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Heute ist der: 26.08.2019. --> Bis heute wurden 1114 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Die Drehorte von "Wer andern eine Grube gräbt"

Schöne Landschaften entlang der Saar, alte Industrieanlagen wie auch Ausflüge nach Frankreich sind nur einige der Aspekte, die die Drehorte der SR-TATORTe auszeichnen. Timo Bredehöft war im Saarland unterwegs, um die Drehorte der SR-Folgen zu dokumentieren. Diesmal steht der dritte saarländische TATORT im Fokus - "Wer andern eine Grube gräbt". Das Drehort-Special wird in den kommenden Wochen fortgesetzt mit Drehortinfos zu allen bisherigen SR-TATORTen.



Zu Beginn des ersten Schäfermann-TATORTs versucht eine Verbrecherbande, die Uhrensammlung eines verstorbenen Bankdirektors zu stehlen. Das Haus des Bankdirektors befindet sich am Ende des Kobenhüttenwegs in Saarbrücken. Das Gartentor und die mit Büschen bewachsene Mauer sehen heute noch fast genauso aus wie beim Dreh 1976.

 
Am Haus des Bankdirektors Gollnick. Bilder: T. Bredehöft

Nach zahlreichen Innenaufnahmen (Trauerfeier, Präsidium, Wohnung Schäfermann), zu denen sich keine Drehorte finden lassen, folgt eine Autofahrt von Sannwald und seiner Geliebten Jutta Glogau. Die beiden sind auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke und dann auf der Stadtautobahn in Richtung Südosten zu sehen. Die Schnittfolge der Fahrt im Film ergibt in der Realität keinen Sinn und ist nur machbar, wenn man an einer Stelle wendet und zurückfährt.

Wilhelm-Heinrich-Brücke.
Stadtautobahn, Fahrtrichtung wieder zurück zur Wilhelm-Heinrich-Brücke. Bilder: T. Bredehöft

Das Ziel der beiden ist ein Reitplatz. Dieser befindet sich am Schanzenberg, oberhalb der Messe Saarbrücken. Auch heute wird die Reitanlage noch aktiv genutzt.

 
 
Reitanlage "Am Schanzenberg". Bilder: T. Bredehöft

Schäfermann fährt später im Film zu einer Befragung des Pharmazie-Fabrikanten Pallmert in dessen Unternehmen. Gedreht wurde in einem wirklichen Pharmazie-Unternehmen, "Chephasaar" in der Mühlstrasse in St. Ingbert-Rohrbach.

 
Pharmazie-Unternehmen in St. Ingbert. Bilder: M. Kohl

Die Außenaufnahmen des Polizeipräsidiums entstanden wie bereits beim Vorgänger "Das fehlende Gewicht" in der Graf-Johann-Straße in Saarbrücken. Zu sehen ist ein echtes Präsidium des saarländischen Landeskriminalamts. Das weiße Haus im Hintergrund diente später in 2 Palu-TATORTen und einem Kappl-TATORT als Drehort.

 
In der Graf-Johann-Straße. Bild: T. Bredehöft

Mit dem Blick auf einen See werden die Szenen im "Waldsanatorium St. Ingbert" eröffnet. Bei dem See handelt es sich um den Niederwürzbacher Weiher, Blickrichtung nach Westen Richtung Oberwürzbach.

Niederwürzbacher Weiher, Bild: T. Bredehöft
Das "Waldsanatorium" im Film.
Der "Waldhof Schüren" 1963.

Dieses sogenannte "Waldsanatorium" war einer der am schwierigsten zu findenden SR-Drehorte überhaupt. Er befindet sich nicht, wie im Film suggeriert, am Niederwürzbacher Weiher. Es handelte sich stattdessen dabei um das Hotel und Restaurant "Waldhof Schüren" in St. Ingbert-Schüren. Das Gebäude wurde zu einem uns unbekannten Zeitpunkt komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In den 60er Jahren war der Waldhof (Inhaber: Kurt Dahlem) das erste Michelin-Stern-Restaurant des Saarlandes.

Auf einer Postkarte aus dem Jahr 1963 kann man das die beiden Gebäudeteile sowie die große Terrasse sehen, die auch im TATORT zu sehen sind. Schaut man sich St. Ingert-Schüren heute bei Google-Earth an, so ist nur noch der Pool zu erkennen, den man in einer späteren Szene auch im Film sieht.

Vor Ort in Schüren lässt sich außerdem die Kurve identifizieren, durch die Schäfermann zum Sanatorium fährt.

In Schüren. Bild: T. Bredehöft

Im weiteren Verlauf macht sich Sannwald zu Fuß auf die Suche nach einem Restaurant. Beim ersten Restaurant mit dem Schild "Heute Ruhetag" handelt es sich um die Klosterschenke in Gräfinthal. Sannwald isst dann direkt gegenüber im "Gräfinthaler Hof". Beide Restaurants existieren auch heute noch in Gräfinthal. Sie befinden sich mit rund 20 km allerdings mehr als einen kleinen Fußmarsch von St. Ingbert-Schüren entfernt.

Klosterschenke
Gräfinthaler Hof. Bilder: T. Bredehöft

Der Showdown findet in Kaiserslautern statt. Pallmert versucht dort, den Zug mit seiner Komplizin rechtzeitig zu erreichen. Entsprechend ist Gleis 4 des Bahnhofs zu sehen sowie weitere Szenen an der Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße / St. Marien-Platz, in der Rudolf-Breitscheid-Straße und in der Richard-Wagner-Straße kurz vor dem Bahnhof.

Bahnhof Kaiserslautern.
Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße / St. Marien-Platz
Rudolf-Breitscheid-Straße
Richard-Wagner-Straße. Bilder: T. Bredehöft

 

Unbekannte Drehorte

Einige Drehorte aus "Wer andern eine Grube gräbt" konnten bislang noch nicht identifiziert werden. Wir freuen uns sehr über jegliche Hinweise an frage (at) tatort-media.de

Bisher ist noch nicht klar, auf welchem Friedhof die Bestattung am Anfang des Films gedreht wurde.

Ebenfalls unklar ist, wo sich die Villa von Sannwald befindet. Im Film ist eine weitläufige Parkanlage um die Villa zu erkennen, sodass diese wohl alleinstehend an einem Ortsrand liegt.

Timo Bredehöft


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