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Heute ist der: 16.07.2019. --> Bis heute wurden 1114 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

DATEN ZUM ERMITTLER
Name:
Fichtl
Vorname:
Michael
Ermittlungsort:
Wien
Dienstrang:
Chefinspektor

Team-Mitglieder:
- Hofrat Dr. Putner
- Inspektor Michael Hollocher
- Inspektorin Susanne Klein
- Inspektorin Dorothea Winter
Michael Fichtl, Bild: ORF

Michael Fichtl gehört im Sicherheitsbüro der Bundespolizeidirektion Wien zunächst zur Gruppe von Oberinspektor Kurth Hirth. Er grantelt, kann sich nur schwer unter Kontrolle halte, wird schnell laut und schreit Verdächtige, die er leicht duzt, zusammen, kommt ihnen auch physisch nahe und packt sie beim Kragen. In der Mordkommission ist er derjenige, der Todesnachrichten bekanntermaßen nicht überbringen kann. Ihm fehlt es zu oft an Einfühlungsvermögen. Seine negative Sicht auf das polizeiliche Gegenüber kultiviert er, pflegt den Zynismus, mit dem er seine Arbeit als Kieberer versieht. Ein "Gemüt wie Franz von Assisi" attestiert er sich selbst, aber den Vergleich mit dem friedliebenden Mönch vermag keiner seiner Kollegen nachzuvollziehen.

Schon mehrfach ist Fichtl, der meist "Michel" gerufen wird, angeschossen worden. Er selbst greift nur sehr ungern zur Waffe, die er allerdings meist offen im Holster über dem Hemd trägt. Er pflegt das Bild eines harten Polizisten, macht Alleingänge und kann nur mit dem 'Zwei-Finger-System' Maschine schreiben. Da nimmt es nicht Wunder, dass er Protokolle nicht gern tippen mag.

Fichtl ist meistens mit einer Lederjacke gekleidet, hat den obersten Kopf des Hemdkragens stets offen und trägt darunter ein hoch am Hals schließendes Unterhemd. Hofrat Dr. Putner kritisiert zwar de Kleidung eines Inspektors, von dessen kriminalistischen Fähigkeiten ist er allerdings überzeugt. Trotzdem wird Oberinspektor Pfeifer statt seiner Leiter der Ermittlungsgruppe. Der neue Chef findet schnell den angemessenen Ton, meint zwar, dass Fichtl immer alles schwarz sehe, hält ihm aber den Rücken frei, auch wenn es immer wieder Situationen gibt, in denen sich beide gegenseitig anschreien, um ihre Vorhaltungen und ihren Frust loszuwerden.

Als dann Dr. Putner kommissarisch die Gruppe leitet, nimmt Fichtl ihn nicht wirklich ernst. Er macht sein Ding und geht nur dann freiwillig in das Büro seines Chefs, wenn der ihm konkret helfen oder beistehen muss. Wenn umgekehrt der Hofrat ihn einbestellt hat, dann kommt es schon mal vor, dass der Inspektor seinen Vorgesetzten mitten im Gespräch stehen lässt, die Tür zuknallt und weggeht. Dieses Verhalten beantwortet dann auch die Frage, wer denn nun die Mordkommission tatsächlich leitet.

Fichtl ist nicht verheiratet und lebt - mit Unterbrechungen  - allein. Mitte bis Ende der 1920er Jahre geboren, hat er die Matura nachgemacht und auch den Offizierslehrgang besucht. Ein Bruder lebt in der Nähe von Wien und bewirtschaftet dort einen Hof; seien Nichte Gaby wohnt in Deutschland.

Der Rotweintrinker war zuerst beim Raubdezernat. Manche Bekanntschaft aus dieser Zeit pflegt er immer noch, nimmt gerne die Fähigkeiten z.B. von Fredi, einem ehemaligen 'Kunden' in Anspruch, um an Beweise zu kommen, derer er sonst nicht habhaft werden könnte. Dass in der Ermittlung nichts anderes zählt als Tatsachen und Beweise, das hatte ihm schon früher Oberinspektor Viktor Marek beigebracht.

Nach einem ziemlich traumatischen Ereignis gibt Fichtl schlagartig das Rauchen auf, lutscht nun nur noch zuckerfreie Bonbons und isst in rauen Mengen Knoblauchpillen ("gut für's Hirn!"). Gleichzeitig kleidet er sich fortan mit Anzügen und bringt die alten Sachen zur Caritas.

Umgänglicher wird er freilich nicht und wirklich wichtig nimmt er neben dem Beruf nichts anderes. Jahrelang hat er keinen Urlaub gemacht, seinen Geburtstag vergisst er auch. Als sein langjähriger Kollege Inspektor Michael Hollocher allerdings - auch wegen Fichtls ständiger Solo-Touren - überlegt, den Dienst zu quittieren, da verspricht der Grantler wenigstens in diesem Bereich Besserung.

Die Zusammenarbeit oder auch das Delegieren fällt ihm schwer. Auch als er Chefinspektor geworden ist, hält es ihn kaum an seinem Schreibtisch. Er verfolgt die Ermittlungen von Oberinspektor Paul Kant und Inspektor Jakob Varanasi nicht allein vor Ort, sondern - als er an einem Symposion "Technologie & Sicherheit" teilnehmen muss - am Telefon; aber Vorträge langweilen ihn sowieso leicht.

Sein Name bietet guten Anlass von Verwechslungen und Verballhornungen. Als ihm Inspektorin Susanne Kern das entsprechende Nummernschild (W-ICHTL 1) besorgt, da ziert das dann tatsächlich seinen Dienstwagen. Er liest Romane von Mickey Spillane, kennt sich mit technischer Kriminalistik gar nicht aus, verlässt sich auf sein Gefühl. Ob er richtig liegt, das "spür i in die Eia". (Text: Achim Neubauer)

Alle Folgen im Überblick:

lfd.
Nr.
Nr.FolgeES-Datum
1218aGeld für den Griechen21.05.1989
2223Blinde Angst01.10.1989
3236Seven Eleven11.11.1990
4247Telefongeld15.09.1991
5261Kinderspiel16.08.1992
6281Stahlwalzer24.10.1993
7298Ostwärts30.10.1994
8317Die Freundin13.08.1995
9333Kolportage19.05.1996


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