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Heute ist der: 26.08.2019. --> Bis heute wurden 1114 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Dinge, die noch zu tun sind

Ritter, Stark und die zarte Harte von der Drogenfahndung

Wenn man es sehr genau nimmt, passt das Motto "Leben mit dem Tod" eigentlich zu jedem TATORT. Doch dieser spezielle RBB-Fall wurde eigens für die ARD-Themenwoche in Auftrag gegeben, weil er sich noch einmal klar auf anderer Ebene mit dem Tabu-Thema Sterben auseinandersetzt. Ina Weisse, die kürzlich mit dem Deutschen Fernsehpreis für "Das Ende einer Nacht" ausgezeichnet wurde, steht im Mittelpunkt der Geschichte: in einer attraktiven Rolle als Drogenfahnderin und alleinerziehende Mutter. Sie ist diesmal die Dritte im Bunde, gemeinsam mit Ritter und Stark hat sie einen Mord im Dealer-Milieu aufzuklären. Und erst allmählich zeigt sich, wie taff die Frau, die schwer an einem Geheimnis trägt, wirklich ist. Spannend von der ersten bis zur buchstäblich letzten Sekunde ist "Dinge, die noch zu tun sind". - Also nicht zu früh abschalten!

Gerhard wurde ermordet, Drogenfahnderin Mainhard und die Kommissare Ritter und Stark sind am Tatort eingetroffen.´© rbb/Volker Roloff

Ein Mann liegt keuchend in seiner dunklen Wohnung. Er schwitzt, er hat Todesangst. Ein anderer huscht völlig ungerührt durch den Raum, reicht dem Todgeweihten wie beiläufig das Telefon, bei dem er den Notruf schon gewählt hat. Der Sterbende fleht um "nur noch ein bisschen" Lebenszeit.

Melissa Mainhard hat sich bereits damit abgefunden, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie wechselt regelmäßig die Morphium-Pflaster, hortet Geschenke für ihre beiden ahnungslosen pubertierenden Töchter, geht zum Dienst. Unter ihrer Schreibtischauflage versteckt sie die Liste, die diesem TATORT den Titel gibt: "Dinge, die noch zu tun sind". Die Frau hat Krebs im Endstadium.

Melissas Tochter Anny hat Liebeskummer. © rbb/Volker Roloff

Mainhard fordert im Fall des toten Dealers Christoph Gerhard die Kollegen von der Mordkommission zur Verstärkung an. Denn in der Wohnung der Leiche findet sich neben einem Labor zur Herstellung der Szene-Droge "Heaven" auch ein Hinweis darauf, dass der Computer des Opfers samt der Rezeptur gestohlen wurde: ein handfestes Tatmotiv. Gerhard hat die synthetische Droge erfolgreich, als Haarfärbemittel getarnt, übers Internet verkauft, speziell an Jugendliche.

Melissa und Ritter kommen sich näher. © rbb/Volker Roloff

Testosteron-Till kann eigentlich gar nicht anders, als sein Herz an die ebenso zarte wie harte Kollegin zu verlieren. Aber es ist ja alles kompliziert. Wie sich obendrein herausstellt, ist einer der Hauptverdächtigen - der schlaue, aber drogensüchtige Jüngling Tom Hartmann - der Freund von Anny, Melissas Tochter, die gerade leidenschaftlich gegen die Mutter rebelliert ... Die Ermittlerin kämpft wirklich an allen Fronten. Wie sie mit sich, ihren Kindern, ihrer Situation umgeht, beschäftigt beim Zuschauen deutlich mehr als die Frage, welcher der Junkies oder gewissenlosen Dealer nun der Mörder ist. Bei der vielleicht etwas chaotisch anmutenden, aber raffiniert konstruierten Geschichte drängen sich ganz andere Fragen auf: Wie würde ich mich in dieser Situation verhalten? Und: Gelten im Angesicht des Todes andere Gesetze?

Petra Esselmann - Teleschau Mediendienst


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