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Pressestimmen

?Gefühlsduseliges Rührstück im schlimmsten Rosamunde-Pilcher-Stil?

Klaudia Wick schreibt am 7. April 2007 in der ?Berliner Zeitung?:

?Eine gute Weile lang kann der Tatort vom Bodensee aus der Idee Krimispannung erzeugen, dass die Zuschauer der Kommissarin einen Schritt voraus sind. Sie wissen von Anfang an, was Klara Blum erst mühsam herauskriegen muss (?) Kaum aber hat die Kommissarin in (?) zum Publikum aufgeschlossen, droht der Krimi auch schon auf der Stelle zu treten. (?) Mit leicht durchschaubaren Tricks versucht nun die Drehbuchautorin (?) Zeit zu schinden (?) So wie es ausschaut, haben sich Buch und Regie (?) allzu sehr auf die Wirkung ihrer phasenweise zu manierierten Inszenierung verlassen. Immer wieder laufen - Zuschauer aufgepasst! - nämlich seltene Tiere durch das Fernsehbild. Zunächst geschieht dies noch beiläufig oder aus erklärlichen Gründen, später dann wird der Einsatz der Tiere aber eher willkürlich und damit penetrant. (?) Und so kann dieser Exotenzoo der Hauptdarstellerin Eva Mattes in Herzenswärme und Telepräsenz den Rang doch nicht ablaufen. Gemeinsam mit ihrem Partner Sebastian Bezzel ist Mattes über weite Strecken der einzige Lichtblick dieser nach einer Stunde doch ziemlich tristen Veranstaltung. Man möchte beten, dass dieser Ausnahmeschauspielerin bald wieder bessere Drehbücher zuteil werden.?

Der "Tagesspiegel" schreibt am 7. April 2007:

?Jahns Inszenierung des neuen Bodensee-?Tatortes? (?) knüpft nahtlos an die bisherigen Konstanzer Krimis an. Als wäre es Teil der Produktionsbedingungen, ist auch ?Engel der Nacht? allenfalls solide, eher etwas blutleer und spannungsarm. (?) Abgesehen vom Auftakt, den Jahn gekonnt mit Thrillerelementen gestaltet, und den optisch verfremdeten Rückblenden ist die Inszenierung völlig unauffällig. Dagegen wäre ja nichts zu sagen, wenn sie sich einer packenden Geschichte unterordnen würde. Aber auch die Handlung (?) ist eher schlicht (?) Der Film lebt fast ausschließlich von der Beziehung zwischen der mütterlichen Kommissarin Blum (?) und dem Tatzeugen. (?) Hübsch sind allein die tierischen Elemente.?

Sylvia Staude schreibt am 7. April 2007 in der ?Frankfurter Rundschau?:

?Auf der Suche nach etwas Besonderem sind die Macher des Bodensee-Tatorts diesmal zwar nicht auf den Hund, aber auf Scharen anderer Tiere gekommen: darunter eine Albino-Python (?) [und] eine hübsche schwarze Ratte. (?) Klara Blum und Annika Beck, sonst doch die so nervenstarke Sekretärin "für alles", gruseln sich, wie im Uralt-Witz Frau-klettert-wegen-Maus-auf-den-Schrank. Ach je. (?) Ach je, muss man auch zu einigen anderen Einfällen dieses (?) Tatorts sagen. So werden die Beamten mal wieder als dümmer dargestellt, als es die Polizei erlaubt: (?) Eva Mattes, sonst auf die Rolle der nicht gerade höflichen Ermittlerin festgelegt, kommt diesmal erst weiter, als sie Herz zeigt. Das macht die Kamera ganz besoffen: Während Klara Blum und Manuel sich umarmen, kreist die Welt um das Paar, als wären wir bei Rosamunde Pilcher. (?) Der niedlich sommersprossige Henry Stange als Manuel sowie Python und Kaiman, Gürteltier und Löwe werden gebraucht, einen mittelmäßigen Tatort interessanter zu machen. Kinder und Tiere auf der Bühne, so wissen Theaterleute, stehlen jedem Schauspieler die Show. Hier dienen sie auch dazu, von Plausibilitätslücken abzulenken.?

