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Heute ist der: 11.12.2019. --> Bis heute wurden 1124 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Authentischer Einblick in die neue Armutswelt"

Yahoo.com schreibt am 16.11.2007:

Der HR-"Tatort" bleibt dran an der neuen Armut. Nach dem Amokgänger in der Arbeitsagentur ("Tatort: Unter uns", 14.10.), folgt nun die Jagd auf einen Giftmörder, der es offenbar auf Bedürftige abgesehen hat, die die kostenlose "Mittagstafel" nutzen. (?)
Die Hessen wollen zeigen: Es kann jeden treffen! Traut diesem Aufschwung nicht! Seht genauer hin! (?)
Ein etwas sperriges, verwirrendes und merkwürdig kalt und grau gefilmtes Puzzlespiel, das die Kommissare tief in die Vergangenheit der Verdächtigen führt. Halbwegs spannend als Kriminalfilm, aber fast besser geeignet als authentischer Einblick in die neue Armutswelt der sozialen Absteiger, wo man den Bedürftigen ihre Bedürftigkeit nicht auf Anhieb ansehen kann und in der die Gratis-Erbsensuppe immerhin mit Würstchen serviert wird ...

Auf lr-online.de schreibt Ira Schaible am 25.11.2007:

Henriette Piper gelingt es in ihrem ersten Drehbuch für den Hessischen Rundfunk (hr) dabei überzeugend, die Kehrseite einer so reichen Stadt wie der Finanzmetropole Frankfurt zum Thema zu machen: Die Armut der kleinen Leute. So wundert sich Kriminalassistentin Ina Springstub (Chrissy Schulz) während der Ermittlungen darüber, wie viele «ganz normale Leute» die Unterstützung der Tafel brauchen. (?)
Drehbuch und Schauspieler schildern einfühlsam und differenziert menschliche Schwächen und Sehnsüchte: Gewalt in der Ehe, Probleme einer Scheidungsfamilie, unerfüllte Kinderwünsche, krankhafter Ehrgeiz und die Sehnsucht nach Zuwendung. Andrea Sawatzki überzeugt mit ihrer Darstellung der blassen und hölzernen aber tiefgründigen Kommissarin Sänger, wenn sie gemeinsam mit dem Leiter der Tafel übers Ausbrechen spricht, oder ihre Gefühle für ihren Kollegen Dellwo zu verbergen sucht. Dieser, gespielt von Jörg Schüttauf, beeindruckt nicht nur im Umgang mit seiner Kollegin und Vermieterin Sänger, sondern auch, wenn er mit seinem Assistenten Gröner konkurriert, oder sich über den Lebenshunger der Gerichtsmedizinerin Christiane von Basedow (Iris Böhm) freut.
Deren Verhältnis zu ihrem Auszubildenden setzt Regisseur Martin Enlen ebenso humorvoll in Szene wie das Arbeitsklima in der Polizei- Truppe von Rudi Fromm (Peter Lerchbaumer). Philipp Timmes Kameraführung - abrupte Schnitte, plötzliche Perspektiv- und Tempowechsel - gibt der Geschichte zusätzlich Pfiff.

Manuel Weis schreibt am 23.11.2007 auf www.klamm.de:

Alles irgendwie schon einmal da gewesen, mag man sich beim Zusehen denken. Dennoch ist der Plot - der im Übrigen nie langweilig - gut umgesetzt. Denn eine komplette Neuerfindung solcher Geschichten kann man selbst von den ?Tatort?-Machern nicht erwarten. (?) Das Ende ist überraschend und zugleich plausibel und rundet die inzwischen erneut in einer anderen Ecke angekommene Geschichte passend ab.

Christian Buss schreibt am 24.11.2007 in der taz:

Nach dem biederen Betroffenheitskunsthandwerk, das Margarethe von Trotta zuletzt mit der Episode "Unter uns" lieferte, gewinnt der HR-"Tatort" also wieder eine gewisse gallige psychosoziale Komplexität: Ein Tampon, der solidarisch von einer Frau zur anderen gegeben wird, kann hier schon mal toxisch präpariert sein.

Zusammenstellung: Tobias Berger



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