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Heute ist der: 07.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Die Arbeit 'undercover' bewegt sich immer ein bisschen am Rand der Legalität"

Gespräch mit Peter Jordan

Uwe Kohnau vertraut Cenk Batu einen neuen Fall an, Bild: NDR/Georges Pauly
Herr Jordan, nach Auftritten im Hannoveraner und im Kieler TATORT finden Sie nun einen festen Platz an der Seite des neuen Hamburger TATORT-Kommissars Cenk Batu ? erzählen Sie uns, wie es dazu kam.

Jemand vom Sender rief mich an und fragte, ob ich den Job machen würde. Da habe ich nicht lange überlegt. So ein Angebot bekommt man ja nicht alle Tage.

Cenk Batu ist verdeckter Ermittler und Sie sind Uwe Kohnau, sein VE-Führer. Beides Jobs, die im Verborgenen erledigt werden. Wo liegt in Ihren Augen der Reiz dieses neuen Ansatzes?

Das ?Verborgene? kann überall sein. Und sich immer wieder in eine verdeckte Welt einzuschmuggeln, bietet den Ansatz für viele neue Locations und viele neue Kollegen. Das macht die Sache abwechslungsreich. Die Arbeit ?undercover? bewegt sich immer ein bisschen am Rand der Legalität. Die Frage, wie weit man gehen kann, um in einem Fall sein Ziel zu erreichen, ist sehr spannend.

Die Aufgaben sind klar verteilt, Kohnau ist Batus Vorgesetzter. Gleichzeitig muss er sich häufig mit der Rolle des Zuschauers abfinden. Wie muss man beschaffen sein, um das auszuhalten?

Uwe Kohnau ist unauffällig, diszipliniert, verantwortungsbewusst, geduldig, beherrscht und manchmal ein bisschen neidisch. Das kommt mir alles sehr entgegen. Vor allem Letzteres.

Charakterlich könnten Cenk Batu und Uwe Kohnau kaum unterschiedlicher sein. Das verspricht, spannend zu werden. Wie würden Sie das Verhältnis der beiden zueinander charakterisieren?

Hoffentlich fruchtbar. Gerade diese Unterschiedlichkeit macht den Erfolg eines Teams aus. Ich hoffe, die beiden mögen sich. Auf jeden Fall sind sie aufeinander angewiesen. Das Private darf in einem solchen Arbeitsverhältnis keine Rolle spielen, um keine Schwachstellen in der Deckung entstehen zu lassen, aber Sorgen macht man sich trotzdem. Das wiederum darf man dem Ermittler gegenüber nicht zeigen, um ihn nicht zu verunsichern. Ziemlich kompliziert.

Batu agiert unter falscher Identität; die Treffen zwischen ihm und Kohnau ? Ihre Auftritte ? sind meist recht kurz und müssen unauffällig wirken. Dennoch gelingt es Ihnen, eine sympathische, facettenreiche Figur erkennbar zu machen. Eine darstellerische Herausforderung?

Das ist es immer. Aber im Gegensatz zu Cenk Batu habe ich da noch leichtes Spiel. Ihm gegenüber muss ich mich ja nicht verstellen. Ich habe mal einen Bericht über die SAS (Sondereinsatzkommando der britischen Streitkräfte) gelesen, in dem betont wurde, wie durchschnittlich und alltäglich alles abzulaufen und auszusehen hat, um unauffällig zu bleiben. Im Grunde ist das der Hauptansatz der Figur.

Cenk Batu und Uwe Kohnau, Bild: NDR/Georges Pauly
Auch die Orte dieser Treffen sind ungewöhnlich. Parkhaus, Umkleideraum, Krankenhaus-Kapelle, Café-Toilette. Lernen Sie die ?rückwärtige Seite? Hamburgs kennen?

Nicht, dass ich die nicht schon vorher gekannt hätte, aber es stimmt: Es kommt immer etwas Neues hinzu. Es ist gar nicht so leicht, ?unauffällige" Orte zu finden.

Sie sind im Ruhrgebiet geboren, haben aber Ihr Schauspielstudium in Hamburg absolviert und gehören seit 2000 fest zum Ensemble des Thalia Theaters ? fühlen Sie sich dieser Stadt inzwischen verbunden? Was schätzen Sie an ihr?

Den Hafen. Den Wind. Die Weite. Die Leute. Die Hamburger sind den Menschen im Ruhrgebiet ähnlich. Man sagt nichts, was nicht nötig ist. Ich könnte hier alt werden, aber dafür ist es noch ein bisschen zu früh.

Seit knapp zehn Jahren spielen Sie neben dem Theater auch in Film und Fernsehen, darunter waren zahlreiche Rollen in anderen Hamburger Krimiserien, wie z.B. dem ?Großstadtrevier? ? was macht für Sie das Besondere am TATORT aus?

Ich bin mit dem TATORT aufgewachsen. Wir haben als Jungs den Trailer beim Spielen auf der Straße nachgetanzt. Das ist Kult.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen empfunden und was wünschen Sie sich für die Zukunft des neues Hamburger TATORTs?

Regie, Kamera, Ton, das ganze Team, die Produktion und natürlich Mehmet Kurtulus haben einen sehr konzentrierten, professionellen Job gemacht. Das ist Voraussetzung. Aber dabei noch den Humor zu behalten ? das ist etwas Besonderes. Die Zuschauer werden über die Zukunft entscheiden. Für sie machen wir das ja schließlich. Ich hoffe, es gefällt.

NDR-Pressemappe


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