, konnte nur ein Foto aus der Distanz aufgenommen werden. Bild: T. Bredehöft
Das alte Stadtbad an der Ecke Richard-Wagner-Straße / Sulzbachstraße. Bild: T. Bredehöft

Die Grube Luisenthal dient danach erneut als Treffpunkt für Ermittler Stellbrink. In der Grube ereignete sich 1962 das schwerste Grubenunglück in der Geschichte der Bundesrepublik, bei dem 299 Bergleute starben. Bis 2005 wurde in der Grube noch Kohle gefördert. Wem der Förderturm bekannt vorkommt: Die Grube Luisenthal war bereits Drehort für die Außenaufnahmen des TATORTs Das schwarze Grab.

Der Eingangsbereich mit Pförtnerhäuschen. Bild: T. Bredehöft
Förderturm des Steinkohlebergwerks Luisenthal. Bild: T. Bredehöft

Was im Film als Schlacke bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit der Absinkweiher Frommersbachtal, der zur bereits zuvor genannten Grube Luisenthal gehörte. In den 1970er Jahren wurde dieser Weiher angelegt, um die Kohlenschlämme aus dem Bergwerk zu klären. Mittlerweile ist das Gelände rekultiviert.

Im Hintergrund zu sehen ist die Pfarrkirche St. Bonifatius in Püttlingen-Ritterstraße. Bild: T. Bredehöft
Im März ein ganz anderer Anblick als beim Dreh im August, aber dennoch der gleiche Drehort. Bild: T. Bredehöft

Der letzte Drehort des Films: ein Komplex leerstehender Hallen. Diese befinden sich in der Realität direkt gegenüber des Präsidiumsdrehorts zwischen Liebergallshaus und Korziliusweg in Sulzbach. Im Vorgängerfilm Melinda durfte Marx in den gleichen Hallen bereits ihre Schießübungen absolvieren.

In "Eine Handvoll Paradies" ein Treffpunkt der Rocker, in "Melinda" ein Platz für Schießübungen. Bild: SR
Da die Hallen wie der Präsidiumsdrehort auf Privatgelände liegen, hier nur ein Foto der Rückseite. Bild: T. Bredehöft
Timo Bredehöft


BITTE SPENDEN SIE!

Bitte unterstützen Sie das private Hobbyprojekt tatort-fundus.de! Wir freuen uns über jede Unterstützung und Anerkennung. Mit dem Geld werden primär die laufenden Kosten des Server- Betriebs beglichen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


TV-TERMINE
Alle anstehenden TV-Wiederholungen finden Sie übersichtlich gelistet

© tatort-fundus 1997 - 2018
Der Tatort-Fundus ist eine Webseite für Tatort-Fans

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung der Texte, BIlder und Daten nur mit Genehmigung des tatort-fundus

Sitemap | Impressum | Disclaimer |  Diskussionsforum RanglisteUnsere Datenschutzerklärung 

Alle inhaltlichen Fragen richten Sie bitte an frage(at)tatort-media.de 
Bei technischen Problemen bitte Nachricht an webmaster(at)tatort-media.de
Diese Website nutzt das Content-Management-System TYPO3