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Heute ist der: 12.11.2019. --> Bis heute wurden 1121 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Pressestimmen

"Achten Sie nicht zu sehr auf die Handlung!"

Journalistische Ehre in Frage gestellt sieht Sylvia Staude am 09.06.07 in der ?Frankfurter Rundschau":

?Dass so ein Fernsehkrimi mit dem wahren Leben oft nicht eben viel zu tun hat, das kann in diesen Tagen Menschen beruhigen, die den Beruf des Journalisten gewählt haben. (...)
Die Welt ist schlecht, aber in Hamburg ist sie noch ein wenig schlechter, oder eigentlich: in größerem Stil schlecht. (...)
Dieser Tatort ist ambitionierter, als ihm gut tut. Das Buch von Christoph Silber und Thorsten Wettcke setzt auf fatale Alleingänge, Zufälle und die Unprofessionalität einer Reihe von Beteiligten. (...)
Der Tipp dieser Journalistin zum Sonntagabend: Lassen Sie sich die nicht üblen Hamburg-Aufnahmen (Regie: Claudia Garde) gefallen und achten Sie nicht zu sehr auf die Handlung."

 

Frank Kober bedauert am 09.06.07 in der ?Märkischen allgemeinen Zeitung" den baldigen Ausstieg Atzorns:

?Naja, das mit dem Auserzählen sollte man selbst nach sieben Jahren und am Ende 15 Mord-Fällen nicht ganz so ernst nehmen. Zu sehr haben Autoren und Regisseure auf die telegene Physiognomie des jetzt 62-jährigen Atzorn gesetzt, statt die Casstorff-Figur ernsthaft auszuleuchten. (...)
Immerhin hat Atzorn in einem Punkt Recht ? "wenn?s am schönsten ist, ..." Denn Casstorffs vorletzter Fall heute Abend hat tatsächlich das Zeug zum Kracher. (...)
Und siehe ? plötzlich funktioniert die kühle Oberflächlichkeit Atzorns, der Gerechtigkeitseifer und blinde Aktionismus seines Kommissars. Denn wo es um fette Bau-Millionen, wo es über Gesetz und Leichen geht, ist es vorbei mit feinfühliger Polizeiarbeit. Da braucht es den guten alten Holzhammer. Insofern passt Casstorff immer noch prima in den Werkzeugkasten deutscher TV-Krimis. Oder eben doch nicht ? wie das Ende dieses überraschend trotzigen "Tatorts" zeigt."

 

Von der Aktualität des Falles angetan ist Sabine Tesche vom ?Hamburger Abendblatt". sie schreibt am 09.06.07:

?Angesichts des VW-Skandals, der Korruptionsaffäre in Sachsen und des Prozesses gegen den Hamburger Osmani-Clan könnte der NDR-"Tatort - Investigativ" kaum aktueller sein. Es geht im Schwerpunkt um die Einschränkung der Pressefreiheit, die Macht von organisierten, kriminellen Familienclans und die Ohnmacht gerechter und wahrheitssuchender Leute, die Korruption in den eigenen Reihen zu bekämpfen. Der Mord wird zwar aufgeklärt, doch das Ende des Krimis bleibt offen. (...)
Denn die Drehbuchautoren Thorsten Wettke und Christoph Silber ließen sich von wahren "kriminellen Machenschaften in mehreren deutschen Großstädten" inspirieren. Sie wollen mit ihrem Film den Zuschauer aufrütteln, "keiner soll glauben, dass so etwas in unserem demokratischen Deutschland nicht passieren kann", sagte Wettke."



Christian Buss von der ?taz" fühlt sich an einen realen Kriminalfall erinnert. Er schreibt am 09.06.07:

?Endlich mal wieder ein "Tatort" von der Elbe mit einer gewissen gesellschaftspolitischen Tiefenschärfe. Das ist nicht verwunderlich, schließlich stammt er von den Autoren Christoph Silber und Thorsten Wettke sowie Regisseurin Claudia Garde, die gemeinsam in der Folge "Schattenspiel" bereits in einen Abschiebeknast gegangen waren. Für "Investigativ" entwickeln sie nun zwischen Elbneubaugebiet, Trabrennbahn und Spielcasino ein komplexes Verschwörungsszenario. Durch detailgenaue Verweise auf den realen Fall Osmani - etwa auf die BND-Akten, die nicht als Beweismittel gegen die Reeperbahn-Investoren verwendet werden durften - erhält der vertrackte Krimi-Plot eine beängstigende Plausibilität. Ein dunkler kleiner Schocker aus der schönen großen HafenCity Hamburg."

