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Heute ist der: 16.12.2018. --> Bis heute wurden 1087 unterschiedliche TATORTe erstausgestrahlt. (Hä?)

DATEN ZUM ERMITTLER
Name:
Scherrer
Vorname:
Karl
Ermittlungsort:
München
Dienstrang:
Kriminalhauptkommissar

Team-Mitglieder:
- Kriminalobermeister Gerulf Wislitschek
- Kriminalmeister Anton Augenthaler
- Sekretärin Gerda Bleyfuß
- Kriminalrat Schubert
Karl Scherrer, Bild: BR

Kriminalhauptkommissar Karl Scherrer wird von seinem Chef dazu verpflichtet, die Leitung einer Münchner Mordkommission zu übernehmen. Ihm passt das überhaupt nicht, selbst der Hinweis auf eine höhere Besoldung vermag ihn nicht zu beeindrucken. Aber da sein Vorgänger Siegfried Riedmüller nun in das Rauschgiftdezernat gewechselt ist, hat er sich der dienstlichen Anweisung zu fügen.

Überhaupt ist Scherrer einer, der in seinem Beruf nicht wirklich glücklich ist; viel lieber wäre er Koch, am liebsten in einem 3-Sterne-Restaurant. Er kann gut kochen, will deshalb auch seine Assistenten zum Essen einladen - um ihnen etwas ganz Besonderes zu servieren. Aber auch, um den Obermeister Wislitschek aufzumuntern, der sich selbst Hoffnungen gemacht hatte, kurz vor seinem Ruhestand noch die Leitung der Kommission übertragen zu bekommen.

Scherrer pflegt einen kollegialen Stil, nimmt seine Mitarbeiter - dazu gehört auch Gerda Bleyfuß, die Sekretärin - wichtig und kehrt nur sehr selten seine Weisungsbefugnisse heraus. Er hat sich in seiner Freizeit mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München beschäftigt; er mag ausländerfeindliche Äußerungen nicht überhören, steht der rassistischen Gewalt aber auch recht hilflos gegenüber, und stellt fest, dass Zivilcourage einer der Grundpfeiler der Gesellschaft ist: "Man muss manchmal Sachen tun, die einen erwiesenermaßen überhaupt nichts angehen; erstens als Polizist, zweitens als Bürger."

Teilweise verstehen die Kollegen seine Befindlichkeit, versuchen sich darauf einzustellen, aber wenn Wislitschek dann das Brecht Wort "Der Schoß ist fruchtbar noch" ihm gegenüber als Weisheit von Riedmüller benennt, dann weiß Scherrer ebenso wenig weiter, wie dann, wenn der junge Kriminalmeister Augenthaler nachfragt, wer denn Heinrich Himmler gewesen sei und Adolf für einen ganz unaufregenden Vornamen hält.

Ein erfahrener Kriminaler ist er, etwa 50 Jahre alt, routiniert und zielstrebig, übt Nachsicht mit den Fehlern, die seine Assistenten machen, ist desillusioniert. Er weiß selbst, dass Koch für ihn nur ein Traum bleiben wird; ein klares Lebensziel außerhalb des Polizeiberufs hat er allerdings nicht im Auge. Ihm bleibt die Sehnsucht. So schaut er den Vögeln hinterher und meint: "Fliegen müsste man können, irgendwo anders sein." (Text: Achim Neubauer)

Alle Folgen im Überblick:

lfd.
Nr.
Nr.FolgeES-Datum
1195Pension Tosca oder Die Sterne lügen nicht12.07.1987


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