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Heute ist der: 15.12.2018. --> Bis heute wurden 1087 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

DATEN ZUM ERMITTLER
Name:
Thiel
Boerne
Vorname:
Frank
Karl-Friedrich
Ermittlungsort:
Münster
Dienstrang:
Kriminalhauptkommissar

Team-Mitglieder:
- Silke Haller ("Alberich")
- Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern
- Herbert Thiel
- Staatsanwältin Wilhelmine Klemm
Frank Thiel, Bild: WDR

Kriminalhauptkommissar Frank Thiel wurde am 6. Dezember 1960 geboren und zog dann nach der Trennung der Eltern mit seiner Mutter nach Hamburg. Nach der Mittleren Reife bestand er auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur und arbeitete in der Freien und Hansestadt bei der Kriminalpolizei. Zu seinem Vater hatte er etwa drei Jahrzehnte gar keine Verbindung, sich nun aber ? nach dem Tod der Mutter - aus der Elbmetropole zu ihm versetzen lassen. Thiels Ehe ist gescheitert und seine Frau Susanne nach Neuseeland ausgewandert. Den gemeinsamen 12-jährigen Sohn Lukas vermisst er natürlich, die Kontakte beschränken sich allerdings auf gelegentliche Telefonanrufe, bei denen Thiel dummerweise meistens den Zeitunterschied zwischen den Kontinenten vergisst oder falsch berechnet.

Das Leben in der westfälischen Domstadt gestaltet sich für den Hanseaten zunächst nicht ganz einfach. Dazu trägt bei, dass ihm ? noch in Hamburg ? wegen eines Blutalkoholgehalts von 2,5 Promille der Führerschein abgenommen worden war. Er ist nun häufig mit dem Fahrrad unterwegs, hat aber das Glück, dass sein Vater als Taxifahrer arbeitet und ihn für Dienstfahrten unterstützen kann. Er kommt auch nicht so recht damit klar, wie übersichtlich sich das Leben in Münster gestaltet. Thiel bezieht eine Altbauwohnung muss aber sofort feststellen, dass die ausgerechnet dem Rechtsmediziner Prof. Karl Friedrich Boerne gehört, einem Menschen, der einen ganz anderen Lebensstil pflegt als der Kommissar.

Fan des St.Pauli ist Thiel, fährt oft zu Heimspielen ans Millerntor, trinkt seinen Kaffee natürlich am liebsten aus einem St.Pauli-Becher und hat sich darüber hinaus mit manchem Merchandising-Artikel des Kultclubs eingedeckt. Dass er sich als Klingelton "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" eingerichtet hat, ist ebenfalls eher dem Club geschuldet als der Hamburger Rotlichtmeile und im Münsteraner Polizeisportverein kickt er als Innenverteidiger, während er früher Feldhockey gespielt hat.

Thiel wirkt oft muffelig, seine Begrüßungen sind kurz und knapp: "Moinsen!" Er spricht selten einen Satz zu viel und ein Lob für seine Assistentin Nadeshda Krusenstern kommt nur ganz selten über seine Lippen. Der Hauptkommissar ist zweifelsohne erfolgreich, die Ermittlungsansätze, die er häufig nach Gefühl trifft, führen meistens in die richtige Richtung und das Fahrrad benutzt er auch als er wieder einen Führerschein besitzt, freilich muss er seine gelbe Leeze ? so ist das halt in der Studentenstadt ? mit dicksten Vorhängeschlössern sichern, dass die ihm nicht zu oft geklaut wird. Mit seinem Gehalt kann er keine ganz großen Sprünge machen, ein wesentlicher Teil des Einkommens geht schon mal für die Miete drauf, aber Thiel ist ziemlich anspruchslos. Urlaub macht er nur selten, dann als Rucksacktourist, als er von Dakar aus mit dem Motorrad durch die Sahara cruist und weiß nicht so recht, was er davon halten soll, dass sein Vater ihm für diese Reise eigenhändig einen Schal (!) gestrickt hat.

Zu seinem Vater Herbert hat er sowieso kein ganz einfaches Verhältnis. Der Spät-68er strapaziert die Geduld seines filius allerdings auch nicht unerheblich. Er verdreht nur noch die Augen, wenn "Vaddern" etwa die Erzeugnisse seiner eigenen Hanfplantage vertickt, wenn er ihn frühmorgens und sehr leicht bekleidet bei Staatsanwältin Wilhelmine Klemm antrifft, wenn der Taxifahrer ihn als Hilfe bei begangenen Ordnungswidrigkeiten einspannen will. Wesensmäßig sind sich die beiden nicht ganz unähnlich und finden gemeinsamen Ausgleich (und Ruhe) wenn sie zusammen Angeln gehen. (Text: Achim Neubauer)

Prof. Karl-Friedrich Boerne, Bild: WDR

Professor Karl Friedrich Boerne ist der Leiter des Instituts für forensische Medizin der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sein Vater Heinz-Friedrich (1912-1994) war in der Domstadt an der Augenklinik, auch seine Mutter Erika ist verstorben, seine ältere Schwester Hannelore arbeitet als Zahnärztin. Boerne ist geschieden, seine Ex-Frau ist mit ihrem Therapeuten durchgebrannt; er lebt allein.

