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Macht und Ohnmacht

Carlos Comeback

Im Oktober 2007 war's, da quittierte Carlo Menzinger den Dienst bei der Münchner Kriminalpolizei. Lust hatte er ohnehin längst keine mehr, in dem "Scheißjob" zu malochen. Aber so richtig leicht gemacht wurde ihm das Ende durch ein Millionenerbe - woraufhin Carlo vom TATORT weg in die Sonne nach Thailand verschwand. Jetzt hat Michael Fitz als Carlo Menzinger ein kleines Comeback.

Carlo Menzinger und die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic. Bild: BR/Hagen Keller

In Macht und Ohnmacht kehrt Carlo zurück - nicht als Kommissar Menzinger, sondern als reicher Privatier. Eigentlich will er in München nur eine Urkunde abholen. Aber dann gerät er mir nichts, dir nichts, mitten hinein in lauter Polizistenmorde, der Carlo.

Eigentlich will Menzinger ja bloß eine Geburtsurkunde in München holen, weil er doch heiraten will im Fernen Osten. Und dann besucht er auch noch einen alten Freund von der uniformierten Polizei, den er als Trauzeugen zur Hochzeit einladen will. Doch der, Matteo Lechner, von Haus aus ein wahrhaft guter Mensch, ist offensichtlich in lauter Intrigen verstrickt. Auf seiner Dienststelle geht es drunter und drüber. Nicht nur, dass es im Außendienst Tote gibt, auch in der Umkleide, wo man ganz viele Polizisten ausgiebig im Adamskostüm bewundern kann, gibt sich einer vor allen anderen die Kugel - offensichtlich überfordert vom Dienst.

Joachim Bentele und Martina Bentele. Bild: BR/Hagen Keller

Fast hätten unter diesen Umständen die alten Kollegen vom Kommissariat, Leitmayr und Batic, vergebens auf Carlo gewartet, bis er dann doch noch als "Fata Morgana" vor ihnen steht. Auf eine Einladung zur Hochzeit in Thailand hoffen sie allerdings vergebens - so groß, gibt Carlo grinsend zu verstehen, war die alte Freundschaft dann eben doch nicht. Carlo war bekanntlich damals immer mal wieder der Mann fürs Grobe.

Ein gemütlicher "Leberkäs'-Krimi" sollte das Wiedersehen mit Carlo Menzinger nicht werden, wie sie überhaupt letztens in München auf ganz ungewöhnliche Fälle versessen sind. Eigentlich schade, weil die Sprachspielchen im Münchner Kommissariat nun einmal die schönsten sind. Auch jetzt noch zählt die Frotzelei über mancher Leiche (Batic: "Ich mag meinen Beruf!") zum Besten. Vieles aber wirkt diesmal überladen. So recht werden Wut und Trauer zwischen Erpressung, Selbstmord und Totschlag nicht plausibel.

Gemeinsame Ermittlungen. Bild: BR/Hagen Keller

Was passiert, wenn mit unrechten Mitteln für Gerechtigkeit gekämpft wird? - Das sollte das hoch gesteckte Thema dieses TATORTs sein. Leider verließen sich Regie und Drehbuch keineswegs auf diesen roten Faden. Viel Aktionismus anstelle von sauberer Logik, Großaufnahmen und tiefgründig verwackelte E-Kamera. Dabei wäre es angesichts der gerade grassierenden polizeilichen Exzesse von München bis Rosenheim an der Zeit, im TATORT einmal ausführlicher auf interne polizeiliche Mängel einzugehen. - Im wahren Leben, so hört man, übernimmt jetzt die interne Ermittlung das LKA. Schlechte Zeiten für unsere Kommissare - und auch für den Leberkäs'.

Wilfried Geldner - Teleschau Mediendienst
 


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