Diese Ermittler ermittelten nur ein einziges Mal in ihrer Kommissar-Rolle am TATORT.
1996: Max Becker vom Sicherheitsbüro war kein gemütlicher Wiener Inspektor; im schwarzen Lederblouson, stets mit Wollmütze gekleidet, ein sportlicher Typ, der auch ungehalten sein konnte.
1995: Leo Felber, ehemaliger Frankfurter Kriminalist, war schon seit über zehn Jahren im Ruhestand, als er dann doch noch einmal einen Mordfall aufklären musste.
1990:Walter Howald war als Detektivwachtmeister in Bern eher ruppig und manchmal aufbrausend, ja cholerisch.
1987:Herbert Passini hatte erst Herrenausstatter gelernt, bevor er zur Wiener Polizei ging. Während der Ermittlungen gewann der Wunsch nach seinem ursprünglichen Beruf wieder Oberhand.
1987: Karl Scherrer wurde - wider Willen - Leiter der Münchener Mordkommission; ein kollegialer Ermittler, der Fehlern seiner Assistenten gegenüber Nachsicht übte. Eigentlich hätte der Kriminale lieber als Koch gearbeitet.
1986:Alexander Lutinsky arbeitete als Journalist in Wien. Seine zahlreichen, guten Beziehungen halfen ihm weiter als er in einem Mordfall recherchierte.
1986: Siegfried Riedmüller pflegte einen feinen ironischen Humor mit dem er Zeugen und Verdächtige in München gleichermaßen irritierte. Manchmal ausfallend und sogar aggressiv, war er auch melancholisch und zurückhaltend.
1985:Reinhold Dietze war Streifenpolizist in Frankfurt. Er kannte sich aus in seinem Revier und klärte mit diesem Wissen auch einen Mordfall.
1984: Kommissar Rullmann hatte seinen Arbeitsplatz in Heppenheim an der Bergstraße, nahe dem Odenwald. Bei seinen Nachforschungen fragte er knapp und präzise; auf seine Kleidung legte er überhaupt kein Augenmerk.
1983: Kommissar Ronke war ein ausgesprochener Freund von Topfpflanzen; spitzzüngig und voller Ironie führte er seine Ermittlungen in Stade durch.
1982:Nikolaus Schnoor ermittelte an der Unterelbe. In der platten Landschaft musste der spröde, zurückhaltende Ermittler wortkarge Zeitgenossen befragen, um einen Mord aufzuklären.
1982:Werner Rolfs, der Polizist vom Revier im Frankfurter Bahnhofsviertel, war voller Sympathie für die dort alteingesessenen Bewohner, verfolgte unnachsichtig kriminelle Geschäftemacher und sorgte als Schutzmann für Recht und Ordnung.
1981:Horst Greve gehörte zur Kriminalpolizei Lübeck, kleidete sich mit einem langen, schwarzen Ledermantel und ermittelte undercover in einem Gesangverein.
1981: Kommissar Beck hatte ein ziemlich unsympathisches Auftreten, griff auch zum rabiaten Täuschungsmanöver, um Täter in Lübeck zu überführen.
1980:Willi Kreutzer übernahm nur als Urlaubsvertretung die Leitung der Essener Mordkommission.
1980: Kommissar Sander kleidete sich meist mit einem Rollkragen-Pulli. Er ermittelte in Frankfurt und ließ es schon mal an persönlicher Distanz zu Verdächtigen fehlen.
1980:Paul Enders von der Essener Polizei arbeitete undercover in Frankfurt; mit verschmitztem lausbübischem Lächeln, dem Frauen nur schwer widerstehen konnten.
1979: Kommissar Nagel hatte sein Büro in Hannover. Er fragte knallhart nach, ließ sich nichts vormachen und nahm die Hände nur selten aus seinem Blousson.
1973:Walter Böck war ein Ermittler der alten Schule, hatte einem ganzen Tross an Mitarbeitern in der Bremer Mordkommission zur Verfügung, die denkbar schlecht ausgestattet war.
1972:Horst Pflüger agierte sachlich und kühl in Baden-Baden, wo er in der Freizeit vergeblich Anschluss an die "bessere Gesellschaft" suchte.
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