Zwei der drei TATORT-Filme kommen dabei vom Hessischen Rundfunk (hr). Zum einen wurde der zweite Fall mit dem neuen Frankfurter Team Steier/Mey "Der Tote im Nachtzug" und der zweite Fall mit dem LKA-Ermittler Murot, gespielt von Ulrich Tukur, nominiert: "Das Dorf". Die dritte Nominierung erhält der ORF-Beitrag "Ausgelöscht".
Neben den TATORT-Filmen wurde auch das Schauspielerteam des Münsteraner Tatorts, also Jan Josef Liefers, Axel Prahl, Christine Urspruch, Mechthild Großmann, Friederike Kempter und Claus D. Clausnitzer, nominiert.
"wegen immer noch herausragender Qualität"
In einer ersten Bilanzierung kommt der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, zu dem Fazit: „Bei den Nominierungen für das Sendejahr 2011 zeigt sich, wie schon in den vergangenen Jahren, eine erfreuliche Konstante: In der Spitze des deutschen Fernsehens gibt es ein hohes Maß an sehr guten, auch herausragenden Qualitäten, bei leider immer noch klarem Übergewicht der öffentlich-rechtlichen Programme. Insgesamt gilt: Die Vielfalt an Themen, an Formen und an ausgeprägten individuellen Handschriften ist beeindruckend, speziell auch in der Fiktion.“„Die Unterhaltungsnominierungen spiegeln die große Breite der Angebote: von der Mainstream-Unterhaltung über das perfekte Handwerk bis zur kreativen Überraschung, die allerdings eher bei den kleineren Sendern und an den Rändern zu finden ist. Auch ‚Altes’, teils schon prämiert, gehört wieder dazu – wegen immer noch herausragender Qualität“, so Uwe Kammann.
Besondere Ehrung
Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes geht in diesem Jahr an Hannelore Hoger. In der Begründung heißt es, dass die Schauspielerin (die u.a. in nun 30 Folgen die Kommissarin Bella Block verkörpert) „das deutsche Fernsehen in ganz unterschiedlichen Rollen und mit einer beeindruckenden Bandbreite an Figuren und Interpretationen bereichert und maßgeblich wichtige und wertvolle Segmente der TV-Erzählkunst so selbstbewusst wie reflektiert“ geprägt habe.