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Heute ist der: 16.12.2019. --> Bis heute wurden 1125 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

"Letzte Ausfahrt Mord - dunkle Familientragödie"

Judith von Sternburg von der ?Frankfurter Rundschau? fühlt sich an vergangene Zeiten erinnert. Sie schreibt am 04.05.07:

?Trotz der höchstmöglichen Kompliziertheit, mit der der Kriminalfilm eine einfache Konstellation (Untat & Klärung der Täterschaft) zur Lust und zum Grausen seiner Zuschauer überzieht, gibt es doch einen verlässlichen Hinweiskanon.(...) Im neuen SWR-Tatort (...) ist [mit solch verlässlichen Hinweisen] nicht zu rechnen. (...) Drumherum entspinnt sich ein Klassiker mit geheimnisvollen Telefonaten und Kontakten, von denen die Kommissarin nichts und die Zuschauer nicht viel wissen, um Betrug, Eifersucht, Geldgier und so fort könnte es gehen. Erzählt wird das von Regisseur Thomas Freundner mit einer Ruhe, die auf das Schönste unmodern wirkt. Hierzu passt die wohltuende Wortkargheit des Drehbuchs von Xaõ Seffcheque und Jürgen Starbatty. Lena Odenthal hat außerdem offenbar die Besuche bei einer Typberatung fortgesetzt und wird immer sanfter und vielleicht auch darum jünger. (...) Kaum glaubt man, dass Die dunkle Seite nagelneu ist. (...) Wohltuend ist die Nüchternheit, mit der Lena Odenthal ihre Arbeit macht.?

Auch Martin Weber von der ?Westdeutschen Allgemeinen? äußert sich positiv über die schauspielerischen Leistungen der Darsteller. Er schreibt am 04.05.07:

?Dass die sympathische und sportliche Lena auch leise Töne anschlagen kann, durfte sie oft beweisen, doch so still und in sich gekehrt wie in ihrem neuesten Fall "Die dunkle Seite" (...) hat man sie noch nie erlebt.
In dem ruhigen, aber keineswegs bedächtigen "Tatort" im Speditionsmilieu, einer guten Mischung aus klassischer Mordgeschichte und düsterem Familiendrama, bewährt sich die Kommissarin aus dem pfälzischen Ludwigshafen als zurückhaltende und listige Beobachterin - und das steht ihr gut. Schön, dass sich die Macher des SWR-"Tatorts" über ihre Figur Gedanken machen, dass die einsame Lena sich entwickeln und älter werden darf. Für den Kollegen Kopper an ihrer Seite bleibt da natürlich häufig nur noch die Rolle des etwas verschrobenen und komischen Kollegen - eine Aufgabe, die Andreas Hoppe aber souverän erfüllt.?

Von ?leisen Tönen? spricht Frank Kober von der ?Märkischen Allgemeinen?. Er schreibt am 05.05.07:
 
?Ein harter Brocken für Lena und Kopper. Immerhin, die ungewöhnliche Brutalität lässt den Schluss zu, dass der Mord nicht das Werk von Profis gewesen sein muss. Pflegen doch organisierte Banden und Highway-Piraten eher geräuschlos vorzugehen. Ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. (...) Regisseur Thomas Freundner tut gut daran, bei diesem äußerlich so dramatischen Fall (Buch: Jürgen Starbatty, Xaõ Seffcheque) eher leise Töne anzuschlagen. Ganz behutsam und ganz bewusst spielt er die Stärke seiner Protagonisten aus, sich in die inneren Konflike der Verdächtigen hinein zu denken. Vor allem Ulrike Folkerts kann so ihr subtiles Rollenverständnis wieder einmal glänzen lassen. Was ja in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Heraus kommt so ein zwar umständlicher, manchmal auch ein etwas hausbackener, aber dafür umso spannenderer "Tatort", der zum Schluss sogar noch mit faustdicken Überraschungen aufwartet. Na bitte. Geht doch!?

Auch Franz Solms-Laubach von ?Welt Online? empfiehlt, diesen Tatort zu schauen. Er schreibt am 06.05.07:

?Feste Liefertermine, streng regulierte Fahrzeiten und harte Konkurrenz. Lkw-Spediteure kämpfen täglich um das berufliche Überleben. Eine Verzögerung und der nächste Auftrag geht an einen anderen. (...) ?Die dunkle Seite" zeigt, was passiert, wenn das Eis bricht. (...) Wie schnell der berufliche Druck in der Speditionsbranche auch das Privatleben beeinflusst und dort der kleinste Tropfen das Fass schließlich zum überlaufen bringen kann, erfahren (...) auch (...) Lena Odenthal (...) und ihr Kollege Mario Kopper (...), als sie die Leichen im Keller eines Spediteurs bergen müssen. (...) Der Film ist eine gut fokussierte Milieustudie. Der Mikrokosmos der Familie wird hier zum Sinnbild für den Druck unter dem sich eine ganze Branche wähnt. Die Familie wir dabei zum Ventil für ihre völlig überforderten Protagonisten. Das Zusammenleben von Anna und Holger Lindner ist eine ganz alltägliche Hölle. Dass der [Film] hier nicht ins Banale abdriftet, sondern knallhart die Familientragödie in den Vordergrund stellt, ist seine größte Stärke. Dass die Rechnung aufgeht, liegt wohl auch an dem überzeugenden Spiel von Wotan Wilke Möhring und Jeanette Hain. Sie schaffen es Momente der Beziehung von Anna und Holger Lindner zu spielen, die allein durch ihre Stille stark sind. Keine überzeichneten Wutausbrüche. Keine hitzigen Debatten. Einfach nur Momente der emotionalen Kälte gepaart mit der naiven Liebe, die trotz aller widrigen Umstände die Hoffnung auf Besserung nie verliert. (...) Dort [im Schlafzimmer] geht es nämlich ebenso trist zu, wie im ganz normalen Durchschnittsalltag ihrer Ehe: Während Holger nur mit sich selbst beschäftigt ist, blickt Anna gelangweilt auf die Uhr und denkt an den verpassten Termin im Frauenhaus. Das sind starke Momente, die dem Zuschauer die zerrüttete Ehe der beiden mit ganz einfachen Mitteln vor Augen führen. Das macht den Film sehenswert. (...) Ein düsterer und gelungener Tatort mit hervorragenden Schauspielern.?

RTV schreibt:

"Lena Odenthal ermittelt gewohnt zielstrebig und spröde."



TV Spielfilm schreibt:

"Der anfangs etwas fade Trucker-Krimi von Thomas Freundner, der für den HR-Tatort ?Herzversagen? den Grimme-Preis erhielt, gewinnt durch unerwartete Wendungen an Fahrt."


Hörzu schreibt:

?Familientragödie mit guten Darstellern.?



Zusammenstellung: Ulla Sommer



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