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Heute ist der: 21.10.2019. --> Bis heute wurden 1119 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Marek

Keiner konnte länger...

Die Figur des Marek lebte im Fernsehen fast 30 Jahre lang - wie kein anderer TATORT-Kommissar. Von 1963 bis 1992 verkörperte Fritz Eckhardt den Inspektor Marek aus Wien. Man konnte auch sehen, wie Eckhardt sich entwickelte - vom jungen, schwungvollen zum alten und fast gebrechlichen Mann.

Eckhardt löste ab 1963 seine Mordfälle im Fernsehen - bevor er auch unter dem TATORT-Label 1971 in Österreich auf Sendung ging. Es gab schon 8 Kriminalfilme [mehr] mit der Figur des Inspektor Marek im Fernsehen. Dort löste er seine Mordfälle sehr publikumswirksam und so war es für die Österreicher logisch und folgerichtig, dass auch er die Mordfälle ab 1971 auch innerhalb der TATORT-Reihe lösen sollte...

Überwiegend selbst geschriebene Folgen

Erster Marek als "TATORT": Mordverdacht

TATORTe mit Kressin und Trimmel

Eckhardt war ein großer Publikumsliebling und wusste andere Publikumslieblinge in den TATORT einzubinden. Bekannte Darsteller wie Paul Hörbiger beispielsweise durften so im österreichischen TATORT auftreten. Doch auch die Kollegen aus Deutschland wurden von Eckhardt in die kammerspielartigen Wiener TATORT-Folgen eingebunden. 

 

Den legeren Frauenhelden Zollfahnder Kressin baute Eckhardt nur deshalb in seinen Film ein, weil dieser so polarisierte und er ihn witzig fand. "Keine Frage - ich baute ihn natürlich in einen meiner Marek-Krimis ein", sagte Eckhardt. Und mit dem Hamburger Kommissar Trimmel machte er es ebenso. Mit dem Darsteller Walter Richter war Eckhardt auch privat freundschaftlich eng verbunden. Von den Dreharbeiten zu "Mordverdacht" gibt es ein gemeinsames Foto, in dem sich beide Darsteller herzlich und lachelnd umarmen. Marek äußerte sich dazu vieldeutig: "Ich trau mich gar nicht zu schätzen, wieviel wir zusammen wiegen...".

"Gar nicht auf den Leib geschrieben"...

Eckhardts Erinnerungen: wie viel wiegen wohl die beiden?

Die Rolle des Mareks - dagegen wehrte sich Eckhardt immer wieder - sei ihm anfangs nicht auf den Leib geschrieben worden. Er habe diese in einem ganz normalen Besetzungsverfahren erhalten. Eines Tages sei vom Besetzungsbüro des ORF angerufen worden, mit der Info, er möge sich für den Oberinspektor Marek vorstellen. Ausgeguckt dafür hatten ihn ORF-Fernsehspielleiter Dr. Florian Kalbeck und Regisseur Herbert Fuchs. Sie hatten das Drehbuch zu "Die Vorladung" vorliegen und meinten, Fritz Eckhardt könne diesen österreichischen Krimi beleben und "dem wienerischen Krimi zum Erfolg verhelfen". Geschrieben hatte "Die Vorladung" der Wiener Amtsrat Friedrich Regl, der den Oberinspektor als gemütlich und sympathisch angelegt hatte. Der ORF wollte mit den Marek-Krimis auch ein österreichisches Gegenstück zu den TV-Helden der amerikanischen Krimiserien bilden. 

 

Eckhardts Ehefrau war anfangs gegen sein Marek-Engagement, glaubte sie doch, dass die beim Fernsehen eh nicht viel dafür zahlen würden. Und im warmen Sommer 1963 zu drehen, war auch für Eckhardt kein Zuckerschlecken - doch ihm gefiel die Rolle und das Buch sehr, so dass er sich dafür entschied. Und er wurde belohnt: "Die Vorladung" wurde ein Riesenerfolg in Österreich.

Tausch: Marek gegen schwäbische Geschichten

Fritz Eckhardt, der auch mit dem Süddeutschen Rundfunk (SDR) in Stuttgart stark verbandelt war und einige Fernsehproduktionen mit ihm realisierte, saß nach der Ausstrahlung von "Die Vorladung" mit Hans Jaedicke, dem SDR-Fernsehdirektor und späteren TATORT-Koordinator (ab 1970) zusammen und wollte die Figur des Marek nach Deutschland bringen. Er bat Jaedicke, Mareks "Vorladung" in Deutschland zu senden. Im Gegenzug sollte in Österreich die "Schwäbischen Geschichten" laufen. Beide Sender waren einverstanden mit dem Deal, den der listige Fuchs Fritz Eckhardt eingefädelt hatte. 

