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Sievers, der Gegenspieler des Zollfahnders Kressin

Der Gentlemen-Verbrecher

Kein einfacher Verbrecher: Sievers ist eine gemäßigte Version eines Fantomas, Mabuse oder Fu Man Chu. Gebildet, höflich und mit Manieren - und allgegenwärtig, aber bleibt doch immer außer Reichweite - auch für Kressin. Denn es gelingt Kressin nicht, Sievers dingfest zu machen. Immerzu entwischt er ihm.

Gangsterboss Sievers wurde von Ivan Desny gespielt. Bild:WDR

In der zweiten Folge "Kressin und der Laster nach Lüttich" beschreibt Kressin seinen Gegenspieler als feinen Pinkel, der andere die Drecksarbeit machen lasse und nur zum Kassieren komme - und ganz unrecht hat er mit dieser Charakterisierung nicht. Die Zollfahndung/Polizei sei schon lange hinter ihm her, konnte ihn aber bisher nicht fassen. So entwischt der "feine Pinkel" Sievers dem Zollfahnder nach den Ermittlungen in Lüttich auf dem Kölner Hauptbahnhof - in einem Zug nach Kopenhagen, dort nämlich soll der nächste Coup von Sievers seinen Lauf nehmen. Auch der Zuschauer ist dabei, wenn Sievers von Dänemark aus den nächsten Coup plant: Seine Truppe plant die Befreiung der aus Schweden zu überführenden Häftlinge Katolli und Brockhoff. Natürlich ist auch Kressin wieder dabei, wenn auch eher zufällig. Diese Geschichte erzählt die dritte Folge "Kressin stoppt den Nordexpress".

Gangsterboß Sievers und seine vielfältigen Geschäfte

In großem Stil betreibt Sievers immer wieder gewerbsmäßige Verbrechen. Überwiegend geht es um Schmuggel, die berufsmäßige Beschäftigung für Kressin, Sievers Gegenpart. Mal geht es um Drogen (Toter Mann im Fleet), Alkohol (Laster nach Lüttich), geraubte Kunstwerke (Frau des Malers), Waffen (Mann mit dem gelben Koffer) oder Antiquitäten (Zwei Damen aus Jade).

In "Kressin stoppt den Nordexpress" geht es Sievers "nur" um die Befreiung der Gefangenen Brockhoff und Katolli, die mit dem Zug nach Deutschland überführt werden sollen. In dieser Folge kommt Kressin nur durch Zufall dem vornehmen Gangsterboß Sievers in die Quere, denn eigentlich war Kressin in anderer Mission in Kopenhagen, um sich über Pornoschmuggel fortzubilden. Im Grunde wollte Kressin mit dem Flugzeug fliegen, doch im letzten Moment entscheidet er sich für den Zug, um einer attraktiven Frau nahe zu sein, die sich später als Schmugglerin von Pornoheften entpuppt.

Wie gute, alte Freunde

In jedem anderen Kressin-Film (Ausnahme: "Tote Taube in der Beethovenstrasse") taucht Sievers auf. Dabei ist der gepflegte Sievers stets zuvorkommend, freundlich und immer höflich - aber Kressin mindestens auch einen Schritt voraus.

Wenn Kressin auftaucht, ist Sievers nie wirklich erstaunt. Er bleibt ruhig und fällt nicht aus dem Rahmen, und hat Manieren, während Kressin als sein Gegenspieler immer ungestüm seinen Emotionen freien Lauf lässt: Er prügelt, er schlägt sich mit Sievers Leuten, den "Wasserträgern", an denen Kressin naturgemäß wenig Interesse hat. Doch natürlich ist Sievers immer auf der Hut. Für ihn scheint es immer eine "Hintertür" zu geben, über die er auch im letzten Moment noch entwischen kann. Sievers stellt - angelehnt und in provozierter Assoziation an die Filme der Agenten-Reihe "James Bond" - den Feind, das Böse, dar, das es zu beseitigen gilt, doch immer wieder auftaucht.

Francois Werner
Quelle: Keller, Harald: "Anfang und Ende der Libertinage: Kressin - Zöllner ohne Schranken"


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