Zur Startseite tatort-fundus.de
Heute ist der: 19.10.2019. --> Bis heute wurden 1118 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)
Sie sind hier:  TATORT-FUNDUS > Folgen > Folgen chronologisch > 2000 bis 2009 > 2008 > 697 Exitus > Pressespiegel > 

Pressespiegel

"Eine schaurige Lektion in Sachen Nächstenliebe"

Frank Rauscher von der teleschau schreibt über einen sehenswerten Ösi-TATORT:

Es ist diese nachdenklich machende Hintergründigkeit, gepaart mit einer großen Portion Wiener Schmäh, für die vor allem Eisners kurz vor der Pensionierung stehender Kollege Weiler (Heribert Sasse) sorgt, sowie ein deftiger schwarzer Humor, die auch diesen Ösi-"Tatort" sehenswert macht. Die Ermittlungen im Reich der Toten inklusive Besuchen in "Frankensteins Ersatzteillager", wie Studenten den Kühlraum für Leichen nennen, wären ohne dezenten Witz auf diesem Sendeplatz auch kaum vermittelbar. Kriminologisch wie dramaturgisch ist der neue Eisner-Fall indes eher fad. Schließlich ist der Kreis der Verdächtigen auf die äußerst kleine Personengruppe derer begrenzt, die Zugang zu den Leichenräumen von Klinik und Uni-Pathologie haben ...

Am 3. Mai 2008 schreibt Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau über einen Unfall mit Geräuschen der Zukunft:

Diesmal verunfallt zunächst ein illegaler Leichentransport und bietet Regisseur & Autor Thomas Roth Gelegenheit, mit einem schaurigen Bild einzusteigen - ein Feld wie nach der Apokalypse, qualmende Autoteile, nackte Körper, und ausgerechnet der Navi funktioniert noch und rät: Wenn möglich, bitte wenden. (Das sind Geräusche der Zukunft, wie an Zugunfallstellen heute die Handys besorgter Verwandter klingeln.) Dann setzt ein leise misstöniger Walzer ein. O ja, wir sind in Österreich, einem Land, in dem Dinge geschehen, die sich keiner vorstellen kann.  

Frank Kober schreibt am 3. Mai 2008 in der Märkischen Allgemeinen über eine schaurige Lektion in Sachen Nächstenliebe:

Zum Glück federt Roth den Bilder-Horror mit viel Gefühl für die inneren Stimmungen seiner Figuren ab. Immer wieder führt er Eisner in eine ungewohnt grüblerische Selbstzensur, lässt ihn Sterbehilfe bei einer alten Dame leisten (Maria Urban) oder ihn mit seiner Tochter Claudia (Sarah Tkotsch) den Fall besprechen. Am Ende lässt er ihn, den einsamen Kripo-Wolf, gar einen zarten Funken Liebe empfinden. Wofür sich Krassnitzer mit hinreißend subtilem Spiel bedankt. So bekommt der Thriller trotz seiner eisigen Oberfläche einen tieferen Sinn. Von Einsamkeit und Seelenschmerz, von Pietät und raffsüchtigem Kalkül. Eine schaurige Lektion in Sachen Nächstenliebe. Klasse!

Ulrike Weiser ist auf DiePresse.com am 2. Mai 2008 nicht gerade begeistert von "Exitus":

Regisseur Thomas Roth traut sich an Großes: Große Großstadtmythen (?Was passiert mit Leichen, die keiner vermisst, wirklich?") und an große Bürger - konkret an eine nicht komplett unrealistische Verschwörung aus Ärzten, Politik und Industrie. Und er wagt - und das ist dann tatsächlich mutig -, den Mord erst in der zweiten Halbzeit nachzureichen.

Nur leider reicht das nicht. Um die kleinen Dramen auszugleichen, die nebenbei passieren: Wie den Dackelblick, den Kommissar Eisner auf den saftigen Weiden des Sozialkitsches ausgiebig Gassi führt. Oder die wahrscheinlich unerotischste Fast-Romanze der Tatort-Geschichte. Da kann sich Roth mit brauchbaren Lokalkolorit-Schmähs (Wiener Autofahrer und der erste Schnee oder das verdächtig bekannte Boulevardblatt ?Die Neue") noch so ins Zeug legen: Unterm Strich bleibt nur ein ?fast echter Tatort", zu mehr reicht es nicht - nie?

Prisma-Online.de meint es gibt bessere TATORT-Folgen von Autor und Regisseur Thomas Roth:

Regisseur Thomas Roth drehte diesen lahmen Wiener Fall um das Geschäft mit Leichen nach eigener Vorlage. Von der Idee durchaus interessant, betont Roth zu sehr die persönlichen Belange seines Protagonisten und vergisst dabei fast den Kriminalfall. Da waren Roths "Tatort"-Folgen "Der Teufel vom Berg" (2004) und "Familiensache" (2006) - beide ebenfalls mit Krassnitzer - deutlich besser.

BILD.de meint am 2. Mai 2008 zu Exitus:

Der neue Tatort ?Exitus? (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) ist nichts für schwache Nerven

 

Zusammenstellung: Tobias Berger



BITTE SPENDEN SIE!

Bitte unterstützen Sie das private Hobbyprojekt tatort-fundus.de! Wir freuen uns über jede Unterstützung und Anerkennung. Mit dem Geld werden primär die laufenden Kosten des Server- Betriebs beglichen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


TV-TERMINE
Alle anstehenden TV-Wiederholungen finden Sie übersichtlich gelistet

© tatort-fundus 1997 - 2018
Der Tatort-Fundus ist eine Webseite für Tatort-Fans

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung der Texte, BIlder und Daten nur mit Genehmigung des tatort-fundus

Sitemap | Impressum | Disclaimer |  Diskussionsforum RanglisteUnsere Datenschutzerklärung 

Alle inhaltlichen Fragen richten Sie bitte an frage(at)tatort-media.de 
Bei technischen Problemen bitte Nachricht an webmaster(at)tatort-media.de
Diese Website nutzt das Content-Management-System TYPO3