Mit mindestens 15 Leichen rangiert der neue TATORT aus Wien ab Sonntag auf Platz 1 der Liste der „leichenreichsten“ TATORTe. Bisheriger Rekordhalter war der Bremer TATORT Abschaum mit 14 Leichen. Auf Platz 3 folgt der erste Kino-TATORT Zahn um Zahn mit dem legendären Ruhrpott-Rambo Horst Schimanski aus Duisburg. Platz 4 belegt der „Giftschrank“-TATORT Krokodilwächter aus dem Jahr 1996 mit insgesamt 8 Leichen.
Aufschrei bei Zuschauern, Medien und Schauspielern
Diskussionen um zu viele Leichen im TATORT gab es in der Vergangenheit oft, auch beim bisherigen Rekordhalter Abschaum aus dem Jahr 2004. Neben Zuschauerprotesten und den nahezu pawlowschen Reaktionen der BILD-Zeitung, befand selbst der Schauspieler Jan Josef Liefers, der im TATORT den Münsteraner Ermittler „Boerne“ spielt, damals: „14 Tote sind wirklich einbisschen viel. Das ist grauslich und nicht notwendig“.
Aufgrund der Gewaltdarstellung in Krokodilwächter beispielsweise echauffierte sich im November 1996 auch der CDU-Politiker Dieter Biewald im Unterausschuß des SFB-Rund funkrats und redete die Produktion „einheitlich in Grund und Boden“, wie es hieß. Biewald: „TATORTe sollte man nur machen, wenn man es kann“.