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Heute ist der: 17.10.2017.
 

DATEN ZUM ERMITTLER
Name:
Casstorff
Vorname:
Jan
Ermittlungsort:
Hamburg
Dienstrang:
Kriminalhauptkommissar

Team-Mitglieder:
- Eduard Holicek
- Jenny Graf
- Wanda Wilhelmi
- Daniel Casstorff
- Judith Vorbeck
Jan Casstorff, Bild: NDR

Kriminalhauptkommissar Jan Casstorff arbeitet in der Mordkommission in Hamburg, die dort im Landeskriminalamt (Abt. 41) angesiedelt ist. Er ist Mitte der 1940er Jahre geboren und lebt zusammen mit seinem Ziehsohn Daniel zunächst in der Heimhuder Str. 8 im Stadtteil Rothenbaum in ziemlicher Nähe zur Außenalster. Zu Hause in der Altbauwohnung gibt es ständig ein "provisorisches Durcheinander". Casstorffs Mutter Charlotte kommt zwar mehrfach in der Woche, um den Haushalt zu ordnen, bügelt und kocht. Aber ihr Sohn und der pubertierende Daniel schaffen es einfach nicht, die restlichen Aufgaben einzuteilen und dann auch zu übernehmen; so herrscht ständig ein wenig Anarchie im Haus.

Judith Vorbeck, Daniels Mutter, hatte Jan, ihren damaligen Freund bald nach der Geburt mit dem kleinen Jungen sitzen gelassen und war in die USA gegangen. FĂĽr Casstorff ein 'deja-vu', denn als er zehn Jahre alt, lieĂź sein Vater die Familie allein. Eine Erfahrung, die ihn zu dem Entschluss hatte kommen lassen, keine Kinder in die Welt setzen zu wollen.

Als allein erziehender Vater sorgt sich Jan nun um seinen Sohn, stellte seine Polizeikarriere hintan. Seinen Chef Kriminalrat Dr. Kevin Lohmann, den lässt er allerdings schon spüren, dass er unter anderen Voraussetzungen mit Sicherheit auf dessen Platz sitzen würde. Ein ausgewiesener Verhörspezialist ist Casstorff, der Verdächtige innerhalb von kurzer Frist dazu bringt, ein Geständnis abzulegen. Entschlossen und ungeduldig ermittelt er die Täter; seine cholerischen Ausbrüche sind bei Kollegen und Verdächtigen gleichermaßen gefürchtet.

Früher war er ganz gut im Judo; eine Urkunde von den Hamburger Polizeimeisterschaften ziert die Bürowand. Zeitweise macht er Aikido bei der Polizeisportvereinigung im Bodo-Zentrum und schöpft seine mentale Kraft aus buddhistischen Schriften von Shantidera, die er alle gelesen hat.

Nach dem Tod seiner Mutter zieht Casstorff mit Daniel vor die Tore Hamburgs auf das Land, wo er vom geerbten Geld einen alten Hof erwirbt. Vieles muss erst noch renoviert werden, im Schlafzimmer regnet es durch. Aber sogar seine Kollegen Holicek und Jenny Graf helfen beim Streichen und selbst Kriminalrat Bruno Kern packt mit an.

Oberkommissar Eduard Holicek wird von Casstorff ziemlich gescheucht und "Eddi" ist auch der Einzige, der seinem Chef zu widersprechen wagt, wenn der kurze Anweisungen gibt ("Recherche, Herr Holicek!"). Die beiden arbeiten schon lange zusammen und schätzen sich auch - zumindest irgendwie. Ihre Arbeitsweisen -und -plätze unterscheiden sich schon recht deutlich voneinander. Casstorffs Schreibtisch ist stets geordnet und aufgeräumt und er mag es überhaupt nicht, wenn Holicek es sich während seiner Abwesenheit auf dem Chefsessel bequem macht.

Die Gerichtsmedizinerin Patrizia Funk versucht häufig ein date mit dem Hauptkommissar zu verabreden, aber Casstorff reagiert nicht, versetzt sie ein ums andere Mal, was die attraktive Mit-Vierzigerin aber nicht davon abhält, es auf's Neue zu versuchen. Nicht, dass der Kommissar kein Interesse an der Damenwelt hätte, doch das langte nur zu einer kurzen Affäre.

Als ihm Oberstaatsanwältin Wanda Wilhelmi begegnet, das packt es ihn. Gleichwohl behalten beide ihre eigenen Wohnungen, bleiben zu großer Nähe gegenüber skeptisch.

Als Daniel nach Amerika geht, da zieht Casstorff wieder in die Stadt hinein. NatĂĽrlich ist bei der 'housewarming' - Party noch lange nicht alles bezugsfertig, aber eine neue KĂĽche, die er gebraucht von Wanda erwirbt, hat er wenigstens schon mal.

Der Hauptkommissar kocht nämlich ganz gerne, trinkt Rotwein. Er liebt scharfes Essen, auch wenn im Einzelfall seine Sauce Bolognese doch noch schärfer geworden ist, als er das eigentlich vorgesehen hatte.

Er ist durchaus belesen, zitiert Elias Canetti und war früher interessiert an Romanen des französischen Existenzialisten Jean Paul Sartre. Eigentlich erstaunlich, dass er "Der kaukasische Kreidekreis" von Berthold Brecht offenbar nicht kennt.

Ein Jurastudium hat er abgebrochen, das Thema ihn jedoch nicht losgelassen. Innerhalb der Hamburger Polizei gestaltete er Fortbildungen zum Thema "Straferlass als Sackgasse?".

Casstorff ist erfolgreich, allerdings wird ihm bewusst, dass er seine Aufgaben als allein erziehender Vater nicht mit einer Karriere im Kriminaldienst verbinden konnte. Er sieht ganz klar, dass er Daniel nicht so gerecht geworden ist, wie er das gerne gewollt hatte und gleichzeitig ist er in seinem Beruf nicht so weit gekommen, wie das unter anderen Umständen möglich gewesen wäre.

So wie er einerseits die Geburt von Daniel versäumt hat, war zum anderen der Aufstieg bis zum Bundeskriminalamt für ihn greifbar: Beides hat er verpasst. (Text: Achim Neubauer)

Alle Folgen im Überblick:

lfd.
Nr.
Nr.FolgeES-Datum
1483Exil!28.10.2001
2486Hasard!18.11.2001
3501Der Passagier02.06.2002
4512Undercover27.10.2002
5534Harte Hunde01.06.2003
6541Mietsache05.10.2003
7556Todes-Bande25.01.2004
8580Verlorene Töchter21.11.2004
9587Ein GlĂĽcksgefĂĽhl30.01.2005
10616Im Alleingang27.11.2005
11624Feuerkämpfer12.03.2006
12637Schattenspiele20.08.2006
13658Liebeshunger11.03.2007
14668Investigativ10.06.2007
15689Und TschĂĽss24.02.2008


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