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Heute ist der: 16.12.2018. --> Bis heute wurden 1087 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Hintergrundfakten


Der TATORT "Erntedank e.V." wurde vom 5. bis 18. Oktober 2007 in Hannover und Umgebung gedreht. Nach einer Drehpause von 14 Tagen ging es für das Team vom 1. bis 16. November 2007 noch einmal ans Set. Drehpausen von mehreren Wochen sind beim TATORT absolut unüblich und sehr selten. So wurde beispielsweise der Dreh von "Und dahinter liegt New York" zwischen Weihnachten und Jahreswechsel im Winter 2000 ebenfalls für 14 Tage unterbrochen.

Autorin und Regisseurin Angelina Maccarone, Bild: NDR

Titeländerung

Gedreht wurde die Folge unter dem Arbeitstitel "Erntedank", gesendet wird der TATORT allerdings unter dem leicht erweiterten Sendetitel "Erntedank e.V.". Geschrieben hat das Buch Angelina Maccarone, die auch Regie führte und bereits den letzten Lindholm-TATORT inszeniert hatte - und von protestierenden Aleviten massiv angefeindet wurde.

Vorlage von Furtwängler

Die Grundidee zum TATORT "Erntedank e.V." stammt von Maria Furtwängler, die kürzlich mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde. Es war ihre Idee, die Kommissarin Charlotte auch im Mutterschutz "undercover" zwei myteriöse Mordfälle in einem Schrebergarten aufklären zu lassen. Die Schauspielerin wünschte sich für diesen Film eine helle, warme und insgesamt freundliche Atmosphäre - bei Regie und Kameramann stieß sie damit auf offene Ohren.

Charlotte Lindholm beim Erntedankfest, Bild: NDR/Christine Schroeder

Charlotte als Kürbis

Auch dass Charlotte den Kürbis beim Erntedankfest spielt, war die Idee von Maria Furtwängler. "Ich suche geradezu nach Situationen, in denen Charlotte Lindholm bereitwillig über ihre eigenen Geschmacksgrenzen springt, um sich per Mimikry direkt in das Leben der Leute hineinzubegeben, bei denen sie gerade ermittelt" sagt sie.

Psychologie und menschliches Gedächtnis

"Die Psychologie und das menschliche Gedächtnis spielen eine große Rolle in diesem TATORT", sagt Maria Furtwängler weiter. Druch den befreundeten Hirnforscher Ernst Pöppel erfuhr sie, wie subjektiv das Erinnern ist: Wenn jemand sich an sehr intensive Erlebnisse erinnert, kann es zum Beispiel passieren, dass er sich selbst mit in diesem Erinnerungsbild sieht ? so als hätte ein Außenstehender diese Szene quasi gefilmt. Unser Erinnern ist also eine Rekonstruktion der Wirklichkeit, kein objektives Abbild. Daraus gewinnt der Film für Furtwängler einen großen Reiz.

Charlotte Lindholm und ihr Sohn David, im Hintergrund ist Martin, Bild: NDR/Christine Schroeder

Familienpolitischer Beitrag

Maria Furtwängler wollte in Film zeigen, dass ein Baby insgesamt eine Bereicherung für die Ermittlerin Charlotte Lindholm ist und keine Hauptursache für Stress und Hektik. Furtwängler sieht darin durchaus auch einen gewünschten familienpolitischen Beitrag...

Erst Felix, dann David

Vor Drehbeginn wurde der Name und das Geschlecht des Lindholm-Kindes bekannt: ein Junge namens Felix. Nach Fertigstellung des TATORTs aber hiess der kleine Mann dann aber plötzlich David. Wie und warum es zu dem Namenswechsel kam, bleibt vorerst unklar....

Martin und Charlotte im Schrebergarten, Bild: NDR/Christine Schroeder

Charlotte und Martin

In Anlehnung an die TATORT-Folgen mit Bienzle und seiner Dauerfreundin Hannelore, schwingt in den Geschichten der Lindholm-Folgen immer auch die Frage mit, ob Charlotte und Martin irgendwann zusammenfinden und heiraten werden. Laut Martin-Darsteller Ingo Naujkos werde diese Frage von den Autoren im Hintergrund gehalten und "weitergeköchelt". In "Erntedank e.V." wird Charlotte deshalb anfangs auch gerne als "Frau Felser" angesprochen, ohne dass sie das Mißverständnis wirklich aufklären kann....

Veehrer für Charlotte

In "Erntedank e.V." macht der junge und pfiffige Praktikant der Rechtsmedizin der Kommissarin Charlotte den Hof und hilft ihr auch bei inoffiziellen Ermittlungen und Untersuchungen. Dabei lässt der junge Edgar keine Gelegenheit aus, Charlotte zu treffen und schenkt ihr eine schöne CD mit Love-Songs, wie z.B. "You are so beautiful". Als er sogar vor Charlottes Wohnung auftaucht, ist auch Martin "empört".

