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Heute ist der: 12.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

?Ich liebe es, in diesem Rhythmus zu arbeiten,
denn Schauspiel findet ja nicht nur im Gesicht statt.?

Gesrpäch mit Mehmet Kurtulus

Bild: NDR/ George Pauly

?Häuserkampf? zeigt Cenk Batu in seinem zweiten Fall als Verdeckter Ermittler. Haben Sie sich gut in die Rolle eingelebt? Wie geht es Ihnen damit?

Danke. Es läuft ganz toll. Wir können uns über Langeweile wahrlich nicht beklagen. Es ist nun mal keine Frage von Routine, sondern Neugierde, die mich reizt und fordert. ?Häuserkampf? bietet da die richtige Portion Abwechslung.

Diesmal wird Batu in eine Spezialeinheit der Polizei, das SEK, eingeschleust. Wo liegen Ihrer Ansicht nach die Qualitäten des zugrundeliegenden Drehbuchs?

Was mich an ?Häuserkampf? so begeistert, ist, dass im Rahmen einer Schnitzeljagd durch Hamburg Zeitdruck und Ortswechsel mit einem tödlichen Kombinationsspiel verschmelzen. Das klingt doch richtig spannend. Dazu kommt die Brisanz des Themas, denn diesmal ermitteln wir in den eigenen Reihen.

Bild: NDR/ George Pauly

Zur Vorbereitung auf Ihre Figur als VE haben Sie, wie berichtet, an einer speziellen Polizeischulung teilnehmen können. Gab es im vorliegenden Fall auch direkte vorbereitende Kontakte zu Profis vom SEK?

Es gab auch diesmal eine Fachberatung, die ich durch Dokumentationen über das SEK anreichern konnte. Ich muss aber sagen, dass der Schwerpunkt der Vorbereitung auf ?Häuserkampf? eher auf der körperlichen Fitness lag. Das Tempo ist ja ziemlich hoch.

Cenk Batus Arbeit verlangt neben vielen anderen Dingen häufig einen hohen körperlichen Einsatz. Macht Ihnen diese physisch fordernde Arbeit Spaß oder führt sie manchmal auch an Grenzen heran?

Bild: NDR/ George Pauly

Natürlich kam ich auch an meine Grenzen, da im Laufe eines Drehtages mehrere Szenen mit hohem körperlichen Einsatz zu meinem Pensum gehörten ? Und das Schönste dabei: Am nächsten Tag ging es wieder weiter. Ich liebe es, in diesem Rhythmus zu arbeiten, denn Schauspiel findet ja nicht nur im Gesicht statt. ?Häuserkampf? hat uns allen doch einiges abgefordert. Hinzu kamen natürlich auch die klimatischen Bedingungen, unter denen der Film entstand.

So eine Szene im Lüftungsschacht zum Beispiel wird nicht angenehm gewesen sein ?

Zum Beispiel. Das war eine andere Form von Beanspruchung. Hier war es die Enge, die Hitze und die Ausrüstung. Die Situation im Lüftungsschacht hat es mir nicht erlaubt, mir kurz die Beine zu vertreten, denn dies war immer mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.

Bild: NDR/ George Pauly

Der Fall nimmt eine überraschende Wendung, als Batu begreift, dass die Familie eines SEK-Kollegen in Lebensgefahr schwebt. Er beschließt spontan, hier Schaden abzuwenden ? und gefährdet damit seinen ursprünglichen Auftrag. Was leitet ihn hier?

Sein Instinkt. Es ist wieder typisch für Batu, dass er sich bei den Ermittlungen von seinem Bauchgefühl beeinflussen lässt und somit den Fokus verschiebt. Augenscheinlich missfällt es seinem Chef, aber das ist er ja gewohnt. Batus Priorität liegt hier ganz klar darin, die Familie zu retten, denn etwaige Zusammenhänge erschließen sich auch für ihn erst im Nachhinein.

Wann immer Batu in eine falsche Identität schlüpft, besteht die Gefahr, dass sich zwischen ihm und den Menschen, denen er als VE begegnet, eine echte emotionale Bindung herstellt, dass er Loyalität empfindet, Sympathie, Freundschaft oder sogar mehr. Wie meistert er diesen gefährlichen Konflikt?

Batu muss sich selbst gegenüber ehrlich bleiben. Sympathie und Freundschaft sind tatsächlich eine ganz heikle Sache, vor allem wenn auch Kinder involviert sind. Er ist zwar Polizist, an erster Stelle jedoch Mensch. Das begründet seine manchmal eigenwilligen Entscheidungen, instinktiv zu handeln und doch im Rahmen des Gesetzes zu bleiben.

Bild: NDR/ George Pauly

Obwohl der VE scheinbar von seinem Auftrag abdriftet, kommt er auf diesem Weg letztlich doch auch dem Hintermann der illegalen SEK-Machenschaften auf die Spur. Auch dies ein Beispiel für Batus Instinktsicherheit?

Von einer Instinktsicherheit kann man nur sehr schwer sprechen, denn ob und wann er seinem Instinkt vertrauen kann, ist mit Sicherheit nicht zu bestimmen. Batu kann sich nicht aller Konsequenzen seiner Vorgehensweise bewusst sein. Fragen Sie da mal seinen Chef. Das Einzige, was man mit Sicherheit sagen kann, ist, dass er das tut, was er in diesem Moment für richtig hält. Dem Rest muss er mit kriminalistischem Scharfsinn begegnen.

Cenk Batu wechselt in rasantem Tempo zwischen seiner Identität als VE und seiner Scheinidentität als SEK-Beamter hin und her und schlüpft zwischenzeitlich zusätzlich noch in die Rolle des Kollegen Lars Jansen. Eine darstellerische Herausforderung ? oder nehmen Sie auch das eher sportlich?

Bild: NDR/ George Pauly

Solange Batu nicht durcheinanderkommt, ist alles in Butter. Es ist das verflixte Kombinationsspiel, das ihn viel mehr herausfordert. Wir können nur lächeln und winken, Männer.

Verraten Sie uns, in welchem Milieu wir Cenk Batu das nächste Mal begegnen?

Leider liegt die Akte bei meinem Chef. 

NDR-Pressemappe



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