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TATORT-Premiere

"moving history" zeigt Stuttgarter RAF-TATORT vorab

Vierzig Jahre liegen der Deutsche Herbst und die Todesnacht von Stuttgart-Stammheim zurĂĽck. Diese ist zentral im TATORT "Der rote Schatten" aus Stuttgart, der im Herbst im Rahmen des ARD-Themenschwerpunkts zum Deutschen Herbst gesendet wird. Dominik Grafs TATORT läuft schon vorher im Rahmen des Festivals "Moving history" in Potsdam.

In Der rote Schatten werden die Kommissare Lannert und Bootz bei ihren Ermittlungen vom Polizeiapparat und der Staatsanwalt immerzu behindert - warum? Bild:SWR/Julia von Vietinghof

Das Festival "moving history" widmet sich der filmischen Wahrnehmung der Roten Armee Fraktion (RAF). Gezeigt werden fiktionale und dokumentarische Werke aus den vergangenen 50 Jahren und aktuelle Produktionen, die sich mit Aspekten der Entstehung des deutschen Linksterrorismus als auch deren Einflüssen, Wirkungen und Folgen befassen. Im Rahmen von „moving history - Festival des historischen Films” findet die TATORT-Preview von "Der rote Schatten" am 23. September statt.

Lannert und Bootz werden bei ihren Ermittlungen behindert

Der TATORT zeigt die Geschichte vom Badewannenunfall einer Frau. Ihr Lebensgefährte bezweifelt den Unfall aber und glaubt, ihr Ex-Mann habe die Frau getötet. Obwohl der Unfall zu den erledigten Fällen kommt und als Unfall durchgeht, gelingt es dem Mann, Lannert und Bootz zu Ermittlungen zu bewegen. Doch diese werden ständig von offizieller Seite behindert und torpediert. Dann stellt sich heraus, dass der Ex-Mann ein ehemaliger Spitzel gegen die RAF war und vom Verfassungsschutz eingesetzt wurde.... 

Die Preview des TATORTs läuft im Beisein des Regisseurs Dominik Graf und des Produzenten Jochen Laube. An die Preview schließt sich ein Filmgespräch mit den beiden an.

Im Fernsehen ist die Premiere von "Der rote Schatten" am 15. Oktober zu sehen.


Fotos zum RAF-TATORT "Der rote Schatten"

Felix Klare, Richy Müller und Dominik Graf bei den Dreharbeiten © SWR/ Sabine Hackenbberg
Jordan alias Hannes Jaenicke hat eine Glückssträhne in der Spielbank. © SWR/ Sabine Hackenberg
Heider (Oliver Reinhard) wird von Bootz (Felix Klare) entlassen. © SWR/ Sabine Hackenberg

RĂĽckblenden und historische Aufnahmen

Auf diesen TATORT dĂĽrften Fans gespannt sein. Schon alleine der Regisseur Dominik Graf verspricht einen ungewöhnlichen Film. Eine Besonderheit des Films ist, dass es ĂĽbermäßig viele RĂĽckblenden gibt, wie SWR-Redakteurin Brigitte Dithard dem tatort-fundus vorab sagte. Der Film spiele damit auf zwei Zeitebenen - im Hier und Jetzt und im Oktober 1977.

Foto vom Drehstart von Der rote Schattenim April 2017: Richy MĂĽller, Redakteurin Brigitte Dithard, Regisseur Dominik Graf und Felix Klare Bild: SWR/Sommerhaus/Hackenberg

RĂĽckblenden sind im TATORT eher selten und gelten als verpönt, was auf den Erfinder der Reihe, den ehemaligen WDR-Fernsehspielredakteur Gunther Witte zurĂĽckgeht, der in seinem Konzeptpapier 1969 empfahl, von RĂĽckblenden abzusehen oder sie sparsam einzusetzen.

 

Im Hier und Jetzt - und 1977

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE habe die Produktion die Zellen im Gefängnis Stuttgart-Stammheim aufwändig und detailiert nachgebaut. Aus gut unterrichten Kreisen heißt es, im Film werde dem Hauptkommissar Lannert eine Bekanntschaft mit einer der RAF-Terroristinnen angedichtet.

Das Filmfestival beschreibt "Der rote Schatten" von Graf als einen Film, der aus dem "Wechselspiel von Heute und Vergangenheit, zwischen fiktionaler Mordermittlung und dokumentarischen Fragmenten" dem Publikum Raum schaffe, "sich mit den Nachwirkungen des Linksterrorismus der bundesdeutschen 1970er Jahre auseinanderzusetzen." 

Auch erinnere der Film an die besondere Rolle der Stadt Stuttgart, nachdem sich die drei RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, die AnfĂĽhrer der ersten RAF-Generation, in ihren Zellen in Stuttgart-Stammheim in der Nacht vom 18. Oktober 1977 das Leben nahmen.

Besonders ist Der rote Schatten schon deshalb, weil das Thema RAF und Linksextremismus zu den sehr selten behandelten Themen in der 47-jährigen Geschichte des ARD-Krimiklassikers TATORT gehört.

Francois Werner


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