Keine Frage, dass Kressin...

Die Rolle des Mareks - dagegen wehrte sich Eckhardt immer wieder - sei ihm anfangs nicht auf den Leib geschrieben worden. Er habe diese in einem ganz normalen Besetzungsverfahren erhalten. Eines Tages sei vom Besetzungsbüro des ORF angerufen worden, mit der Info, er möge sich für den Oberinspektor Marek vorstellen. Ausgeguckt dafür hatten ihn ORF-Fernsehspielleiter Dr. Florian Kalbeck und Regisseur Herbert Fuchs. Sie hatten das Drehbuch zu "Die Vorladung" vorliegen und meinten, Fritz Eckhardt könne diesen österreichischen Krimi beleben und "dem wienerischen Krimi zum Erfolg verhelfen". Geschrieben hatte "Die Vorladung" der Wiener Amtsrat Friedrich Regl, der den Oberinspektor als gemütlich und sympathisch angelegt hatte. Der ORF wollte mit den Marek-Krimis auch ein österreichisches Gegenstück zu den TV-Helden der amerikanischen Krimiserien bilden. 

Eckhardts Ehefrau war anfangs gegen sein Marek-Engagement, glaubte sie doch, dass die beim Fernsehen eh nicht viel dafür zahlen würden. Und im warmen Sommer 1963 zu drehen, war auch für Eckhardt kein Zuckerschlecken - doch ihm gefiel die Rolle und das Buch sehr, so dass er sich dafür entschied. Und er wurde belohnt: "Die Vorladung" wurde ein Riesenerfolg in Österreich.

Tausch: Marek gegen schwäbische Geschichten

Fritz Eckhardt, der auch mit dem Süddeutschen Rundfunk (SDR) in Stuttgart stark verbandelt war und einige Fernsehproduktionen mit ihm realisierte, saß nach der Ausstrahlung von "Die Vorladung" mit Hans Jaedicke, dem SDR-Fernsehdirektor und späteren TATORT-Koordinator (ab 1970) zusammen und wollte die Figur des Marek nach Deutschland bringen. Er bat Jaedicke, Mareks "Vorladung" in Deutschland zu senden. Im Gegenzug sollte in Österreich die "Schwäbischen Geschichten" laufen. Beide Sender waren einverstanden mit dem Deal, den der listige Fuchs Fritz Eckhardt eingefädelt hatte. 

"Mit einem Lächeln durchs Leben" - die Erinnerungen von Fritz Eckhardt

Alle jubelten

Der Wiener Polizeipräsident Josef Hoalubek war damals froh über die Fortsetzung: "Inspektor Marek darf nicht sterben. Die Serie glorifiziert die Polizei nicht, macht sie aber auch nicht lächerlich Sie wird gezeigt, wie sie vielfach wirklich ist". Auch der Leiter der Wiener Mordkommission liess Ekchardt wissen, dass "so wie George Simenon das Pariser Polizeirevier beschreibt, so machen Sie es bei uns. Sie schildenr genau das Milieu auf einem Wiener Kommissariat. Diese Filme sind ausgezeichnet. Der Marek ist im Vergleich zu anderen Krimis eine Erholung. Man erkennt sofort, dass sich der Inspektor Marek in den Fall, den er bearbeitet, wirklich hineindenkt."

Unterhaltung war das wichtigste

Für Eckhardt war das wichtigste, dass der Krimi später auch unter dem TATORT-Dach immer Unterhaltung blieb. Einen Anspruch, die Realität besonders gut abzubilden, hatte er nicht. Viele Dinge waren auch nicht realistisch angelegt, konnten es gar nicht sein. So gab es den Rang des Oberinspektors gar nicht; auch hätte ein Wiener Beamter nie so oft Mordfälle lösen dürfen, wenn überhaupt nur mit dem Sicherheitsbüro zusammen. Und genau dies hielt er in seinen Krimifolgen immer gerne auf Distanz...Eckhardt, der neben dem Krimiplot auch auf die Pointe und Unterhaltung wert legte, sagte einmal spitzbübisch - auch in Anlehnung an die Tatsache, dass die Wiener-TATORT-Folgen oft kammerspielartig angelegt waren und oft in langen Szenen spielten - über die TATORTe: "10 Szene a 10 Minuten - das war ein 90-Minuten-TATORT".

Francois Werner


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