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Heute ist der: 11.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

?Mir ist es schon zu viel, wenn der TV-Arzt Blut abnimmt?

Gespräch mit David Rott

Edgar Strelow und Charlotte Lindholm, Bild: NDR/Christine Schroeder
Wie haben Sie auf das Angebot reagiert, im neuen Niedersachsen-? Tatort? einen Pathologen zu spielen?
Meine Figur ist kein wirklicher Pathologe, er ist Praktikant in der Gerichtsmedizin und Spurensicherung. Dennoch: Für mich als Schauspieler ist es interessant, in einen Teil der Wirklichkeit einzutauchen, von dem ich bisher keinerlei Ahnung hatte. Daher hat mir dieses Rollenangebot sehr zugesagt.

Zumal dieser Edgar Strelow nicht irgendein Praktikant ist ...
Ja, er ist sehr ehrgeizig und empfindet große Leidenschaft für diesen Beruf...

? und legt mit Feuereifer los, als Kommissarin Lindholm einen Auftrag für ihn hat.
Das liegt in diesem Fall allerdings vor allem an Frau Lindholm, die er ziemlich toll findet, in die er sich Knall auf Fall verliebt. Sein beruflicher Eifer und seine Gefühle verbinden sich in diesem Moment.

Gerichtsmediziner-Serien gehören im Fernsehen zu den Quotenbringern. Worin liegt der Reiz?
Unter den Pathologen gibt es sehr spannende Figuren, denken Sie nur an Joe Bausch, der im Kölner ?Tatort? den Gerichtsmediziner spielt: Er arbeitet hauptberuflich als Gefängnisarzt und ist auf diesem Weg zu der Rolle gekommen. Ich selbst habe bei unseren Dreharbeiten in einer echten Pathologie Einblicke in diese sehr spannende, aber auch etwas beklemmende Welt bekommen. In den Drehpausen habe ich mich beispielsweise ausgiebig mit Spurensicherern der Polizei über ihre Arbeit unterhalten. Das ging mir schon unter die Haut.

Auch für Charlotte Lindholms Recherchen liefern Edgars Untersuchungen entscheidende Impulse ? welche Überraschungen kommen da ans Tageslicht?
Kommissarin Lindholm entdeckt in der Gartenkolonie die Knochen einer Leiche, die dort vergraben wurde. Edgar setzt nun DNA-Tests und andere Verfahren ein, um herauszufinden, wer diese Leiche ist und mit wem der Tote verwandt war.

Wie geht es Ihnen als Fernsehzuschauer:Können Sie Blut sehen?
Nein, überhaupt nicht. Mir ist es schon zu viel, wenn der TV-Arzt Blut abnimmt und die Nadel in die Haut sticht. In unserem ?Tatort? vermeiden wir zum Glück vordergründige Schauereffekte.

Wie sehen Sie eigentlich Edgars Flirt mit Charlotte Lindholm ? als jugendliche Schwärmerei? Ein Macho auf der Suche nach Selbstbestätigung?
Nein, weder noch. Ich spiele Edgar so, dass er sich Hals über Kopf in Charlotte Lindholm verliebt hat und nun alles daran setzt, sie zu bekommen.Für ihn ist es eine ernsthafte Sache, und er geht nun sehr offensiv daran, sie zu erobern. Er lässt nicht locker, er will sie haben. Seine Arbeit als Pathologe gibt ihm immer wieder Chancen, Frau Lindholm zu treffen, und erfreulicherweise ist sie zumindest von seiner Arbeit so angetan, dass sie ihn immer öfter dazuholt.

Welche Szene hat Ihnen am meisten Vergnügen bereitet?
Die Szene, in der Charlotte und Edgar nachts im Garten graben,mochte ich sehr. Ich hoffe sehr, dass hier auch eine gewisse Komik spürbar wird.

Im Film schenkt Edgar ihr eine CD mit Love-Songs. Finden Sie diese Idee auch persönlich prima? Ist das eine gute Idee, um das Herz einer Frau zu erobern?
Ja, das hat mir gut gefallen ? eine hervorragende Idee.

Wie haben Sie die Arbeit mit Regisseurin Angelina Maccarone erlebt? Was unterscheidet sie von anderen Regisseuren?
Es war von Vorteil, dass sie auch das Drehbuch geschrieben hat. Sie wusste also sehr genau,was sie wollte. Sehr beeindruckt hat mich zudem Kameramann Hans Fromm, der sehr professionell beispielsweise die Beleuchtung eingerichtet hat.

Zu Beginn Ihrer Laufbahn waren Sie das jüngste Ensemble- Mitglied am Deutschen Theater Berlin.Welche Rolle spielt die Bühne heute für Sie?
Seit einiger Zeit drehe ich mehr, als dass ich Theater spiele. Trotzdem spiele ich noch auf der Bühne. Im Frühjahr bin ich am Residenztheater München in ?Romeo und Julia? dabei. Nach der Schauspielschule,dem Max-Reinhard-Seminar in Wien,war ich zwei Jahre am Burgtheater, später am Deutschen Theater, dann am Züricher Schauspielhaus. Das Theater bedeutet mir viel, aber ich mag mich nicht ausschließlich für das Drehen oder für das Theater entscheiden.

Aufsehen erregten Sie mit dem ARD Fernsehfilm ?Das letzte Stück Himmel? als optimistischer Mensch, der seinem zweifelnden Bruder neuen Mut gibt. Steht Ihnen die Rolle des Optimisten auch persönlich näher?
Jede Rolle, die ich spiele, ist ein Teil von mir. Jede Rolle ist eine Fragestellung an mich als Schauspieler, und meine Aufgabe ist es, eine Antwort, eine Haltung zu dieser Rolle zu finden, und zwar mit Hilfe meiner eigenen Persönlichkeit. Ich bin aber weder eindeutig der Lebensfrohe noch eindeutig der Zweiflerische. Ich habe all das in mir, aber wenn ein Wesenszug extrem vorherrschen würde, hätte ich auch wesentlich weniger Ausdrucksmöglichkeiten als Schauspieler.

NDR-Pressemappe


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