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Heute ist der: 17.10.2017.
 

Miriam Koch, Bild: WDR

Kriminalkommissarin Miriam Koch studierte zun├Ąchst vier Jahre Soziologie in Marburg und wohnte dort in einer Wohngemeinschaft mit lauter Sozialp├Ądagogen, bevor sie in D├╝sseldorf zur Polizei ging. Sie leitete ein Fanprojekt mit Fu├čballhooligans, lie├č sich aber 28-j├Ąhrig zur Kriminalpolizei versetzen, weil sie "von den Typen die Nase voll" hatte. Ihr Vater ist Staatsekret├Ąr im D├╝sseldorfer Innenministerium. Dar├╝ber spricht die Kommissarin nicht gerne, aber es ist offenbar seinem Einfluss zu verdanken, dass die Mordkommission kurz nach Kochs Versetzung schnell einen zweiten Dienstwagen zur Verf├╝gung gestellt bekommt.

Die ehemalige Klostersch├╝lerin der Schwestern vom Sacr├ę-Coeur (RSCJ) spricht franzosisch und f├Ąhrt ein schwarzes Sportcoupe vom Typ Nissan 100 NX, selten ist sie mit einem Motorrad unterwegs. Sie ist finanziell ziemlich unabh├Ąngig und kann deshalb ihren Kollegen Max Ballauf unterst├╝tzen, als der durch hohe Schulden in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist.

Ausgesprochen schick kleidet sie sich; oft tr├Ągt sie tr├Ągt ziemlich kurze R├Âcke und dazu hochhackige Schuhe, auf denen sie trotzdem schnell laufen kann. Miriam Koch ist attraktiv und hat, wie ihr Vorgesetzter Bernd Flemming feststellt, "einen Augenaufschlag wie die junge Joan Fontaine" (aus dem Hitchcock Film 'Rebecca'). Sie ist sich ihrer Wirkung auf das m├Ąnnliche Geschlecht durchaus bewusst, zieht ihren Vorteil, wenn sie deshalb - und wegen ihrer geringen K├Ârpergr├Â├če - falsch eingesch├Ątzt wird.

Eine gute Sch├╝tzin ist sie, hinter deren freundlichem Wesen sich eine durchsetzungsf├Ąhige Ermittlerin verbirgt, die auch ungew├Âhnliche L├Âsungsans├Ątze ├╝berlegt, verfolgt und damit erfolgreich ist. Flemming, den sie konsequent mit "Chef" anspricht, n├Âtigt das allen Respekt ab.

Miriam Koch ist meist freundlich und sehr geduldig, nur ihr Freund, der Leitende Staatsanwalt Heinz Dombrowski, strapaziert ihre Nerven manchmal ziemlich. Seine Vorliebe f├╝r erotische Spielereien mit Handschellen teilt sie durchaus, fesselt ihn auch schon mal an ein Regal im Polizeipr├Ąsidium. Aber als sie schwanger ist, will "Heinzi" nicht in der Kirche getraut werden, findet wei├čes Kleid mit Schleppe kitschig und stellt sich vor, dass beide die Hochzeitsreise mit dem Campingbus in Finnland verbringen. Unn├Âtig zu erw├Ąhnen, dass Miriam sich schlussendlich nat├╝rlich durchsetzt: Geheiratet wird in schneewei├č und die Flitterwochen f├╝hren nach Venedig. (Text: Achim Neubauer)



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