 

Gefallen am Drehbuch findet Rainer Braun von der ?Westdeutschen allgemeinen Zeitung". Er schreibt am 08.06.07:

?Investigative Journalisten, zumal in Hamburg, leben bisweilen gefährlich. Wer mit seinen Recherchen die Kreise "ehrenwerter" Krimineller stört, muss mit dem Schlimmsten rechnen. (...)
Wenn der vorletzte Auftritt Robert Atzorns als Tatort-Kommissar Casstorff, der sich als Kameramann versucht, zu seinen besseren gehört, liegt das vor allem am Drehbuch. Das Autoren-Duo Christoph Silber/ Thorsten Wettcke hat einen realen wie aktuellen Hintergrund gewählt. Das ist einem spannend inszenierten Krimi gut bekommen, der hübsch-hässliche Innenansichten in die Alster-Metropole gewährt."

 

Franz Solms-Laubach von ?Die Welt" wirkt sehr begeistert von ?Investigativ". Er schreibt am 10.06.07:

?Traue niemandem, könnte die Lehre des neuen Tatorts ?Investigativ" lauten. Traue niemandem, denn jeder ist käuflich. Sogar die Justiz. Zum Glück gibt es noch unbeugsame Polizisten und aufrechte Journalisten, sonst hätte auch in Hamburg das Böse längst gesiegt.
Journalisten sind unbestechlich. So hofft man wenigstens. Denn Journalisten sind in vielen Ländern die letzte Instanz, wenn es um die Aufdeckung von Korruption und kriminellen Machenschaften geht. Überall dort, wo korrupte Regierungen an der Macht sind wir zuerst die Pressefreiheit eingeschränkt.
Denn nichts fürchten selbst verliebte Potentaten mehr, als die Meinungsfreiheit ihrer Untertanen und Unabhängigkeit ihrer Presse. Deshalb leben Journalisten in vielen Ländern der Welt immer noch gefährlich. Nicht nur in Diktaturen. Auch ?lupenreine Demokraten? haben ein Problem mit der Pressefreiheit. (...)
Selten wurde die organisierte Kriminalität in Fernsehfilmen so konkret und erschütternd gezeigt, wie in diesem Tatort. Der Film ist ein Lehrstück in der weit verbreiteten Praxis politische Entscheidungen unter Umgehung der demokratischen Spielregeln so zu umgehen, dass sie den eigenen wirtschaftlichen Interessen dienen. (...)
Das ist ist praktisches und nützliches Alltagswissen, das hier in einem spannenden 90-minütigen Crash-Kurs der ARD vermittelt wird. Nach einigen schwachen Tatorten aus Hamburg ist ?Investigativ? endlich mal ein großer Wurf (Drehbuch: Christoph Silber und Thorsten Wettcke). Ursula Karven und Robert Atzorn präsentieren sich darin in Höchstform. (...)
Das alles ist überraschend gut. (...) Endlich mal ein Tatort, der hält, was die Einschaltquoten der ARD-Reihe versprechen. (...) Doch nur selten lohnt die Mühe und man fragt sich oft genug, was der ganze Sermon soll. In dieser Woche ist das anders. Da wäre man schlecht beraten irgendetwas anderes zu schauen als ?Investigativ?. Nicht nur, dass der Film eine Lanze für den investigativen Journalismus bricht, er beantwortet auch die Frage, was passiert, wenn das Böse mal gewinnt. Und das ist wirklich originell. (...)
Sensationell! Einer der spannendsten Tatort-Fälle der letzten Jahre."

 

Beeindruckt ist auch Kathrin Buchner vom ?stern". Sie schreibt am 11.06.07:

?Starker Tobak am Sonntagabend: Die Pressefreiheit ist in Gefahr, der Senat der Hansestadt wird von einer Mafia-Bande unterwandert. In seinem vorletzten "Tatort"-Auftritt übt sich Atzorn in vornehmer Zurückhaltung der eigenen Person und lässt die ganz brisanten Themen im Vordergrund. (...)
Illegales Glücksspiel, abgehalfterte Spielsalons, ein zwielichtiger Geschäftsmann mit Wiener Schmäh - zunächst wird ein bisschen Kiez-Flair beschworen. Doch dann ist schnell klar, wo die wirklich dubiosen Geschäfte laufen. Nämlich nicht zwischen "Ritze", Reeperbahn und Rotlichtmilieu, sondern in den schicken Apartment-Häusern zwischen Elbe und Speicherstadt. (...)
Ein bisschen Watergate und "Die Unbestechlichen", ein bisschen "Allein gegen die Mafia", alles in einem 90-Minuten-Sonntagsabend-Krimi. Der gesellschaftspolitisch brisante Stoff stammt von den Autoren Christoph Silber und Thorsten Wettke, die schon ähnliche Drehbücher für den "Tatort" verfassten und bei ihrer detaillierten Recherche in Hamburg auf durchaus reale Beispiele gestoßen sind, am denke nur an den Fall Osmani.
Hochgepokert haben Autoren und Schauspieler von "Investigativ" und auf jeden Fall Aufmerksamkeit gewonnen: Angesichts so viel Schwarzmalerei kommt man nicht aus dem Staunen heraus. (...) Eigentlich hätte sich Atzorn diese Geschichte für seinen letzten Auftritt aufheben müssen - stärker könnte man kaum abtreten."

