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Heute ist der: 09.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Paukenschlag in der TATORT-Familie"

Quotenmeter.de meint: Der neue Hamburg-TATORT ist "auf jeden Fall sehenswert!":

Mit der Dynamik einhergehend wird eine stetige Spannung erzeugt, da Batu nicht als Kommissar offiziell ermittelt, sondern im Dienste der Kriminellen steht. Somit ist er Teil der kriminellen Machenschaften und dichter am Fall als ein normaler Ermittler. Die Handlung wirkt flexibler, das Leben im türkischen Viertel authentisch, die Schicksale einzelner Personen können ohne großartige Verrenkungen herausgestellt werden. Hier punktet der Film vor allem mit Liebe zum Detail und schönen Städteaufnahmen rund um Hamburg. (...) Auf jeden Fall sehenswert!

"Beim Fernsehen ist der Schauwert die halbe Miete", schreibt Frank Kober in der Märkischen Allgemeinen:

Thorsten Wettcke und Christoph Silber (Buch) lehnen sich mit ihrem neuen Kommissar (...) sehr weit aus dem Fenster. (...) Wettcke und Silber überzeichnen ihren neuen Kommissar gewaltig. Und ihre Figur ließe sich deshalb leicht als Superman abwatschen, der mit der TATORT-Realität nur wenig am Hut hat. Doch nicht mit Mehmet Kurtulus in dieser Rolle. Denn der schafft es mit einer Leichtigkeit, alle Vorurteile und Bedenken zu zerstreuen, ja, zu pulverisieren, dass wir uns nur die Augen reiben können. (...)

Regisseur Richard Huber sei Dank. Er schickt seinen neuen Star mit viel Fingerspitzengefühl in die Spur, gibt ihm Raum für Zwischentöne und besinnliche Momente. Und da sein Held auch noch klasse aussieht, umso besser. Beim Fernsehen ist der Schauwert schließlich die halbe Miete. Den Rest muss sich das neue Team jetzt erarbeiten.

Heute Abend gelingt das schon mal wunderbar. Hamburg meldet sich mit einem Paukenschlag in der TATORT-Familie zurück.

"So spannend war es am Hamburger TATORT schon lange nicht mehr", schreibt TV Spielfilm:

Ein Viertelstündchen lang wird ein einsamer Wolf in kaltem Licht präsentiert, dann siegt die Story über Pose und unterkühlten Look. Ohne Vertun geht?s in einen überzeugend gebauten Fall, und der harte Hund zeigt menschliche Wärme. So spannend war es am Hamburger TATORT schon lange nicht mehr.

Kein Highlight war der TATORT dagegen für Judith von Sternburg:

Der Titel "Auf der Sonnenseite" bekommt im Laufe des Abends einen zynischen Anstrich. Man vibriert nicht gerade vor Spannung, ist aber interessiert.

"Auf den Krimi "Auf der Sonnenseite" fallen keine Schatten", meint Jürgen Overkott auf DerWesten.de:

Wie Batu ermittelt, erleben die Zuschauer beinahe hautnah mit. Sie wissen genau so viel wie der weltgewandte Ermittler. Regisseur Richard Huber will damit erreichen, dass sie sich mit dem neuen TATORT-Gesicht identifizieren. Seine Gefahr ist ihre Gefahr. (...)

Stets bewahrt Kurtulus die Nerven. Dennoch wirkt er niemals kalt wie eine Marmor-Statue. Im Gegenteil: Als der türkische Junge ermordet wird, rinnt eine Träne über sein Gesicht.

Noch mehr Emotionalität darf Aykut Kayacik als väterlicher Verbrecher zeigen. Als er die Todesnachricht erhält, rastet er in seinem Restaurant aus. Selten zuvor war Verzweiflung im Fernsehen so sichtbar. Selten zuvor verlieh ein Schauspieler einem eiskalten Gangster eine so menschliche Seite. Multi-Kulti-Seeligkeit wie Klischees fehlen. Auf den Krimi "Auf der Sonnenseite", wie Kurtulus' erster Fall heißt, fallen keine Schatten.

