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Zahltag

Nabelschau in Dortmund

Am Ende atmet man auf. Nicht, weil die Dortmunder Mordkommission ihren im Rockermilieu angesiedelten Fall gelöst hat. Der interessiert nach 90 hochspannenden TATORT-Minuten schon kaum mehr. Nein, Erleichterung macht sich breit, weil Peter Faber, dieser räudige Hund von einem Ermittler, dann noch immer an Bord ist. Wenn auch schwer angeschlagen. Man erinnere sich: Die Dienstaufsicht sitzt dem Kommissar im Nacken, auf ihn nicht ganz ohne Grund gehetzt vom Kollegen Kossik, der ihm auch in "Zahltag" weiterhin nach dem Posten trachtet.

 

Jetzt ist mit Johannes Pröll der Mann von der Aufsicht tatsächlich im Haus und nimmt die ganze Mannschaft in die Mangel. Höflich, akkurat, fair. Das genau Gegenteil vom Gegenstand seiner Untersuchungen, dem menschenverachtenden Einzelgänger Peter Faber, der aber doch das Herzstück des Dortmunder TATORT-Teams ist. Faber soll Interna weitergegeben haben und damit indirekt den Tod eines Mannes mitverantworten.

Während sich die Damen und Herren Ermittler auf sich selbst besinnen, gerät der Mordfall beinahe zur lästigen Nebenangelegenheit. Dabei hat Autor Jürgen Werner eine hochbrisante Geschichte gestrickt, die mit einem fulminanten Auftakt hinein ins Rockermilieu führt. Kurz nachdem Thomas Vollmer, Präsident der Rockergang "Miners", aus dem Knast entlassen wird, stirbt sein bester Freund. In einer atemberaubend inszenierten Actionsequenz wird der Mann brutal vom Motorrad geholt, auf offener Straße erschossen und seines Rucksacks beraubt.

 

Dank diverser sensationsgeiler Schaulustiger, die das Gemetzel eifrig mit dem Handy filmen, sind die Täter schnell identifiziert. Nur sind die beiden auch beinahe genauso schnell wieder tot. Wirkliches Interesse, auch diese Morde aufzuklären, hat niemand innerhalb der Dortmunder Kriminalpolizei. Nur Faber, der selbsterklärte einsame Wolf, bleibt bei der Stange. Natürlich auf seine Art. Er begibt sich tief hinein ins Reich der Rocker, macht einen auf gut Freund mit Biker-Chef Vollmer. "Wir Bullen spielen eh nur noch die Pausenclowns, damit unsere Politiker so tun können, als hätten sie die organisierte Kriminalität im Griff", philosophiert er einmal. Der "Miners"-Chef hört's mit Genugtuung. Faber bleibt jenen zweifelhaften Ermittlungsmethoden treu, die ihm die Dienstaufsicht auf die Fersen brachten.

 

Die weiblichen Ermittlerinnen, Bönisch und Dalay, sie spielen in diesem TATORT kaum eine Rolle. Regisseur Thomas Jauch hat einen Film voller testosteronstrotzender Männlichkeit gedreht, in dem sich erst die Ermittler selbst zerfleischen, ehe die nur vorgeblich eingeschworene Gemeinschaft der Rocker dasselbe tut. Während der interne Ermittler Fabers Kollegen einen nach dem anderen grillt, erst Nora Dalay, dann Martina Bönisch, stets sachlich freilich, wird Faber doch ein klein wenig nervös. Also greift er zu unlauteren Mitteln, um Kossik zu diskreditieren. "Sie sind 'ne alte Mistsau, Faber", wird ihm der später an den Kopf knallen. "Und Sie werden auch immer eine bleiben."

Eine durchaus verständliche Wortwahl nach all dem, was vorgefallen war. Auch wenn die Eskalation des Streits zwischen den beiden Alpha-Kommissaren einem gewissen Kalkül zu folgen scheint. Denn Stefan Konarske hatte unlängst angekündigt, den TATORT verlassen zu wollen. Wenn sein Kommissar Kossik dann dereinst der Dortmunder Mordkommission den Rücken zukehren wird, gar vielleicht den Serientod stirbt, man darf durchaus mutmaßen, dass Faber seine Finger im Spiel haben wird.



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