F.-B. Habel schreibt am 09.06.07 in ?Neues Deutschland":

?Die Sendung »Investigativ« (sie könnte auch »Panorama« oder »Report« heißen) ist erfunden. Die in diesem Krimi dargestellten Sachverhalte sind es nicht. Man erinnert sich, in einem der einschlägigen Magazine schon von Hamburger Kiezgrößen erfahren zu haben, denen es mit undurchsichtigen Machenschaften gelungen ist, in Hamburgs erste Kreise einzuziehen. In diesem Film wird unverblümt dargestellt, was ein Magazinbericht im Gestrüpp von einstweiligen Verfügungen und Gegendarstellungen nicht zu leisten vermag. Die das Geld haben, bestimmen auch, was in welcher Form an die Öffentlichkeit kommen darf.
Regisseurin Claudia Garde und die Autoren Thorsten Wettke und Christoph Silber bilden nach »Schattenspiele« (dem Serieneinstieg von Ursula Karven) zum zweiten Mal ein Team. Ihr brisantes Anliegen ist Ihnen so wichtig, dass sie es wiederum mit vielen Verschachtelungen der Handlung und komplizierten Dialogen darlegen."

Paul Barz schreibt am 10.06.07 für "dpa":

?Zum vorletzten Mal steigt Robert Atzorn als NDR- «Tatort»-Kommissar Jan Casstorff in Hamburgs schwarze Seele hinab. Sein neuester Fall mit dem Titel «Investigativ»,(...) führt ihn dorthin, wo sich Politik und Korruption, Geschäft und Verbrechen heillos vermischen.
Dabei hat das Autorenduo Christoph Silber und Thorsten Wettcke nicht an einen realen Fall aus der Gegenwart gedacht - «uns dienten die verschiedensten Fälle als Modell, selbst über Europa hinaus. Wir haben alles verfügbare Material gesichtet und mit investigativen Journalisten gesprochen.» (...)
NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze ist sich des Risikos durchaus bewusst, wenn bei einem «offenen Ende» die Großschurken davonkommen: «Aber ich habe nie erwogen, ein gewaltsames Happy End aufzupappen. Natürlich ist "Tatort" Unterhaltungsfernsehen, aber auch dort muss man mal den Mut zu etwas anderen Filmen haben, die neue Akzente setzen.»

Kai-Oliver Derks schreibt am 08.06.07 in ?teleschau - der mediendienst":

?So kommt es nun, dass mit Robert Atzorn einer der besten Schauspieler der Reihe sein Engagement beendet. "Investigativ" lautet der Titel seines vorletzten Falls. (...)
Die "Tatort"-erfahrene Regisseurin Claudia Garde inszenierte diesen tempo- und abwechslungsreichen Krimi, der hinter die Kulissen von Enthüllungsjournalismus und Staatsmacht blickt und private Komponenten der Ermittler weitgehend in den Hintergrund drängt. Und trotzdem ist es ein richtig guter Film geworden ... auch dank eines mutigen Endes, das ebenso unkonventionell wie verstörend ist."

 

TV Movie schreibt:

?Die realistische Story widmet sich brisanten Themen - organisierter Kriminalität, Korruption, Pressefreiheit - und zwingt geradezu zum Nachdenken. Stark!"

 

TV Spielfilm schreibt:

?Ein interessanter Fall, leider spannungsarm dahererzählt. Außerdem nervt, wenn dem Zuschauer das Offensichtliche immer wieder über umständliche Dialoge erklärt wird."

 

RTV schreibt:

?Casstorff ermittelt gewohnt ernsthaft, aber nicht langweilig."

Prisma schreibt:

?Nach dem Drehbuch von Christoph Silber und Thorsten Wettcke drehte Claudia Garde einen spannenden und durchaus brisanten Fall, der kriminelle Verbindungen zwischen Kiez, Politik und Justiz aufdeckt."

Zusammenstellung: Ulla Sommer



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