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Heute ist der: 21.10.2017.
 

Die Kunst des Krieges

Fragen der F├╝rsorge

Ach goldig. Da hat man dem ewig grantelnden Ermittler Moritz Eisner doch tats├Ąchlich ein kleines H├╝ndchen an die Haxen geschrieben. Wenn nicht alles t├Ąuscht, muss der putzige Fiffi, ein herrenloses Tier aus Zuh├Ąlterbest├Ąnden, eine Art Chiffre f├╝r das Thema der neuen TATORT-Folge aus ├ľsterreich sein.

 

Schlie├člich gehen nicht alle so r├╝hrend f├╝rsorglich mit heimatlosen Gesch├Âpfen um wie der Oberstleutnant der Wiener Kriminalpolizei. Daf├╝r sind Menschenhandel und Zwangsprostitution ein viel zu eintr├Ągliches Gesch├Ąft, wie man erf├Ąhrt. Gerade jetzt, in Zeiten des gro├čen Fl├╝chtlingsstroms. Eine Riesensauerei.

Gleichfalls eine Riesensauerei ist das Bild, das sich den Ermittlern Eisner und Bibi Fellner eingangs der Episode mit dem martialischen Titel Die Kunst des Krieges bietet - ohne Schockeffekt beginnen ja die wenigsten Wiener TATORTe. Diesmal findet sich ein t├╝rkischer Gesch├Ąftsmann in bizarrer Pose im Arbeitszimmer seiner bordellartigen R├Ąumlichkeiten. Der Kopf ist in einer Kommode eingeklemmt. Zunge und beide H├Ąnde wurden offenbar mit einem elektrischen Brotmesser abgetrennt. "Bei lebendigem Leib", wie Bibi tapfer betont. Prost Mahlzeit.

 

Schnell zeigt sich, dass der T├╝rke nicht nur mit D├Âner Geld machte, sondern vor allem mit Menschenhandel. Skrupellose Schlepper treiben die armen Tropfe aus den Krisengebieten dem organisierten Verbrechen massenhaft in die H├Ąnde. Wer nicht zwangsprostituiert wird, schuftet f├╝r drei Euro die Stunde in der K├╝che oder auf dem Bau. T├╝rken, Tschetschenen, Russen - alle verdienen sie sich dusselig am Leid der anderen. So erkl├Ąrt es eine Kollegin vom Dezernat f├╝r organisierte Kriminalit├Ąt mit gro├čer Brille und gro├čem Durchblick. Blo├č ausrichten kann auch sie offenbar nicht allzu viel.

Nur gut, dass es Eisner und Fellner gibt. Ein Duo, das man wegen seiner auch diesmal wieder urkomischen Kabbeleien allzu leicht untersch├Ątzen k├Ânnte. Doch wer legt sich schon so verwegen mit Gewohnheitskriminellen an wie diese beiden?

 

Wenn es gegen die Mafia geht, laufen sie best├Ąndig zur Hochform auf. Das trifft auch diesmal zu, da es erst einen fl├╝chtigen Tschetschenen zu verfolgen gilt und schlie├člich ein James-Bond-Film-artiger Superschurke mit k.-u.-k.-Flair auf den Plan tritt. Der martialisch t├Ątowierte Zuh├Ąlter Andy Mittermeier ist offenbar zu allem bereit, um sich zum Wiener Paten der Zwangsprostitution aufzuschwingen. Leichen pflastern seinen Weg.

Es steckt also einiges drin in diesem furiosen Mafiafilm. Der Schabernack, das H├╝ndchen, die Weltpolitik und manches Gemetzel. Am Ende geht mit dem Autorenfilmer Thomas Roth dann ein bisschen die Fantasie durch, als eine Lara-Croft-artige Killerasiatin im Kung-Fu-Sprung die Szenerie betritt. So gesehen kein Meisterwerk der "Tatort"-Kunst. Aber wenigstens hat sich wieder einer mit Schmackes darum bem├╝ht.



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