Im Alter von 81 Jahren ist am Wochenende der Darsteller Dieter Eppler in Stuttgart gestorben. Eppler gehörte zu den ersten TATORT-Kommissaren überhaupt. Sein Kommissar Liersdahl ermittelte ab 1970 in zwei TATORTen in und um Saarbrücken. Sein besonderes Markenzeichen: Eidetiker. Später tauchte Eppler in weiteren TATORTen auf; im Hörfunk sprach er sogar den Kommissar Bienzle. Der SWR sendet Eppler zu Ehren am Montag 14. April einen Nachruf und eine TATORT-Wiederholung von 1996.

- Dieter Eppler
Dieter Eppler, der am 11. Februar 1927 in Stuttgart geboren wurde, startete seine schauspielerische Laufbahn schon sehr früh. Als Kind stand Eppler bereits auf der Bühne. Nach seinem Schauspielstudium nahm ihn das Staatstheater Stuttgart für 7 Jahre unter Vertrag, später arbeitete er auch an den Theatern in Hamburg, München, Baden-Baden und Karlsruhe, bevor er den Weg zum Film fand.
Auf Soldatenrollen abonniert
Eppler spielte in vielen nationalen und internationalen Filmproduktionen mit. Anfangs war er auf Soldatenrollen festgelegt. Zu bundesweiter Bekanntheit gelangte er durch zahlreiche Filme unter der Regie von Harald Reinl, wie beispielsweise "U47 - Kapitänleutnant Prien" im Jahr 1958. In den 50er und 60er Jahren spielte Eppler in etlichen Edgar-Wallace- Filmen mit.
Im TATORT - Kommissar Liersdahl und andere...
Dem Krimi blieb Eppler auch später noch treu. So war er unter anderem im TATORT als Kommissar Liersdahl zu sehen. Eppler gehörte zu den TATORT-Kommissaren der ersten Stunde - schon im zweiten TATORT überhaupt schickte ihn der Saarländische Rundfunk ins Rennen gegen den ZDF-Kommissar Erik Ode. Sein Kommissar Liersdahö blieb aber nur wenigen in Erinnerung, denn er durfte nur zwei Fälle lösen und aufgrund des kleinen Produktionssenders in Saarbrücken steuerte der Sender nicht jährlich, sondern in größeren Abständen Krimis für die Reihe bei. Bestenfalls sein spezielles Markenzeichen mag dem einen oder anderen Fan in Erinnerung geblieben sein: er war Eidetiker. Stolz erzählt Liersdahl seinem Kollegen und Nachfolger Schäfermann, dass er ein fotografisches Gedächtnis besitze.

- Dieter Eppler in "Bienzle und der Traum vom Glück", Bild: SWR/Schröder
Auch im Stuttgarter TATORT immer wieder dabei
Auch in anderen TATORT-Krimis tauchte Eppler immer wieder nach seiner kurzen Kommissar-Karriere beim SR im TATORT auf, meist in zwielichtigen Rollen - Geschäftsmänner und Direktoren, das waren seine Rollen. So spielte Eppler beispielsweise immer wieder in Stuttgarter TATORTen wie "
Einer sah den Mörder", "
Bienzle und der Biedermann" und "
Bienzle und der Traum vom Glück" mit. Auch bei "Der Alte" und "Derrick" war Eppler immer wieder zu sehen.
Er sprach auch den Bienzle
Er arbeitete auch zeitweise als Sprecher für den Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, wo er auch die damals nur im Roman existente Kommissar-Figur Bienzle seine Stimme lieh, bevor Dietz Werner Steck 1992 den Bienzle fürs Fernsehen "übernahm".
Eppler führte außerdem in zahlreichen Hörspielen Regie. Bis zu seinem Tod lebte er in Stuttgart.
Der SWR würdigt Dieter Eppler am Montag, 14. April. Um 23 Uhr 15 sendet das Programm einen kurzen Nachruf, gefolgt um 23 Uhr 20 vom TATORT "
Bienzle und der Traum vom Glück".