Frank Kober schreibt am 7. April 2007 in der ?Märkischen Allgemeinen Zeitung?:

?Einmal mehr verbindet sich das Schicksal unserer Kommissarin ganz unmittelbar mit der Tragik der Ereignisse, erklärt Klara Blum einen Mordfall zur Privatsache. Eine Besonderheit der Konstanzer "Tatort"-Reihe, wie sie höchstens noch in Ludwigs[hafen] bei Kollegin Odenthal zu finden ist. Aus diesem Ansatz heraus [wurde] dann auch (?) für Eva Mattes erneut eine Geschichte entwickelt, die ihrer großen schauspielerischen Kraft und ihrer Körperlichkeit absolut Rechnung trägt. (?) Was nicht immer selbstverständlich war in der Vergangenheit. Zu lasch und zu durchsichtig legten sich Mordfälle um die Figur ihrer Klara Blum. Fast wie ein zu kleiner Mantel, der dann auch die Protagonistin schlecht aussehen ließ. (?) Doch das ist diesmal alles anders. Alles besser, einfühlsamer. Mit viel Gespür für Zwischentöne und mit einem knallharten Realismus schildert [Regisseur] Jahn die ungewöhnliche Beziehung einer einsamen Kommissarin und eines einsamen Jungen. Ja, der Bodensee-"Tatort" meldet sich eindrucksvoll zurück in der Sonntagskrimi-Bundesliga. Gut so!?

TV Spielfilm schreibt:

?Karnickel, Äffchen und ein Bub, mit dem sich Klara in der ?Leguansprache? durch Nicken verständigt? ?Neben Kindern und Tieren kannst du nur verlieren?, lautet eine Schauspielerweisheit, die Eva Mattes wohl nicht kannte! Fazit: So kitschig war ?Tatort? selten.?


?DER SPIEGEL? schreibt am 7. April 2007:

?Dieser Ostermontagskrimi (?) hat Mut für Atmosühäre und Gefühl (?) Die Ermittler suchen den Mörder eines Tierhandlungsbetreibers und müssen sich durch die verstreute Fauna des Getöteten aus herumflatternden Vögeln, aufgeregten Affen und durch die Gegend flanierenden Krokodilen und Spinnen zur Wahrheit durcharbeiten.?


?Prisma Online? schreibt:

?Regisseur Thomas John gibt mit dieser etwas wirren Episode um illegalen Tierhandel und einen Vater-Sohn-Konflikt (?) sein "Tatort"-Debüt. Dass er auch bessere Krimis inszenieren kann, zeigte er zuvor schon mit [zwei] Dieter Pfaff-Filmen.?

Heiko Werning schreibt am 7. April 2007 im ?tazblog?:

?[Dieser Film] ist einer der dämlichsten Beiträge der ehrwürdigen Krimireihe seit Langem (?) Nach ?Der schwarze Skorpion? (?) ist ?Engel der Nacht? der zweite Terraristik-Tatort, und er ist voll daneben gegangen. Denn für das Tierhandlungsthema interessiert der Film sich überhaupt nicht, für die Krimihandlung eigentlich auch nicht, letztlich ist das Ganze einfach nur ein unglaublich gefühlsduseliges Rührstück im schlimmsten Rosamunde-Pilcher-Stil über die einsame Kommissarin, die die Zuneigung eines traumatisierten, künstlich auf etwas geheimnisvoll gemachten Kindes erlangt. Dabei wird bis weit über jede Schmerzgrenze in die Kitschkiste gegriffen. (?) Es ist ein Grauen. Und da alles andere nur Kulisse ist für diesen Groschenromanquatsch, gebricht es dem Film an allen Ecken und Enden an Logik, Plausibilität oder auch nur Korrektheit der Fakten, einiges ist einfach nur ärgerlich doof. (?) Ein besonderes Gimmick des Films ist, dass immer mal wieder irgendein exotisches Tier völlig sinnfrei durchs Bild huscht: Mal ist es ein Albino-Tigerpython, der im Baum an der Straße züngelt, mal ein Gürteltier, dass zwischen den Polizeiautos herumrennt (?) Wie die Tiere da hingekommen sind (?) ? wurscht. Und warum der Junge, der sonst offenbar topinformiert in Sachen Tierpflege ist, diese einfach, wie später aufgeklärt wird, ausgesetzt hat (und damit in der Realität dem sicheren Tod ausgeliefert hätte) ? auch wurscht. Und wann er das überhaupt gemacht haben soll, obwohl er doch nach dem Tod des Vaters beständig in polizeilicher Verwahrung weilte - erst recht wurscht. Weil: eh alles wurscht. Hauptsache, die Kommissarin sagt dem Bengel ?auf Leguanesisch? via Kopfnicken, dass sie ihn ganz doll lieb hat. Brrr? (?) Was für ein sinnloser Scheiß.?


Zusammenstellung: Tobias Goltz


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