Edgar Strelow und Charlotte Lindhom, Bild: NDR/Christine Schroeder
Für Darsteller Edgar Rott wird der Sonntag in der ARD damit übrigens zum "Hättrick". Denn der junge Darsteller ist an drei hintereinander folgenden Sonntagen im ARD-Krimi zu sehen: Nach "Erntedank e.V." ist er in der folgenden Woche bei Kollegin Lena Odenthal in Ludwigshafen im TATORT "Schatten der Angst" zu sehen; in der Woche drauf ist er auch im BR-Polizeiruf 110 "Wie ist die Welt so stille" zu sehen.

Unsympathische Assistentin: Schmidt-Rohrbach

Charlotte Lindholms Kollegin Schmidt-Rohrbach dürfte den TATORT-Zuschauern bestens bekannt sein: nicht nur im letzten TATORT mit Maria Furtwängler war sie zu sehen, sondern auch schon in Bienzles Abschiedsfolge "Bienzle und sein schwerster Fall". Erst vor kurzem beendete sie die Dreharbeiten an einem neuen TATORT: In "Der glückliche Tod" stand die Schauspielerin für einen Ludwigshafen-TATORT vor der Kamera - zu sehen ist dieser voraussichtlich am 5. Oktober 2008.

Die Doppel-Mutter

Die Film-Mutter von Charlotte Lindholm ist auch im richtigen Leben die Mutter von Maria Furtwängler. Sie gehört seit 2003 zum festen Team des Niedersachsen-TATORT. In "Erntedank e.V." sieht man sie chinesisch lernen, während sie sich liebevoll um David kümmert - natürlich in Abwechslung mit dem im "Mütter"- und "Väter"-Chat agierenden und bemühten Mitbewohner Martin Felser.

 

"Rehbeins" Tochter

In dieser TATORT-Folge spielt die Schauspielerin Renate Becker mit - mit der Figur der Helga Reimann sogar eine Verdächtige. Die wenigsten wissen, dass die Mutter Beckers die Darstellerin Helma Seitz ist, vielen besser bekannt aus der ZDF-Serie "Der Kommissar" mit Erik Ode. Dort spielte sie die Sekretärin "Fräulein Rehbein" und erlangte einen gewissen "Kultstatus".

Optik: Kräftige Farben

Das Film-Team von "Erntedank e.V." arbeitete mit sehr kräftigen, bunten Farben und mit viel Sonnenlicht. Die Folge erscheint insgesamt eher hell und freundlich. Deshalb wurde nicht nur in den Schrebergärten, sondern auch in den LKA-Büros mit viel Aufwand in kräftigem Rot gestrichen. Die Nachtszenen in der Gartenkolonie wurden ebenfalls sehr bewusst in ein sehr eigenes, intensives rot-oranges Licht getaucht.

Charlotte Lindholm im Schrebergarten, Bild: NDR/Christine Schroeder

Vier Schrebergärten für den Film

Gedreht wurde der TATORT in insgesamt vier Schrebergartenkolonien, die im Film als eine einzige gezeigt werden. Die Macher von "Erntedank e.V." brauchten offene Blickverbindungen und Durchsichtigkeit, um deutlich zu machen, dass die Menschen in den Kolonien zu einer Gemeinschaft gehören und in ihren Gärten wie auf dem Präsentierteller sitzen. Um dies umzusetzen wurden sogar Hecken tiefer geschnitten und ein riesiger Knöterich, der über einem Gartentor rankte, abgenommen.

Viele Leichen in Schrebergärten

Um diesen TATORT real zu gestalten beschäftigte sich Drehbuchautorin und Regisseurin Angelina Maccarone beim Schreiben sehr intensiv mit dem Thema Rechtsmedizin. "Bei auffallend vielen Berichten über reale Leichenfunde ist der Schrebergarten das favorisierte Versteck." erzählte die Regisseurin im Interview.

Lindholm und ihr Chef Bitomsky, Bild: NDR/Christine Schroeder

Nächste Folge in Vorbereitung

Aktuell bereitet der NDR einen TATORT vor, der nach den skurrilen Geschehnissen und Geheimnissen im Schrebergarten eher als Thriller angelegt ist. "So schön die Kuschelphasen mit dem Baby sind, sie müssen auch einmal wieder zu Ende gehen" sagt Maria Furtwängler. Der nächste Lindholm-TATORT heisst "Die Salzleiche" und wird voraussichtlich am 12. Oktober 2008 gesendet.


Tobias Berger, Francois Werner


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