Zur Startseite tatort-fundus.de
Heute ist der: 26.04.2018. --> Bis heute wurden 1069 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

Vorname Kain

Das ewige Rätsel

Die Frage wird oft gestellt und scheint die Gemüter zu bewegen: Welchen Vornamen hat Kain, der TATORT-Ermittler neben Bruno Ehrlicher?

Bild: MDR/WDR Michael Böhme

Nur eine einzige Folge des Krimi-Klassiker TATORT gibt einen möglichenm konkreten Hinweis. In der Folge Bauernopfer wird Kain desöfteren "Frankyboy" oder "Franky" genannt, ohne darauf einzugehen oder zu widersprechen. Ist Frank also sein Vorname?! Die Frage kann noch immer nicht beantwortet werden. Doch erstmal von vorne: 

Den Namen Kain hat der TATORT-Produzent Hans-Werner Honert erfunden, der die ersten beiden Ehrlicher-TATORTe schrieb und somit auch Ehrlicher "erfand". Kain als Gegenpol zum guten, ehrlichen Ehrlicher eben, war dann nur konsequent, wie Peter Sodann im Interview mit den Bavaria-Streiflichtern erläuterte.

Offizielles MDR-Statement

MDR-Redakteur Sven Döbler erklärte gegenüber dem tatort-fundus auf Anfrage im Jahr 2001: "Kain hat keinen Vornamen. Sein Name ist erfunden worden als Korrelat zu dem sprechenden Namen seines Kollegen: Ehrlicher. Kain brachte - früher natürgemäß mehr als heute - als junger, ungestümer und provozierender Teil dieser Figuren-Beziehung durch andere Auffassungen und Lebenserfahrungen immer wieder Konfliktpotential hinein, wirkte quasi kontrapunktisch zum lauteren und im Grunde seines Herzens gutmütigen Ehrlicher."

Die Sendung mit dem Klaus

Diese Erklärung wurde insofern offiziell, als dass sie sich fortan auch auf der ARD-TATORT-Internetseite wiederfand, unter den FAQs, den häufig gestellten Fragen und auch bei der ARD- und MDR-Zuschauerredaktion als Antwort bereit gehalten wurde. Ein Indiz dafür, dass die Frage wirklich oft gestellt wurde und die TATORT-Macher die Antwort dort explizit aufnahmen. Doch dann, im Frühjahr 2005, wurde der "Standardantwort" ein kleiner, nicht unbedeutender und schon gar nicht unbeachteter Satz hinzugefügt. Er lautete: "Sollte es doch einmal notwendig sein, ihn beim Vornamen zu nennen, wäre dies "Klaus".. Die Fangemeinde war geradezu außer sich, diskutierte erneut - oder besser - diskutierte wieder. So heftig, dass dieser Satz im Herbst 2006 dann wieder klammheimlich von der Seite entfernt wurde.

Wird das Geheimnis gelüftet?

Ausschnitt aus Die Falle: wofür steht "M." Kain?! Bild:ARD

Polizeidirektion Dresden meint: M. Kain

Als wäre dies nicht schon genug jahrelange "Aufregung" um den Vornamen einer fiktiven Kunstfigur, nein: die letzte Folge "Die Falle" offenbarte neben Frank und Klaus noch eine Alternative: "M". Dieses so gar nicht zu Klaus oder Frank passende "M" nämlich stand auf einem Türschild, das Bruno Ehrlicher beim Räumen seines Büros mitnehmen wollte. Und so war es folgerichtig, dass sich Fans und Freunde des TATORTs sich dieser Frage auch nach dem dramaturgischem Ableben dieser Kunstfigur wieder widmeten. Der tatort-fundus wurde sogleich darauf hingewiesen, dass die Angabe "Frank" - so wie sie jahrelang auf dieser Website nachzulesen war - nicht korrekt sei. 

Es muss für die Filmemacher amüsant gewesen sein, diese Requisite in diesem letzten Fall noch mal auszupacken. Dabei muss diese Requiste schon einige Zeit existiert haben, ist sie doch das Türschild aus den Dresdener TATORT-Zeiten des beliebten Kriminaler-Duos (1992-1998). So wirft dies auch die Frage auf, ob diese Requisite nicht auch schon in einer anderen Folgen aus der Dresdener TATORT-Ära zu sehen war. Natürlich bleibt auch das "M" prinzipiell ungeklärt, der tatort-fundus plädiert bei dieser Gelegenheit für "Maik" :-)

Auch andere Ermittler blieben ohne Vornamen

 Es ist in der 30jährigen TATORT-Geschichte übrigens keine Seltenheit, daß die Vornamen von Ermittlern verborgen blieben. So hatte beispielsweise der berüchtigte Zollfahnder Kressin keinen Vornamen, mit dem seine zahlreichen Geliebten ihn hätten rufen können. Der Frankfurter Kommissar Brinkmann - offiziell aber doch sehr selten so betitelt - hieß mit Vornamen Edgar, machte aber selbst aus seinem Vornamen immer wieder ein Rätsel und gab selbstironisch in Frankfurt-Miami "Kommissar" als Vornamen an. 

 Auch der beliebte und beliebte Oberinspektor Marek hatte in seiner TATORT-Zeit keinen Vornamen; nur in der Prä-TATORT-Phase, in der Fritz Eckhardt schon seit 1963 in Österreich den Marek spielen ließ, konnte in einer Folge an einem Türschild (!) der Vorname abgelesen werden: Viktor. Beim Süddeutschen Rundfunk wurden die Vornamen der beiden ersten Ermittler Lutz und Wagner erst in der Schlußszene der letzten Folge unter großem Gelächter preisgegen

Francois Werner


BITTE SPENDEN SIE!

Bitte unterstützen Sie das private Hobbyprojekt tatort-fundus.de! Wir freuen uns über jede Unterstützung und Anerkennung. Mit dem Geld werden primär die laufenden Kosten des Server- Betriebs beglichen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


TV-TERMINE
Alle anstehenden TV-Wiederholungen finden Sie übersichtlich gelistet

© tatort-fundus 1997 - 2018
Der Tatort-Fundus ist eine Webseite für Tatort-Fans

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung der Texte, BIlder und Daten nur mit Genehmigung des tatort-fundus

Sitemap | Impressum | Disclaimer |  Diskussionsforum RanglisteUnsere Datenschutzerklärung 

Alle inhaltlichen Fragen richten Sie bitte an frage(at)tatort-media.de 
Bei technischen Problemen bitte Nachricht an webmaster(at)tatort-media.de
Diese Website nutzt das Content-Management-System TYPO3