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Heute ist der: 23.10.2019. --> Bis heute wurden 1119 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Es wird ernst ...

Überraschung! Ein neuer TATORT aus Münster und nichts, oder fast nichts, ist komisch. Humor bleibt diesmal außen vor. Eine neue Note bei diesem WDR-Beitrag für die Krimireihe, die spürbar gut tut.

Pressekonferenz mit Thiel, Staatsanwältin Klemm und Prof. Boerne, Bild: WDR/Uwe Stratmann
Bisweilen trieben es die Macher doch ein bisschen weit in ihrer heiteren Darstellung der ungewöhnlichen Beziehung zwischen Kommissar Thiel und dem Gerichtsmediziner Boerne. "Wolfsstunde" jedoch ist nicht komödiantisch. Das Thema hätte das ohnehin nicht zugelassen. Es geht um Vergewaltigungen.

Herb, aber nicht voyeuristisch wird sie dargestellt - die grausame Tat, der eine junge Jura-Studentin zum Opfer fällt. Die Stadt Münster ist in Angst, die Presse fragt nervös nach. Ist ein Serientäter unterwegs? Kommissar Thiel glaubt das von Anfang an, zumal er auf einen weiteren Fall aufmerksam wird, der sich vor einem halben Jahr nach ähnlichem Muster ereignete. Die Einbruchspuren am Fenster gleichen sich.
Nadeshda Krusenstern steht zwischen den Interessen ihres Chefs Frank Thiel und Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, Bild: WDR/Uwe Stratmann

Intelligentes Drehbuch

Doch das Opfer von damals, Anna Schäfer, schweigt beharrlich. Sie gibt vor, es habe sich nur um einen Einbruch gehandelt. Sie selbst sei gar nicht daheim gewesen. Doch Thiel hat Zweifel, nähert sich langsam, etwas tollpatschig und hilflos, ihrer Seele an. Und irgendwann gesteht sie ihm, was wirklich geschah. Doch dann führt das intelligente Drehbuch von Marc Blöbaum und Kilian Riedhof den Zuschauer wieder auf eine neue Fährte. Es entstehen Zweifel an Annas Schilderungen. Boerne meint gar, eine psychische Erkrankung festzustellen. Zumal sie immer wieder die Kontrolle über sich verliert und zu fantasieren beginnt.
Sascha Kröger findet die junge Frau sympathisch, Bild: WDR/Uwe Stratmann

War es der Ex-Freund der Toten?

Irgendwann ist Thiel alleine mit seiner Annahme, es handele sich um einen Serientäter. Denn sowohl Boerne als auch die Staatsanwältin sind sich sicher, dass der Ex-Freund der Toten, André Pütz, der Täter ist, zumal er sich einer Verhaftung entzieht und sofort die Flucht ergreift. Über weite Strecken ist dieser TATORT eher Psychodrama und Thriller denn Kriminalfilm. Unkonventionell erzählt, unkonventionell gespielt. Die Spannung entsteht vor allem aus der Charakterzeichnung der Figuren, zuvorderst die der jungen Anna, die gegen ihre Erinnerungen anzukämpfen versucht. Schade nur, dass am Ende alles doch allzu berechenbar in einen klassischen Showdown mündet.

Kai-Oliver Derks (_teleschau - der mediendienst)


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