Über "einen ganz neuen TATORT" schreibt Klaudia Wick in der Berliner Zeitung:

Die Drehbuchautoren Thorsten Wettcke und Christoph Silber entwarfen ihre Figur quer zu allen gängigen TATORT-Standards (...)

Nie weiß der Zuschauer mehr als Cenk, nie blickt der Film aus einer anderen Warte auf das Geschehen. Im Gegenteil: Wenn es eng wird, schaut sich die Kamera zitternd um, wird der Schnitt von Knut Hake fahrig. Was in schlechten Filmen nur der hilflose Versuch ist, Spannung zu behaupten, ist hier Ästhetik. Und auch das Hamburg dieses Films sieht sehr anders und unverbraucht aus. Ein ganz neuer TATORT eben.

Ein begeisterter Christian Buß schreibt im "Spiegel":

Als erstem türkischen Ermittler in der Traditionsreihe gelingt es Mehmet Kurtulus, durch einen multiethnischen Ballungsraum zu führen, in dem die üblichen, gerade im TV gepflegten Milieuzuschreibungen schon lange nicht mehr funktionieren. Dönerläden sind hier Kiez-Folklore und Multikulti-Fassade, die richtigen Geschäfte werden woanders gemacht.

"Ungewohnte TATORT-Bilder" sieht digitalfernsehen.de:

Schnelle Schnitte und der dynamische Ermittler, attraktiver Single und extrem cool wie James Bond, sorgen für ungewohnte TATORT-Bilder.

Über einen "erfrischenden, bisweilen bitteren, aber nie humorlosen Realismus im neuen NDR-TATORT", schreibt Rainer Braun in der taz:

Wie sich die Angelegenheit entwickelt, nimmt sich am Bildschirm sehr ansehnlich aus. Das liegt zum einen daran, dass die Autoren Thorsten Wettcke und Christoph Silber ihrem einsamen Ermittler und seinem Vorgesetzten Uwe Kohnau (Peter Jordan) eine stimmige wie spannende Geschichte auf den Leib geschrieben haben, für die Regisseur Richard Huber das angemessene Erzähltempo und atmosphärisch dichte Bilder findet. (...)

Hinzu kommt, dass Wettcke und Silber in der Komposition ihres TATORTs um falsche Träume und falsche Produkte der Versuchung widerstanden haben, die Multikulti-Karte zu spielen:
Außergewöhnlich ist an Hauptkommissar Cenk Batu eher sein Job als verdeckter Ermittler - weniger sein Migrationshintergrund. Was nicht heißt, dass manche seiner Kollegen dies genauso abgeklärt sehen.

Auch in dieser Hinsicht zieht ein erfrischender, bisweilen bitterer, aber nie humorloser Realismus in den NDR-TATORT ein.

TV Movie gratuliert zum coolsten aller TATORT-Ermittler:

Glückwunsch: Hamburg hat mit ihm den coolsten aller TATORT-Ermittler! (...)

Im ersten Fall erscheint die Story zwar noch etwas überladen, aber das überraschende Finale versöhnt damit.

Sonja Pohlmann glaubt, dass der Krimiklassiker aufgewirbelt wird:

Wenn Mehmet Kurtulus heute zum ersten Mal in "Auf der Sonnenseite" als neuer Hamburger TATORT-Kommissar Batu zu sehen ist, wird schnell klar, dass er den Krimiklassiker kräftig aufwirbeln wird. Es gibt kein Präsidium, keinen Pathologen, keine Spurensicherung, kein Auto, mit dem er zum Tatort fährt. Noch nicht einmal einen Partner hat er an seiner Seite ? Cenk Batu geht als Solist auf Verbrecherjagd. (...)

Richard Huber zeigt Hamburg in seiner Vielfältigkeit, von der Hafencity über den Kiez bis hin nach Wilhelmsburg und in die hübschen Villenviertel.

Zusammenstellung: Tobias Berger



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