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Heute ist der: 08.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Der Polizistinnenmörder

Klara Blum schießt scharf

Es geht zur Sache: Kommissarin Klara Blum ist mit ihrem Kollegen aus der Schweiz und einem Gefangenen auf der Flucht durch die verschneite Bodenseelandschaft!

Die Schweizer Kollegen Bachofen (Martin Rapold) und Flückiger (Stefan Gubser) wollen dafür sorgen, dass Klara Blum (Eva Mattes) ihren Häftling sicher nach Konstanz bringen kann. © SWR/ Peter A. Schmidt,

Was hat man denen denn in ihren Müller-Thurgau gekippt? Wirklich kaum zu fassen, was für einen spektakulären Adrenalin-Krimi die Macher des SWR-TATORT gemeinsam mit ihren Kollegen vom Schweizer Fernsehen hier auftischen. "Der Polizistinnenmörder" ist kein schweres Problemstoffdrama und erst recht kein verkünstelt-melancholisches Rührstück, sondern ein rasanter Kriminalfall - mit allem, was dazugehört. Am und auf dem sonst so idyllischen Bodensee geht's rund wie nie, jede Menge Action, wilde Verfolgungsjagden, Schießereien und spannender Show-down inklusive. Mitunter fast absurd, was die arme Kommissarin Klara Blum n diesem Roadmovie zwischen Konstanz, Singen und Schaffhausen alles durchstehen muss. Aber Unterhaltung darf ruhig mal richtig auf die Kacke hauen.  

Fulminante Bootsverfolgung

"Wenn wir schon einen See in der Nähe haben, sollten wir den doch auch nutzen", hat sich Regisseur Florian Froschmayer gesagt und legt deshalb gleich mal mit einer fulminanten Bootsverfolgung los. Man merkt, der Mann hat unter anderem schon für die "Küstenwache" gearbeitet. Die Polizei, das SEK im vollen Gerödel, ist angerückt, um einen Waffenschieber in seiner Seevilla festzunehmen, doch Meiners gelingt in letzter Sekunde die Flucht via Motorboot - Kollateralschaden ist eine tote Polizistin, die dem Verbrecher offenbar im Weg stand.

Um Kontakt zu Meiners' Tochter Sabrina (Alissa Jung) zu bekommen, griff Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) zu einem schmerzhaften Trick. © SWR/ Peter Hollenbach

"Der Polizistinnenmörder" beginnt hart, nimmt aber viel zu flott Fahrt auf, um richtig an die Nieren zu gehen. Hier zählt das Spektakel, die Spannung, keine Zeit für Ergriffenheit. Die junge Polizistin (aus nächster Nähe in die Halsschlagader getroffen) ist schnell abgehakt. Es geht zu Wasser und zu Lande den Gangstern hinterher.

Maulwurf bei der Polizei

Klara Blum kooperiert bei der Verfolgung mit ihrem Schweizer Kollegen Reto Flückiger, einem charmanten Ermittler, der auch privat ganz gut zur Konstanzer Kommissarin passen könnte, und tatsächlich werden sie Meiners' recht bald habhaft. Doch der Mann hat Helfer, die vor nichts zurückschrecken, und vor allem scheinen diese Leute den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Offenbar gibt es einen Maulwurf in den Reihen der Polizei ...

Reto Flückiger (Stefan Gubser, links) will Klara Blum (Eva Mattes) ihren Verdächtigen nicht ausliefern. Er braucht ihn als Zeugen gegen einen Schweizer Waffenhändler, den er mit Hilfe des Schaffhauser Kollegen Bachofen (Martin Rapold, rechts) überführen will. © SWR/Peter Hollenbach

Flückiger, Klara Blum und ihr Gefangener Meiners, der sich nun vor seinen eigenen Freunden fürchten muss, sind alsbald selbst auf der Flucht. Als plötzlich zusammengeschweißtes Trio Infernale, als eine Schicksalsgemeinschaft - erst im Wagen, und nach einem schweren Unfall weiter zu Fuß durch verschneite Wälder.

Im Konstanzer Revier ist währenddessen Kai Perlmann mit den eigentlichen Ermittlungen beschäftigt. Wie konnte der Mörder so nah an die junge Polizistin herankommen? Hat sie den Täter gekannt? Und wer ist der korrupte Verbindungsmann zu Meiners' Schergen? Schließlich ist es Meiners' Tochter Sabrina, die entscheidende Hinweise geben kann. Mit hübschen Frauen kommt Perlmann ja seit jeher gut zurecht ...

Starke Darsteller, hohes Tempo, stimmige Geschichte

Der Krimi gefällt in jeder Hinsicht, auch wenn einige Male hoffnungslos überzogen wird und die Verfolger sich mitunter ungeschickter anstellen als die Olsenbande. Gekonnt, wie das winterliche Grau der Umgebung mit tollen Landschaftsaufnahmen eingebunden wird. Auch der Ansatz, die Deutsch-Schweizer Befindlichkeiten mit ein wenig Humor auszuloten, hat Charme. Am besten aber sind all die wilden Schießereien und Actionszenen. Überraschung geglückt!

Frank Rauscher, Teleschau-Mediendienst


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