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Heute ist der: 19.08.2018. --> Bis heute wurden 1076 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

DATEN ZUM ERMITTLER
Name:
von Burg
Gertsch
Vorname:
Philipp
Markus
Ermittlungsort:
Bern
Dienstrang:
Detektivwachtmeister
Wachtmeister
Philipp von Burg, Bild: SF DRS

Detektivwachtmeister Philipp von Burg entstammt einem alten Basler Patriziergeschlecht. Sein Vater war im Generalstab, ein Onkel ist Botschafter in Nairobi. Dem Mitte der 1950er Jahre geborenen Kriminalen geht der Ruf voraus, "ein ungemütlicher Vogel" zu sein. Wachtmeister Markus Gertsch ist deshalb zunächst nicht gerade begeistert, dass sein ehemaliger Chef Reto Carlucci ihn für die Zusammenarbeit mit dem ziemlich kaltschnäutzig wirkenden Individualisten empfohlen hat.

Einen wesentlichen Teil seiner kriminalistischen Ausbildung hat von Burg bei Scotland Yard absolviert. An seinen dortigen Lehrer, Superintendent Banister, denkt er erheblich freundlicher zurück, als an seine geschiedene Frau, die - inzwischen zum zweiten Mal geschieden - noch in London lebt. Die gescheiterte Ehe ist für ihn denn auch ein wesentlicher Grund gewesen, in die Schweiz zurückzukehren. So ganz lässt ihn die intensive Englandzeit aber nicht los. Natürlich hat er sich angewöhnt, den Tee vornehmlich selbst aufgebrüht zu trinken - am liebsten einen Earl Grey. Sein favorisierter Whiskey ("Bushmills Malt"), den er nur ohne Eiswürfel trinkt, stammt aus der einzigen irischen Maltwhiskeybrennerei und Sherry trinkt er selbstverständlich nur als Aperitif. Schweizerischen Küchenspezialitäten steht er durchaus skeptisch gegenüber, bestellt statt "Suuri Läberli" (Saure Leber) eher Scampi, aber mit Gertsch zusammen verspeist er gern ein Käsefondue.

Je länger die beiden zusammen arbeiten, desto vertrauter wird ihr Umgang miteinander. Lange hat sich sein Assistent an den Marotten des Vorgesetzten gerieben, im Laufe der Zeit ist aus den ziemlich unterschiedlichen Wesenstypen allerdings ein wirkliches Ermittlerteam geworden und von Burg stellt seinen Kollegen vor als "Polizist und Freund".

Der anglophile Polizeibeamte spricht auch "ein paar Brocken" Russisch. Dimitri Kosinski, ein erfahrener Mafiaexperte aus Moskau hat ihm die bei einem Seminar in einer durchzechten Nacht beigebracht. Sein Interesse für Mathematik ist für ihn zu einer Leidenschaft geworden, aber an Regeln mag er sich nicht immer halten, "denn sonst macht das Spiel überhaupt keinen Spaß".

In seiner Arbeit ist von Burg zielstrebig, fragt nach Fakten, braucht Zeit und Platz zum Denken. Er hat Geduld und sinniert mit einer Schneekugel in der Hand: "Man muss nur ein bisschen warten, mit der Zeit wird's dann schon klar." Auch bei Verhören wird er nur selten laut. Oft verschränkt er die Arme vor der Brust, wenn er einer Befragung beiwohnt. Das Schreiben des Protokolls übernimmt er nie, das lässt er lieber Gertsch oder die Kollegen von der Landpolizei in die Maschine tippen.

Als der Metropolitan Police Service anfragt und ihm eine Beschäftigung im Scotland Yard anträgt, da überlegt er nicht lange und geht wieder an die Themse. (Text: Achim Neubauer)

 

Markus Gertsch, Bild: SFDRS

Wachtmeister Markus Gertsch war jahrelang im Streifendienst, bevor er in die Gruppe "Leib und Leben" der Stadtpolizei in Bern kam. Mit seinem Chef Reto Carlucci, verband ihn eine kameradschaftliche, freundschaftliche Beziehung. Obwohl auf dem Papier ein ganz klar geregeltes Untergebenenverhältnis bestand, arbeiteten die beiden gemeinsam an ihren Fällen.

Dem neuen Chef der Mordkommission, Philipp von Burg, empfiehlt Carlucci seinen ehemaligen Assistenten "wärmstens". Mit dessen recht merkwürdigen Marotten und Angewohnheiten muss der Lederjackenträger erst warm werden. Seine Vorliebe für Tee teilt er schon gar nicht - Gertsch braucht hin und wieder seinen Koffeinschub. Während sich von Burg Zeit nimmt und sein Getränk genießt, trinkt Gertsch den Kaffee meistens schnell aus Plastikbechern und zu allem Überfluss verschüttet der den auch schon mal über die Akten, wenn er hektisch nach Papieren sucht. Dass er die Teekanne zweckentfremdet, um ein Babyfläschchen aufzuwärmen, trägt ebenfalls nicht zu einer Entspannung des anfänglich nicht einfachen Miteinander bei.

Der Mitte der 1950er Jahre geborene Gertsch ist eben praktisch veranlagt. Als er als Babysitter für Samantha, das Patenkind seiner Freundin einspringen muss, da schleppt er das Kleine halt mit zu Vernehmungen und Ermittlungen und wenn die Milch auf die richtige Temperatur gebracht werden muss, dann bietet sich der warme Earl Grey seines Chefs doch geradezu an.

Ansonsten arbeiten die Kriminalen recht gut zusammen. Dazu trägt natürlich bei, dass es klare Regeln gibt: So ist es immer Gertsch, der das Protokoll schreiben muss, häufig ist er es auch, der die Verhöre führt. Sein Englisch ist nicht so toll, aber dass kann sein Chef dafür ja um so besser. Für gegenseitige Frotzeleien und ironische Bemerkungen sind die beiden stets zu haben.

Früher war Gertsch mal ganz erfolgreich als Boxer, das hätte er vielleicht weiter verfolgen sollen, heute beschränkt sich sein Interesse für Sport auf die Eishockeyspiele des SC Bern. Manchmal hat er Karten, nimmt sogar seinen Chef mit in die Arena, sonst verfolgt er die Spiele am Fernseher.

Als von Burg zu Scotland Yard geht, da wird er nicht als Nachfolger vorgeschlagen, aber er hatte wohl von Anfang an seine Möglichkeiten realistisch eingeschätzt und von vornherein auf eine Bewerbung auf die Chef-Stelle verzichtet. (Text: Achim Neubauer)

Alle Folgen im Überblick:

lfd.
Nr.
Nr.FolgeES-Datum
1276Gehirnwäsche06.06.1993
2297Herrenboxer16.10.1994
3311Rückfällig05.06.1995
4332Die Abrechnung12.05.1996
5377Russisches Roulette18.01.1998
6385Am Ende der Welt03.05.1998
7408Alp-Traum21.03.1999
8441Chaos09.04.2000
9519Time-Out23.09.2001


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