Er war schon in der Mönchhofschule bei der Lehrerin Zita Keller ein Einsenschreiber, bei seinen Mitschülern nicht wirklich beliebt, wurde er in den Pausen immer von denen in die Mülltonne gestopft, sicher einer der Gründe, warum er in der Jugend fünf Jahre lang Karate machte und den grünen Gürtel trug. Boerne spricht französisch, spanisch und russisch und bei Benefitzveranstaltungen tritt er mit seiner Assistentin Silke Haller als Zauberer und Hypnotiseur auf.

Das Studium absolvierte er in Münster, saß bei Vorlesungen stets in der ersten Reihe. Seinen Kommilitonen, den jetzigen Kölner Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth hat "KaEff" zwar in der Anatomiezwischenprüfung abschreiben lassen, aber freundschaftlich zugewandt sind sich die beiden nicht. Überhaupt hat der Professor außer den gesellschaftlichen Pflichtkontakten, nicht viele Menschen, mit denen er sich regelmäßig treffen würde.

Auch seine Mitgliedschaft in der schlagenden Studentenverbindung "Pommerania-Guestfalia" wird von ihm nur aufrechterhalten, weil er sich als "Alter Herr" ihr verpflichtet weiß. Er war dort mal der beste Fechter im Corps, ging keiner Mensur aus dem Wege und focht die Contragen mit dem scharfen Säbel aus.

Boerne ist ein Multitalent, kann alles und weiß alles (besser). Er ist in seinem Fachgebiet erfolgreich, schreibt Artikel für die "Forensical Review", war für zwei Gastsemester an der Sorbonne, erhält diverse Auszeichnungen und besucht regelmäßig Kongresse - auch im fernen Ausland. Wirklich beliebt ist er nicht, sein Stuttgarter Kollege Dr. Daniel Vogt ist genervt von seinen Schwadronaden, die kein Ende finden.

Der Professor wäre ein eloquenter Gesprächs-Partner, wenn er andere auch mal zu Wort kommen ließe. So beschränken sich seine Beiträge auf mehr oder weniger lange Vorträge. Er gibt kluge Tipps und seine Gegenüber stehen oft vor dem Problem, dass Boerne dann tatsächlich meistens auch noch Recht hat.

Er ist ein ausgezeichneter Klavierspieler, nur beim Geige spielen war er ziemlich talentfrei. Erfolgreich ist er beim Springreiten, spielt Golf beim GCC Grothenburg.

Mit seinem Mieter Hauptkommissar Frank Thiel verbindet ihn ein ganz besonderes Verhältnis; einerseits hält der Professor den für einen ziemlichen Proleten, andererseits sucht er dessen Nähe. (Text: Achim Neubauer)

Alle Folgen im Überblick:

lfd.
Nr.
Nr.FolgeES-Datum
1511Der dunkle Fleck20.10.2002
2517Fakten, Fakten...01.12.2002
35433 x schwarzer Kater19.10.2003
4551Sag nichts14.12.2003
5565Mörderspiele25.04.2004
6582Eine Leiche zu viel05.12.2004
7594Der Frauenflüsterer03.04.2005
8615Der doppelte Lott20.11.2005
9622Das ewig Böse05.02.2006
10646Das zweite Gesicht12.11.2006
11659Ruhe sanft18.03.2007
12678Satisfaktion28.10.2007
13699Krumme Hunde18.05.2008
14710Wolfsstunde09.11.2008
15727Höllenfahrt22.03.2009
16745Tempelräuber25.10.2009
17763Der Fluch der Mumie16.05.2010
18775Spargelzeit10.10.2010
19799Herrenabend01.05.2011
20810Zwischen den Ohren18.09.2011
21831Hinkebein11.03.2012
22851Das Wunder von Wolbeck25.11.2012
23867Summ, summ, summ24.03.2013
24883Die chinesische Prinzessin20.10.2013
25907Der Hammer13.04.2014
26917Mord ist die beste Medizin21.09.2014
27949Erkläre Chimäre31.05.2015
28961Schwanensee08.11.2015
29986Ein Fuß kommt selten allein08.05.2016
30994Feierstunde25.09.2016
311017Fangschuss02.04.2017
321036Gott ist auch nur ein Mensch19.11.2017
331060Schlangengrube27.05.2018


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