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Heute ist der: 24.08.2019. --> Bis heute wurden 1114 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Durch die Dreharbeiten habe ich einen Denkanstoß erhalten"

Harald Krassnitzer im Interview

Bild: rbb/ORF/Cult-Film/G. Bodenstein
Einige Szenen des Films spielen in der Anatomie, haben Sie da auch mal im Alltag zugeschaut?
Harald Krassnitzer:
"Bei den Dreharbeiten hat sich ergeben, dass wir einmal beim Sezieren zusehen durften. Zunächst war das ein sehr merkwürdiges Gefühl, aber ich habe den ersten Schock schnell überwunden. Nach kurzer Zeit habe ich alles als relativ normal im Sinne von natürlich empfunden. Wirklich unangenehm war bei den vier Wochen Drehzeit dieser Formaldehyd-Geruch in allen Kleidern."

Moritz Eisner sagt "Ich will nicht obduziert werden. Organe möchte ich auch keines spenden." Wie denkt Harald Krassnitzer darüber?
Harald Krassnitzer:
"Ich hätte kein Problem damit, Organe zu spenden, und überlege, mir einen Organspende-Ausweise zuzulegen. Bisher ist das daran gescheitert, dass bei mir dafür gar kein Bewusstsein vorhanden war. Durch die Dreharbeiten habe ich einen Denkanstoß erhalten. Aber meinen Körper würde ich sicher nicht der Anatomie spenden. Wenn man dann irgendwo auf einem Tisch liegt und die Studenten sagen:' Schau mal, das ist dieser eine Schauspieler ?' Allein schon der Gedanke ist mir unangenehm."

Stimmt es, dass man sogar bezahlen muss, wenn man seinen Körper zur Verfügung stellt?
Harald Krassnitzer:
"Ich habe mir sagen lassen, dass zur Kostendeckung 400 Euro anfallen, weil die Leichen eingeäschert werden. Mittlerweile stellen so viele Menschen ihren Körper der Wissenschaft zur Verfügung, dass es ein übergroßes Angebot gibt."

Denkt man in der Anatomie öfter an den eigenen Tod?
Harald Krassnitzer:
"Wenn man das sieht, schießt einem schon durch den Kopf: Das ist also alles, was übrig bleibt. Dass da plötzlich nur noch ein lebloser Körper, eine tote Hülle ist, und wie schnell so etwas gehen kann. Wenn man sieht, wie Menschen in den Blechkästen, Holzkisten oder im Kühlschrank liegen, wird einem schon sehr klar, dass auf jeden unaufhaltsam eine gewisse Form der Vergänglichkeit zukommt."

Warum steht eigentlich für Sie bei Dreharbeiten immer ein Bett bereit?
Harald Krassnitzer:
"Dieses Feldbett ist wahrscheinlich ein Spleen von mir. Es gab beim ?Tatort' eine Zeit, wo wir viele Nachtdrehs und oft Motive mit starken, räumlichen Einschränkungen hatten. Deshalb habe ich mir damals ein Feldbett bzw. so eine Art Gartenliege für die Drehpausen gewünscht. Seitdem wandert dieses Gerät immer wie ein Maskottchen mit. Doch meistens benutze ich es gar nicht, weil ich lieber am Set zuschaue oder mich auf die nächste Szene vorbereite."

ORF-Pressemappe


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