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Heute ist der: 19.10.2019. --> Bis heute wurden 1118 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Zum Schluss nochmal was richtig Hamburgerisches"

In der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung schreibt Nina Lutz am 22. Februar 2008:

Gut gelungen ist vor allem Casstorffs Wandel vom gefühllosen Einzelkämpfer zu einem sorgenvollen Partner, der seine Gefühle ? wenn auch nur beim Feierabendbier an der Theke ? ausbreitet. Gut ist auch die Idee, Julia Schmidt, die eigentlich schon ausgeschieden war, in den letzten Casstorff-?Tatort? zu schreiben.
Diesmal jedoch ist die Geschichte zu langweilig erzählt und das Ende zu konstruiert. Es scheint fast so, als wolle Regisseur Thomas Bohn zum Abschluss noch mal einen Mord, eine Entführung und einen sozialkritischen Fall zusammenrühren. Heraus kommt keine Spannung, sondern eine mäßige Geschichte.
Der Abschied von Jan Casstorff ist so insziniert, wie der Hauptkommissar ermittelt ? unspektakulär und nüchtern. Vielen Fernsehzuschauern wird der Fall ? anders als der Kommissar ? sicherlich nicht lange in Erinnerung bleiben.

Sylvia Staude schreibt am 23. Februar 2008 in der Frankfurter Rundschau:

Da der Sender selbst vom Happyend spricht, darf verraten werden: Für den Herrn Kommissar und die Frau Staatsanwältin endet die Hamburger Dienstzeit, als wären sie nebenan, beim ZDF, in einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung gelandet - am Elbufer schmiegen sie sich traut aneinander. Und Holicek? Der ist leider ebenfalls abgemeldet, hat aber niemanden zum Kuscheln. (...)
Für die 88 Minuten bis zum Happyend hat sich Thomas Bohn, Buch und Regie, noch einmal etwas so richtig Hamburgerisches ausgedacht

Emmanuel van Stein schreibt im Kölner Stadt Anzeiger am 20. Februar 2008:
?Und Tschüss? bringt nochmals eine spannende Casstorff-Geschichte auf den Bildschirm.

Am 23. Februar 2008 schreibt Joachim Schmitz in der Neuen Osnabrücker Zeitung:

"Und tschüss" ist der letzte Atzorn-"Tatort" betitelt - das klingt auch nicht gerade nach einem wehmütigen Abschied. Dafür gibt der Krimi gleich zu Beginn mächtig Gas. (...)
Es entwickelt sich ein sehenswerter Krimi - basierend auf einem guten Drehbuch.

 

Christian Buss schreibt in der taz am 23. Februar 2008:
Atzorn versuchte im Ledermantel den harten Hund zu geben - und blieb stets ein unverbindlich moralisierender Oberlehrer. (...)
Was als Thriller über Müllgeschäfte, Umweltverschmutzung und die Kehrseite des Hafenbooms angelegt ist (Regie: Thomas Bohn), wird am Ende zu einem unverfänglichen Plädoyer für Fairtrade-Produkte.
Bleibt zu hoffen, dass es mit dieser Dampfhammer-Didaktik vorbei ist, wenn Ende 2008 Mehmet Kurtulus als erster türkischer "Tatort"-Kommissar übernimmt. Vielleicht wird Hamburg dann endlich als brachial boomende Weltstadt behandelt, hinter deren Glitzerfassade ziemlich unübersichtliche ethnische, soziale und ökonomische Konflikte toben. Eine ideale Gastrolle für Atzorn, den ewigen Dr. Specht, hätten wir da auch schon im Sinn: Als Musterpauker, der in Anbetracht der dubiosen Hamburger Schulpolitik ausnahmsweise mal an den eigenen Ansprüchen scheitert.

Zusammenstellung: Tobias Berger



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